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Into the Restless Ruins

Taktik, Deckbuilding und düstere Ruinen-Atmosphäre

Mit Restless Ruins (bzw. Into the Restless Ruins) liefert Ant Workshop ein frisches Roguelike-Deckbuilder-Abenteuer, das geschickt Strategie, Dungeonbau und Action verbindet. Das Spiel hebt sich durch sein innovatives Konzept und die keltisch-mystische Stimmung von anderen Genrevertretern ab – und begeistert mit einer ungewöhnlichen Mischung aus Kartenmanagement und Survival-Elementen. Kommt mit auf ein spannendes Abenteuer.

Wunsch und Gefahr in den Ruinen  

Zu Beginn werdet ihr von der geheimnisvollen „Erntejungfer“ begrüßt, die euch einen Wunsch erfüllen will – sofern ihr es schafft, sechs mächtige Wächter in den Tiefen der Ruinen zu besiegen. Jeder Run startet mit einem kurzen, aber hilfreichen Tutorial, das euch die Grundlagen des Deckbuildings und der Dungeon-Planung näherbringt. Wer ihr wirklich seid oder was euer Wunsch ist, bleibt im Unklaren und gibt dem Abenteuer eine geheimnisvolle Note.  

Karten legen, Ruinen bauen, Monster bekämpfen

Das Herzstück von Restless Ruins ist der Wechsel zwischen zwei Spielphasen: Zuerst platziert ihr mithilfe eures Kartendecks Räume, Korridore und Spezialfelder, um einen Pfad zu Siegeln und schließlich zum Wächter der jeweiligen Ebene zu bauen. Hier ist etwas Taktik und Voraussicht recht hilfreich. 

In der anschließenden Actionphase erkundet ihr die von euch erschaffene Ruine – und zwar als eine Art Twin-Stick-Shooter mit isometrischer Perspektive. Dabei seid ihr stets im Wettlauf mit der Zeit, denn eure Fackel brennt nur begrenzt. Das Licht ist essenziell: Geht es aus, droht euch nicht nur Orientierungslosigkeit, sondern auch kontinuierlicher Schaden. Aber zum Glück habt ihr ja den Dungeon selbst erbaut und könntet wissen, wo es langgeht.

Gemütlich, aber fordernd  

Euer Held greift Monster automatisch an, ihr steuert die Bewegung und müsst geschickt ausweichen. Neue Waffen, Zauber und Upgrades findet ihr unterwegs, ebenso wie Händler und Rätsel. Erfahrungspunkte und Levelaufstiege schalten neue Karten für euer Deck frei, was langfristig für immer mehr Abwechslung sorgt.  

Besonders spannend: Ihr könnt mit sogenannten Cantrips (Mutatoren) jeden Run individuell anpassen und dadurch Schwierigkeitsgrad und Belohnungen beeinflussen. Wisst ihr zum Beispiel, dass ihr diesmal auf einen dicken Wächter trefft, kann euch der Bonus von 500% mehr Schaden ziemlich zugute kommen - den ihr natürlich nur bei einem einzigen Run einsetzen dürft. Solche kleinen Entscheidungen habt ihr öfters zu treffen, was den Reiz erhöht. 

Taktik und Wiederspielwert: Clever planen, immer wieder neu

Die größte Stärke von Restless Ruins ist die strategische Tiefe beim Bau eurer eigenen Dungeons. Ihr müsst genau überlegen, wo ihr Heilbrunnen, Teleporter oder Rüstungsräume platziert, um den Weg zum Boss effizient zu gestalten und rechtzeitig zurück zum Ausgang zu finden. Das Spiel belohnt gute Planung, bestraft aber auch Nachlässigkeit – gerade in späteren Levels wird das Layout zur echten Gedächtnisprobe, da ihr keine Übersichtskarte habt und euch den Weg merken müsst.  

Der Roguelike-Charakter motiviert: Jeder Tod füllt eine Fluchleiste, die mit negativen Effekten belegt ist. Ist sie voll, beginnt ihr von vorn – aber mit neuen Tricks und Karten, die das nächste Abenteuer erleichtern oder spannender machen. Die sechs Hauptlevel bieten zwar einen klaren Rahmen, doch durch die Vielzahl an Karten, Cantrips und möglichen Builds bleibt das Spielgefühl lange frisch.

Charmant, aber nicht makellos

Optisch setzt Restless Ruins auf einen Retro-Look mit stimmungsvollen Farben und keltischen Motiven. Das erinnert stark an Children of Morta und ähnliche Titel. Der Soundtrack ist dynamisch, manchmal aber etwas hektisch. Auf der Switch kann es bei großen Ruinen und vielen Karten zu kurzen Rucklern oder Standbildern kommen, und gelegentlich gibt es Abstürze – insgesamt läuft das Spiel aber solide.  

Trotz der cleveren Mechanik fehlt es dem Spiel auf Dauer etwas an Abwechslung: Die sechs Wächter unterscheiden sich zu wenig im Weg dorthin, und das Kampfsystem bleibt trotz verschiedener Waffen recht simpel. Gerade wenn Runs länger dauern, kann sich Routine einstellen und der Grind nach neuen Tricks etwas zäh werden. Wer jedoch Spaß an strategischem Deckbau und Experimentieren hat, wird hier viele Stunden fesselt. 

Fazit: Ein Geheimtipp für Taktik- und Roguelike-Fans 

Restless Ruins ist ein innovativer Genre-Mix, der Strategie, Kartenmanagement und Dungeon-Action auf spannende Weise kombiniert. Die Möglichkeit, eigene Dungeons zu bauen und mit Cantrips zu experimentieren, sorgt für hohen Wiederspielwert. Technisch gibt es kleinere Schwächen, und auf Dauer fehlt es an Variation, doch wer Spiele wie Loop Hero oder Monster Train mag, findet hier eine faszinierende neue Herausforderung. Ein echter Geheimtipp für alle, die gerne planen, tüfteln und immer wieder neu starten!

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC

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