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Invincible VS

Bis jemand blutet: Immer feste drauf!

Invincible VS ist für mich eine gelungene Adaption: laut, brutal und erstaunlich spielbar. Es nimmt das Universum der Serie ernst, ohne die Gewalt zu entschärfen, und übersetzt den Stoff in einen Tag-Fighter, der sowohl Einsteiger abholt als auch Prügelspiel-Fans genug Tiefe gibt. Lust auf eine blutige Nase? Ein

Superhelden-Kampf mit Wumms

Der wichtigste Punkt zuerst: Invincible VS ist kein klassisches 1-gegen-1-Kampfspiel, sondern ein 3-gegen-3-Tag-Fighter. Das macht das Ganze sofort hektischer, flexibler und deutlich chaotischer. Ihr wechselt mitten in Combos, helft aus dem Hintergrund nach und baut Druck auf, statt nur geduldig auf die eine perfekte Gelegenheit zu warten.

Genau das gefällt mir an dem Spiel. Die Kämpfe sind schnell und direkt, aber nicht stumpf. Auch die Steuerung ist griffig und die Angriffe ergeben ohne großes Eingewöhnen Sinn, obwohl hinter der scheinbaren Einfachheit durchaus Tiefe steckt. Für mich ist das die beste Art von Fighting Game: sofort verständlich, aber nicht sofort ausgereizt.

Gewalt, die passt

Was natürlich sofort auffällt, ist der Ton. Invincible VS ist brutal, blutig und ganz klar auf die Fans der Vorlage zugeschnitten. Das passt, weil die Serie selbst nie zimperlich war und das Spiel diese Härte nicht als Effekt, sondern als Identität verkauft.

Dabei bleibt das Ganze nicht nur Splatter um des Splatters willen. Die Kämpfe fühlen sich wuchtig an, und die Animationen transportieren diese Mischung aus Superhelden-Power und kontrollierter Eskalation ziemlich gut. Ich finde, das Spiel trifft genau den Punkt, an dem Comicgewalt nicht albern, sondern konsequent wirkt.

Storymodus und Solo-Spiel

Überraschend stark ist der Storymodus. Er ist zwar kurz, aber ordentlich gemacht, mit einer neuen Handlung, die auch ohne großes Vorwissen funktioniert. Das ist wichtig, weil viele Fighting Games ihre Einzelspieler-Kampagne nur als Pflichtübung behandeln. Hier funktioniert es eher wie eine kleine Extra-Folge aus dem Invincible-Universum.

Gleichzeitig gibt es aber auch Kritik. Der Storymodus ist wie gesagt sehr kurz, und genau das sorgt bei manchen Spielern für Frust. Ich verstehe das. Wenn man auf ein großes Superhelden-Epos hofft, kann ein kompakter Einstieg etwas schmal wirken. Als präzise Ergänzung zum Multiplayer funktioniert er aber gut aus meiner Sicht.

Technik und kleine Kratzer

Nicht alles läuft makellos. Immer wieder tauchen kleinere Grafikfehler, Clipping und ein paar unsaubere Animationen auf. Das ist ärgerlich, aber nicht so gravierend, dass das Spiel seinen Rhythmus verliert. Wichtiger ist: Das Fundament stimmt.

Auch der Online-Part ist solide gemacht, was bei einem Tag-Fighter fast das halbe Spiel ist. Und genau dort will Invincible VS auch hin: nicht nur als Fanservice glänzen, sondern als kompetitiver Prügler, der länger trägt als die bloße Lizenz.

Fazit

Invincible VS ist für mich ein sehr gelungenes Superhelden-Kampfspiel mit ordentlich Wucht, guter Zugänglichkeit und überraschend viel System unter der Oberfläche. Es fängt den brutalen Ton der Vorlage stark ein und nutzt das 3v3-Format, um seinen Kämpfen echtes Tempo und Dynamik zu geben.

Es ist nicht perfekt. Der Storymodus könnte länger sein, und ein paar technische Ecken bleiben sichtbar. Aber unterm Strich bleibt für mich ein Prügler, der genau weiß, was er sein will: ein blutiger, flotter und ziemlich cooler Tag-Fighter, der Invincible-Fans ebenso abholt wie Leute, die einfach Lust auf ein gutes Kampfspiel haben.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC 
Webseite: store.steampowered.com/app/2353060/Invincible_VS