Anscheinend hat das Team von Tanuki Creative Studio ein Faible für Kampfspiele und Beat'm Ups. Denn ihr Werk namens Jitsu Squad ist eine Hommage an die großen Vertreter dieses Genres. Und dennoch nabelt sich Jitsu Squad genügend von der Konkurrenz ab, um hervorzustechen. Lasst den Kampf beginnen.
Grell, bunt und schnell
Das Erste, das auffällt: Jitsu Squad ist bunt – sehr bunt sogar. Ihr solltet auf Comic-Grafik stehen und auch verrückte Animes und Co mögen. Mir gefällt der Stil jedenfalls wunderbar. Auch die Wahl der Helden muss ich lobend hervorheben. Vier tierische Heroen machen sich auf den Weg, die Welt zu retten.
Mit dabei ist Waschbär Hero, Frosch Jazz, Häsin Baby und der muskulöse Eber Aros. Dabei hat jeder Charakter seine Stärken und Schwächen, die jedem Spielstil zugutekommen dürften. Im Herzen ist Jitsu Squad ein klassisches Beat’m Up, wie schon damals Double Dragon und Co. Ihr lauft meist von links nach rechts und prügelt alles aus dem Weg, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Doch einige Spielmechaniken machen Jitsu Squad einzigartig.
X-beliebig?
Als ich die Screenshots sah, dachte ich „Mal wieder ein Beat'm Up“ – kann lustig sein. Doch beim ersten Anspielen wurde ich gleich eines Besseren belehrt, dass Jitsu Squad eben nicht ein x-beliebiges Beat’m Up ist. Denn hier ist ordentlich Speed drin. Und genau das gefällt mir auch so gut daran.
Vielleicht helfen euch einige Vergleiche, wenn ihr das Genre etwas kennt: In Jitsu Squad finden sich Elemente von Streets of Rage, Turtles in Time, Battle Toads oder sogar Double Dragon. Der neueste Ausflug der Turtles ist vielleicht der beste Vergleich. In Jitsu Sqaud werden haufenweise Gegner auf euch stürmen, die ihr im Sekundentakt aus dem Bildschirm haut – ein unheimlich befriedigendes Gefühl.
Stärker, besser, bunter
Damit es nicht so langweilig wird, bekommen eure Helden über die Zeit immer mehr neue Fähigkeiten hinzu. Das kann ich euch am Beispiel von Häsin Baby zeigen: Anfangs huscht sie flink hin und her und prügelt alles nieder. Später wirft sie Gegner zusätzlich in die Luft, gleitet mit ihrem Schirm über alles drüber und lässt einen gigantischen Tausendfüßer mit Maschinenpistolen auf eure Gegner schießen. Ja, Jitsu Squad ist etwas abgedreht, falls ich das noch nicht erwähnt habe.
Insgesamt könnt ihr mit bis zu vier Spieler:innen gleichzeitig hier loslegen. Aber keine Sorge: Auch alleine macht Jitsu Squad ordentlich Spaß. Nur bei den Bossen hatte ich hin und wieder so meine Probleme. Als ich es dann mit drei meiner Kumpels testen konnte, wollte ich den Koop-Modus nicht mehr missen. Denn die unterschiedlichen Fähigkeiten ergänzen sich perfekt: Eber Aros ist ein starker Nahkämpfer, während Frosch Jazz wild herumhüpft und Baby aus der Entfernung agiert. Hero ist ein Allrounder und eine ideale Einsteigerklasse für alle, die sich an das Gameplay gewöhnen wollen.
Da ich das Genre aber ganz gut kenne, sind mir unzählige Anspielungen auf andere Größen aufgefallen, was mich immer wieder zum Schmunzeln brachte. So tritt ein Boss auf wie Shredder aus den Turtles, dann haben wir Anspielungen auf die Battle Toads und bei einer Spezialattacke kommt ein Sidekick, der eine gealterte Nerd-Version von Ken aus Street Fighter darstellt. Meinen Sinn für Humor trifft Jitsu Squad jedenfalls.
Fazit
Jitsu Squad hat mich positiv überrascht: Es ist ein launiges, schnelles und kurzweiliges Beat'm Up, das euch immer wieder etwas Neues bietet. Die Länge der Levels sowie das Spielgefühl sind auf den Punkt, sodass ich Jitsu Squad ohne Einschränkungen empfehlen kann. Mein Tipp: Holt euch ein paar Freund:innen dazu und zockt im Couch-Koop gemeinsam. So kommt die beste Stimmung auf bei diesem bunten durchgeknallten Abenteuer.
Erhältlich für: Xbox, PS, Switch
Website: iningames.com/games/jitsu-squad