Lust auf einen klassischen Survivors-like mit nordischem Flair? Jotunnslayer: Hordes of Hel taucht tief in die dunkle Welt der nordischen Mythologie ein und bietet ein solches Roguelike-Survivor-Erlebnis im Stil von Genre-Hits wie Vampire Survivors oder Achilles: Survivor. Damit habt ihr vielleicht eine grobe Idee, um was es geht.
Spieler:innen stürzen sich in heftige Hordenkämpfe gegen Wellen von Hel’s dämonischen Anhängern, von Untoten bis riesigen Jötnar, und kämpfen um das Überleben in eisigen Arenen, die von gefrorenen Schlachtfeldern bis zu verfluchten Wäldern reichen.
Geschichte? Ach Quatsch. Lieber Action!
Die Story ist recht minimalistisch: Die Götter rufen Waffenbrüder und Schildmaidinnen auf, um Hel’s Horden zu trotzen und das Reich zu schützen. Das reicht doch als Story völlig aus, oder? Mir genügt das jedenfalls.
Jeder der spielbaren Charaktere spiegelt dabei archetypische nordische Mythos-Figuren wider, von Berserkern über Schildmaid bis Mystiker. Ihre Fähigkeiten werden durch göttliche Segnungen (Blitze von Thor, Heilung von Freyja, Tricks von Loki) ergänzt, die das Kampfsystem vielseitig und thematisch wirken lassen. Gefällt mir jedenfalls gut.
Mehr als nur Gegner töten
Typisch für Survivors-like wird viel gekämpft, aber Jotunnslayer setzt auf schnelle, wiederkehrende Missionsziele, die jede Spielrunde strukturieren. Dabei geht es nicht nur ums zwangsweise Überleben, sondern auch um das Erfüllen von kleinen Aufgaben, wie etwa Pilze sammeln, Minibosse besiegen oder einen Sturm aushalten.
Diese Ziele bringen zusätzliche Belohnungen und fordern aktive Bewegung – ein kleiner, aber entscheidender Unterschied zu vielen Genrevertretern, die oft statisches Stehen belohnen. So bleibt die Action variantenreich und fordert taktische Anpassung.
Bosskämpfe am Ende jedes Runs sind episch: Große, beeindruckende Gegner, die sich mit ihrer Vielzahl an Spezialangriffen gegen den Spieler stemmen, fordern höchste Aufmerksamkeit. Gleichzeitig prasseln unzählige kleinere Gegnerwellen auf euch ein, sodass das Geschehen oft chaotisch, aber spannend wirkt.
Skill-Building und Progression
Im Laufe der Runs sammelt man Erfahrung und schaltet schnell zahlreiche neue Fähigkeiten frei. Aber das kennt man ja aus anderen Genre-Vertretern. Neben den individuellen Skills der Helden sind vor allem die göttlichen Buffs spannend: Diese reichen von offensiven Blitzen über verheerende Area-of-Effect-Attacken bis hin zu unterstützenden Heilungen und defensiven Boni.
Spieler:innen können so den Spielstil maßgeblich anpassen und mit jeder Kombination neue Taktiken ausprobieren, was die Wiederspielmotivation erhöht. Also bei mir war das zumindest der Fall.
Optik, Sound und technische Performance
Optisch präsentiert sich Jotunnslayer mit düsterer Fantasy-Ästhetik, die dank stimmungsvoller Beleuchtung, starker Partikeleffekte und detaillierter Charaktermodelle fast AAA-Niveau erreicht. Aber nur fast. Selbst wenn die vielen Effekte manchmal für Übersichtsbarkeit nicht optimal sind, ist die visuelle Präsentation ein echter Hingucker.
Der Soundtrack passt atmosphärisch zum nordischen Thema, während Soundeffekte bei Kampfaktionen für das richtige Feedback sorgen. Auf Konsolen läuft das Spiel meist stabil und hat nur selten kleinere Performance-Dips.
Vergleich mit Genre-Kollegen
Jotunnslayer bewegt sich in einem überfüllten Genre, bietet aber dennoch eigene Akzente. Im Vergleich zu Vampire Survivors punktet es mit mehr taktischer Tiefe und abwechslungsreichen Spielzielen sowie einer stärkeren mythologischen Einbettung.
Im Gegensatz zu Achilles: Survivor fehlt etwas an Tower-Defense-Elementen, was Jotunnslayer aber durch seine Missionen und Charaktervielfalt kompensiert. Wer auf nordische Themen und ein forderndes Spielerlebnis mit Survival-Mechaniken steht, wird hier gut bedient.
Fazit: Ein ansprechendes Mythologie-Survivor mit viel Action, aber auch Chaos
Jotunnslayer: Hordes of Hel ist ein solide umgesetzter Vertreter seines Genres mit einer reizvollen nordischen Mystik-Note. Die Mischung aus rasanten Hordenkämpfen, abwechslungsreichen Missionszielen und göttlichen Buffs macht das Spiel attraktiv für Fans von Survivors-like-Spielen und Roguelites. Technisch stark und optisch beeindruckend, bietet es viel Spielspaß, wenngleich die Übersicht bei größeren Gefechten manchmal leidet und die Innovationen moderat ausfallen. Für alle, die düstere Fantasy, mythologische Settings und hektisches Überlebenskampf-Gameplay mögen, ist Jotunnslayer eine lohnenswerte Empfehlung.
Erhältlich für: Xbox, PC, PS, Switch
Webseite: jotunnslayer.com