Als im Januar 2020 Journey to the Savage Planet erschien, habe ich das Spiel einfach mal verpasst – zu viele andere Titel standen auf meiner Liste. Nun, drei Jahre später komme ich endlich dazu den Titel der Typhoon Studios, veröffentlicht von 505 Games, zu spielen. Warum gerade jetzt? Ganz einfach: Weil nun die Employee of the Month Edition erschienen ist. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im kommenden Abschnitt.
Voll gepackt mit Spaß
In dieser Edition von Journey to the Savage Planet dürft ihr euch über eine verbesserte Bildrate und leicht bessere Optik freuen – angepasst an die Leistung der Xbox Series X/S und Playstation 5. Zudem schmelzen die Ladezeiten einfach dahin, wenn ihr das Spiel auf der aktuellen Konsolengeneration genießt. Neben der technischen Verbesserung bietet diese Edition auch sämtliche DLCs, die bisher erschienen sind. Also das volle Paket für Neueinsteiger – und das lohnt sich.
Journey to the Savage Planet dreht sich um die abgefahrene Reise zu einem fremden Planeten. Ihr landet – oder besser gesagt – bruchlandet dort. Euer Auftraggeber will, dass ihr den Planeten erkundet und die Daten nach Hause schickt. Vielleicht kann sich die Menschheit dort breit machen und überleben. Was sich jetzt nach bitterem Ernst anhört, ist ein knallbuntes Abenteuer, das sich an keiner Stelle wirklich ernst nimmt. Spaß und kruder Humor stehen hier an der Tagesordnung.
Entdecken und entdecken
Ich verstehe Journey to the Savage Planet als eine Art First-Person-Metroidvania. Anfangs seid ihr nämlich damit beschäftigt, die Gegend zu scannen und die bunte Flora und Fauna zu betrachten. Von kugelrunden Mopsvögeln über fliegende Tintenfische bis hin zu kotzenden Felsspalten werdet ihr allerlei komische Dinge entdecken. In eurem Ohr verrät euch eine recht aufdringliche Computerstimme, was es mit all den Wesen auf sich hat, sobald ihr sie scannt. Einzig schade, dass es nur eine englische und französische Tonspur gibt. Aber deutsche Untertitel helfen weiter, wenn ihr die Sprachen nicht beherrschen solltet.
Auf dem Planeten entdeckt ihr einige Rätsel und Geheimnisse. Bewaffnet mit eurem Blaster heizt ihr den Kreaturen auf Wunsch ein und sammelt deren Atome ein. Daraus entstehen in eurem geschrotteten Raumschiff neue Ausrüstung. Nach und nach werdet ihr so immer vielseitiger in euren Bewegungen: Doppelsprung, Greifhaken oder Flugdüsen sind nur einige der Fähigkeiten, die ihr erlernt. Der Planet wird dadurch immer größer und neue Gebiete zugänglich. Hier und da haben die Entwickler:innen auch kleine Secrets versteckt, bei denen ihr oft etwas Grips beweisen solltet.
Gemeinsam noch irrer
Auch wenn Journey to the Savage Planet schon im Alleingang eine lustige Sache ist, macht der Koop-Modus doch richtig Laune – und ist schwer chaotisch, wenn man mit entsprechenden Freund:innen spielt. Denn gemeinsam ist das Erkunden dieses fremdartigen Planeten eine Riesen-Gaudi. Erst nach einem Fünftel des Spiels kommen weitere Herausforderungen wie dickere Monster hinzu, die ihr erledigen müsst. Dann heißt es Fingerspitzengefühl beweisen. Ausweisen, Schwachstellen erkennen und ballern.
Aber keine Sorge: Journey to the Savage Planet richtet sich keineswegs an Hardcore-Zocker, sondern kommt sehr fair daher. Wenn ihr die Augen aufhaltet, habt ihr selten Probleme mit den Lebenspunkten. Denn überall könnt ihr frisches Leben aufsammeln. Und futtert auch ruhig die dicken, orangen Schleimbollen auf, von denen es 100 Stück gibt. Jeder beschert euch einen Levelaufstieg, was wiederum in mehr Lebenspunkten oder höherer Ausdauer belohnt wird.
Grafisch ist Journey to the Savage Planet wie erwähnt ein knallbuntes Abenteuer, das mit einer äußerst niedlichen Comic-Optik daherkommt. Nur eure Einsatzbefehle bekommt ihr anhand realer Schauspieler nähergebracht, was einen interessanten Mix ergibt. Die Videos, die ihr seht, sind zudem allesamt herrlich verrückt gestaltet und könnten euch hin und wieder ein Lächeln aufs Ge-sicht zaubern. Ich fand den Humor jedenfalls sehr gelungen.
Fazit
Journey to the Savage Planet: Employee of the Month ist die ultimative Version eines knallbunten Spiels, das jeder Fans von Erkundung oder Metroidvania einmal gespielt haben sollte. Sowohl das eigentliche Gameplay als auch der herrliche Humor treffen genau ins Schwarze. Schnappt euch einen Freund oder eine Freundin und klemmt euch für zwölf bis 15 Stunden hinter den Controller, um gemeinsam Spaß zu haben. Mein Herz haben die Mopsvögel und dieser irre Planet im Sturm erobert.
Erhältlich für: PC, Xbox, PS, Switch
Website: https://savageplanet.505games.com/de