Unterhaltung Games

Just Dance 2026

Macht schon mal Platz im Wohnzimmer!

Seit 2021 hatte ich kein Just Dance mehr in der Hand und war ehrlich gesagt erst mal komplett raus, wie das Spiel meine Bewegungen mittlerweile überhaupt trackt. Zudem wollte ich mich überraschen lassen, wie sich das Spiel inhaltlich verändert hat. Los geht’s!

Smartphone statt Kamera und Co.

Als dann klar war, dass ich mir nicht mehr mit Kamera, Move-Controllern oder Joy-Con-Konfigurationen herumschlagen muss, sondern einfach eine Smartphone-App starte, das Handy in die Hand nehme und loslege, ist die Einstiegshürde spürbar gefallen.

Ganz ehrlich: Die App-Variante ist nicht hyperpräzise, aber sie macht genau das, was sie soll: schnell rein, Song auswählen, tanzen, Punktestand sehen – fertig. Für jemanden, der primär Spaß, Bewegung und Party-Stimmung sucht, reicht das völlig aus, und wenn man seit ein paar Jahren aus der Reihe raus war, fühlt sich dieser Einstieg angenehm unkompliziert an.

Nur zweimal ist mir die App abgeschmiert. Danach half nur noch ein kompletter Neustart des Spiels, was zu dem Moment leicht genervt hat. Ansonsten hatte ich keine Probleme mit der App.

Volles Tanz- und Song-Programm

Inhaltlich ist die 2026 Edition wieder das, was die Reihe am besten kann: eine knallbunte Playlist aus aktuellen Pop-Hits, ewigen Party-Klassikern und ein paar schrägen Ausreißern, bei denen man erst lacht, dann mitwippt. Ich gebe ehrlich zu, dass ich viele Titel nicht kannte, aber schnell zu schätzen wusste.

Die Choreografien sind weiterhin das Herzstück. Manche sind bewusst niedrigschwellig gehalten, damit wirklich jede Person im Wohnzimmer mitkommt, andere ziehen das Tempo ordentlich an und verlangen euch überraschend viel Kondition und Koordination ab.

Für jede Situation geeignet

Das Spiel trifft dabei einen guten Mix: Ihr könn in fünf Minuten einen lockeren Warm-up-Song mitmachen, aber auch richtig ins Schwitzen kommen, wenn ihr euch an die anspruchsvolleren Routinen wagt oder mehrere Stücke am Stück tanzt. Genau das liebe ich daran auch.

Visuell ist das Ganze so überdreht wie eh und je, vielleicht sogar noch eine Spur verspielter. Die Coaches oder Vortänzer:innen sind stilistisch vielfältiger, die Hintergründe reichen von minimalistischen Neon-Welten bis zu komplett abgedrehten Szenen mit Kostümen, Effekten und Übergängen, die sich in euer Gedächtnis brennen.

Einmal habe ich einen Angry Birds Song ausgewählt und war überrascht, dass man sich dabei wirklich durch die Gegend schubsen muss. Meine zwei jungen Testbegleiter fanden das später gar nicht mehr lustig.

Wirklich alles schnell im Blick

Was positiv auffällt, wenn man ein paar Jahre ausgesetzt hat: Die Bedienung und Struktur sind insgesamt etwas klarer geworden. Ihr kommt schneller zu den Modi, die euch wichtig sind. Oder ihr könnt nach Stimmung, Intensität oder Spieleranzahl passende Songs finden und werdet nicht mehr ganz so aggressiv durch Menüs geschoben, die nur auf Abos und Zusatzinhalte hinweisen.

Der Fokus liegt stärker auf „leg einen Song ein und tanz“, und gerade in einer Party-Situation ist das Gold wert. Gleichzeitig ist das bekannte Service-Modell natürlich immer noch präsent. Wer möglichst viele Songs und ständig neue Titel will, wird wieder mit einem Abo-Modell in Richtung Songflatrate konfrontiert. Wenn ihr Just Dance wirklich viel spielt, kann sich das lohnen; wenn ihr eher gelegentlich ein paar Runden drehen wollt, wirkt es weiterhin wie eine etwas aufdringliche Dauererinnerung im Menü.

Das gute alte Feeling

Spielerisch hat sich die Grundformel nicht radikal verändert, und genau das ist Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite fühlt ihr euch sofort zuhause, wenn ihr die 2021er Edition mochtet: Die Art, wie das Spiel euch zum Mitmachen motiviert, euch mit Sternen und Scores belohnt und euch ganz nebenbei ein Fitness-Workout unterjubelt, funktioniert nach wie vor erstaunlich gut.

Auf der anderen Seite werdet ihr hier kein „neues“ Just Dance finden. Die Veränderungen liegen im Detail – bessere Präsentation, kleine Komfortfunktionen, ein smarteres Handling der Playlists, vielleicht etwas feinere Bewertung der Bewegungen, wenn ihr das Smartphone wirklich sauber nutzt. Wenn ihr seit Jahren jede Edition mitgenommen habt, kann sich das wie eine weitere Saison statt eines großen Sprungs anfühlen.

Fazit

Aus der Perspektive einer Person, die seit 2021 pausiert hat, macht die 2026 Edition ziemlich viel richtig. Der Sprung zurück fällt leicht, die Smartphone-Steuerung senkt die technische Hürde, die Songauswahl fühlt sich frisch genug an, um Lust auf regelmäßige Sessions zu machen, und das bekannte „Nur noch einen Song“-Gefühl stellt sich sehr schnell wieder ein.

Erwartet aber keine große Innovation. Vielmehr taugt das Spiel als Party- und Fitness-Hit für alle, die gerne zu Musik in Bewegung kommen. Wenn ihr gerade ohnehin im Bewegungshoch seid, wird Just Dance 2026 diese Energie ziemlich sicher weiter anheizen.

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch 
Webseite: ubisoft.com/de-de/game/just-dance/2026