Unterhaltung Games

KarmaZoo

Tue Gutes und helfe anderen – ein Plattformer mit Feel-Good-Konzept.

Als ich auf der gamescom bei Cosmocover eingeladen war, wusste ich zunächst nicht, bei welchem Studio ich landen würde. Nachdem mir mitgeteilt wurde, dass ich zu Pasta Games darf und KarmaZoo anschauen werde, hatte ich keine Ahnung, was mich erwartet. Dass es sich hier um eine kleine Wohlfühl-Oase von einem Spiel handeln würde, hätte ich nie gedacht. Begleitet mich in einen Plattformer, bei dem jede gute Tat zählt.

Never walk alone

Eine wichtige Sache gleich zu Beginn: Ihr könnt KarmaZoo nicht alleine spielen. Das Game ist auf Kooperation ausgelegt. Hier unterstützt euch auch keine KI. Ihr braucht also echte Menschen, um KarmaZoo sinnvoll anzugehen. Warum das so ist, erklärt das Konzept. KarmaZoo ist ein pixeliges 2D-Jump&Run, bei dem ihr einen Level absolvieren sollt, um am Ende einen Baum zu gießen. Hört sich jetzt merkwürdig an, oder? Lasst mich erklären.

Zunächst einmal spielt ihr in KarmaZoo immer als Team. Dabei seid ihr aber nicht nur zu zweit, sondern mit bis zu zehn Spieler:innen unterwegs. Nur gemeinsam könnt ihr einen Level meistern. Das liegt an ein paar einfachen Punkten: Manche Wände sind zu hoch, manche Fallgruben zu weit und sämtliche Level-Abschnitte zu dunkel. Seid ihr alleine unterwegs, seht ihr rein gar nichts in den Leveln. Erst mit einer Begleitung an eurer Seite geht euch im wahrsten Sinne des Wortes ein Licht auf. Eine nette Spielmechanik, wie ich finde.

Teamwork makes the Dream work

Die anderen Hindernisse überwindet ihr, wenn ihr euch gegenseitig helft. Bildet für andere eine Plattform, zeigt ihnen Geheimwege oder blockiert mit eurem Grabstein gefährliche Stacheln. All diese Aktionen haben einen gemeinsamen Sinn: Karma sammeln. Denn für gute Taten bekommt ihr Karma-Punkte. Dabei teilen sich alle Spieler einen Pool aus Karma-Punkten. Und diese Punkte benötigt ihr am Ende eines Levels, um den Baum zum Sprießen zu bekommen. Niedliche Idee.

KarmaZoo bietet euch insgesamt über 50 verschiedene Charaktere, von denen wirklich jeder seine ganz eigene Spezialfähigkeit hat. Manche springen besonders weit, andere entdecken leichter Geheimwege, während andere wiederum ein Extra-Leben haben. Zu Beginn stehen euch aber nur eine Handvoll dieser Figuren zur Verfügung. Den Rest müsst ihr mit Karma freischalten. Und darin liegt auch die einzige Motivation von KarmaZoo. Denn jeder Durchgang besteht aus fünf aneinandergereihten Levels bzw Stages, wie das Spiel sie nennt. Danach wird abgerechnet.

Entspannende Monotonie

Auf Dauer wird dieses Konzept etwas monoton. Dennoch entspannt man sich dabei sehr, wie ich öfters feststellen musste. Es wird nie stressig oder frustrierend. Ganz im Gegenteil: Es macht Spaß anderen zu helfen und geholfen zu bekommen. Die einzige Situation, in der es etwas chaotisch wird, sind die Spiele, in denen viele den gleichen Charakter nutzen. Da habe ich öfters mal die Übersicht verloren. Das liegt aber auch an der minimalistischen Pixel-Grafik und den sehr dunklen Levels. Man gewöhnt sich aber daran.

Fazit

KarmaZoo fühlt sich von grundauf gut an. Der kooperative Plattformer setzt auf freundliches Teamwork, bei dem am Ende des Tages alle gewinnen, wenn sie Gutes tun. Dabei sind die Level angenehm einfach gehalten, so dass sich Entspannung entfalten kann. Die Motivation zieht KarmaZoo aus dem Freischalten neuer Charaktere, mit denen ihr auf unterschiedliche Art helfen könnt. Solltet ihr mal zwischendurch auf ein gemütliches Feel-Good-Jump&Run Lust haben, ist das hier eure erste Wahl.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: karmazoogame.com