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Kaze and the Wild Masks

Eine Katze im Retro-Jump&Run? Da kann eigentlich nichts schiefgehen!

Entwickler PixelHive und Publisher Soedesco entführen euch mit „Kaze and the Wild Masks” zurück in die 90er-Jahre. Hier treffen viele bunte Farben auf pixelgenaue Sprungeinlagen gepaart mit sehr viel Charme. Ein Jump&Run, das mich nicht nur damals von den Socken gehauen hätte.

Sonntagsspaziergang mit Folgen

Die Geschichte um die namensgebende Kaze und ihren kleinen Bruder ist schnell erzählt: Die beiden Katzenwesen machen sich in einem bunten Fantasyland auf den Weg zu einem mysteriösen Tempel – was sollte man sonst an einem sonnigen Tag tun? Schnell entdecken Sie die verborgene Schatzkammer und einen glühenden Ring. Dieser setzt Kaze kurzerhand außer Gefecht und schluckt ihren Bruder.

Bevor der böse Magier, der hinter dieser Falle steckt, zuschlagen kann, landen Kaze und ihr nun geisterhafter Bruder auf dem Boden der Tatsachen. Um wieder alles rückgängig zu machen, muss Kaze sich zum Magier durchkämpfen und dabei einige Kristalle sammeln. Logisch, oder? Wie bereits bei den Plattformern in den 90er-Jahren ist die Story bei Kaze and the Wild Masks reine Nebensache.

Das Herz schlägt hier in den liebevoll gestalteten Leveln. Denn Kaze muss hier einige Herausforderungen meistern, die selbst ein Mario nicht viel besser hinbekommen würde. Denn das sei direkt an dieser Stelle erwähnt: PixelHive verpasst Kaze and the Wild Masks eine sehr präzise Steuerung, die euch immer die volle Kontrolle über Kaze lässt. Bei einem Plattformer eigentlich das wichtigste Element, wie ich finde. In dieser Disziplin gibt es schon mal einen Daumen nach oben.

Herausfordernd für jeden

Vom Schwierigkeitsgrad her steigt das Abenteuer von Level zu Level leicht an. Wer möchte, kann auch direkt mit einem einfacheren Schwierigkeitsgrad starten. Die Level bleiben dabei zwar die gleichen, doch es gibt deutlich mehr Speicherpunkte – so kommt nie Frust auf. Aber jedem ernsthaften Fan empfehle ich den normalen Modus, weil er eine ordentliche Herausforderung bietet.

Meist dauern die einzelnen Missionen nie länger als fünf bis zehn Minuten. Als Gegner habt ihr es übrigens meist mit überdimensionalem Gemüse zu tun, was sehr charmant in Szene gesetzt wurde. Apropos charmant: Richtig cool wird es, wenn Kaze es mit einem der dicken Bosse zu tun bekommt. Bei diesen ist Timing und Geschick gefragt, um erfolgreich vom Schlachtfeld zu ziehen.

Nur wer sich die Bewegungsabläufe einprägt und entsprechend agiert, darf sich am Ende Sieger nennen – eigentlich wie bei den guten, alten Jump&Runs in den 90er-Jahren. Ja, Kaze and the Wild Masks erfindet das Rad nicht neu, dafür fügt sich hier alles perfekt zusammen.

Warum hast du eine Maske auf?

Aber kommen wir noch zu dem anderen Bestandteil im Titel: Die wilden Masken. Mit diesen muss sich Kaze nämlich auch im Verlauf der Story auseinandersetzen. Denn während ihres Abenteuers entdeckt Kaze immer wieder neue Masken, die ihr außerordentliche Fähigkeiten verleihen. So geht es damit mal in die Lüfte oder unter Wasser.

Jede Maske bringt neue Spielelemente, was frischen Wind in die Missionen bläst. Ein cleverer Schachzug für mehr Abwechslung. Grafisch haben die Entwickler ebenfalls ganze Arbeit geleistet: An jeder Ecke glänzt das Abenteuer in bestem 16-Bit-Style, der niedlicher kaum sein könnte. Kaze and the Wild Masks ist einfach schön und damit eine Pixelperle, wie ich sie liebe.

Fazit

Als Fan von Jump&Runs führt kein Weg um Kaze and the Wild Masks herum. Denn was PixelHive und Soedesco hier abliefern, ist eine wundervolle Hommage an die Spiele aus den 90er-Jahren. Hier ist nichts fotorealistisch, aber dennoch einfach nur schön anzuschauen. Hinzu kommt eine pixelgenaue Steuerung, die nichts dem Zufall überlässt – jeder Fehler ist hier nachvollziehbar, was bei diesem Genre auch so sein sollte. Wer also auf simple, aber dennoch fordernde Hüpfeinlagen Lust hat, sollte unbedingt hier reinschauen.

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC
Website: playkaze.com