Mit Kiborg serviert das russische Studio Sobaka ein ultrabrutales Roguelite-Beat-’em-up, das sich kompromisslos an Genre-Fans richtet, die keine Angst vor Schweiß, Blut und wiederholtem Scheitern haben. Das Spiel ist ein Hybrid aus klassischem Brawler, Roguelite und Cyberpunk-Action – und erinnert in seiner Grundidee nicht zufällig an Stephen Kings „The Running Man“: Statt auf Gnade zu hoffen, kämpft ihr als unschuldig verurteilter Morgan Lee auf einer dystopischen Gefängniswelt in einer tödlichen TV-Show um deine Freiheit. Lust einen heftigen Action-Trip?
Willkommen im Höllenknast: Story und Atmosphäre
Die Prämisse ist so düster wie faszinierend: In der Zukunft werden Verbrecher nicht einfach eingesperrt, sondern in einer gnadenlosen Reality-Show gegeneinander gehetzt. Euer Ziel: Überlebt die blutigen Arenen, besiegt andere Insassen und Bosse und kämpft dich bis zum rettenden Shuttle auf dem Dach durch. Sterbt ihr, beginnt der Albtraum von vorn – nur dass Upgrades und Cyber-Implantate eurer vorherigen Klone erhalten bleiben und so einen Hauch von Progression in die Hölle bringen.
Die Präsentation ist kompromisslos: Neonlicht, rostige Gänge, explodierende Körper und ein Soundtrack, der das Adrenalin durch die Venen jagt. Das Setting erinnert an eine Mischung aus „Sifu“, „Hotline Miami“ und „Devil May Cry“, mit einer Prise „Arkham“-Kampfsystem und Third-Person-Shooter-Elementen. So habt ihr zumindest eine grobe Vorstellung, was euch erwartet.
Schnelle Fäuste, harte Klingen, wenig Gnade
Das Herzstück von Kiborg ist das Kampfsystem – und hier gibt es keine halben Sachen. Jeder Raum ist ein Killroom, in dem ihr mit Nahkampf, Fernwaffen und deinen Fäusten ums Überleben kämpft. Die Steuerung ist direkt, die Parier- und Ausweichmechanik braucht Übung, belohnt aber präzises Timing mit einem wuchtigen Flow-Gefühl. Waffen brechen nach wenigen Schlägen, Munition ist knapp – ihr seid gezwungen, ständig zu improvisieren und neue Taktiken auszuprobieren. Das macht das Ganze aber auch spannend.
Nach jedem Raum winken Belohnungen: Cyber-Implantate, Mutationen (mit Vor- und Nachteilen) oder Währung für permanente Upgrades. Die Runs sind klar strukturiert: Drei Etagen, pro Etage mehrere Räume und ein Bosskampf, danach geht’s weiter – insgesamt sieben Mal, bis das Finale erreicht ist. Für Unermüdliche gibt es einen Endlosmodus, falls ihr nicht mehr stoppen wollt.
Die Roguelite-Mechanik sorgt für ständige Spannung: Jeder Tod ist endgültig für den aktuellen Klon, aber die gesammelten Upgrades und Techs werden an den nächsten weitergegeben, was zum Experimentieren mit neuen Builds und Spielstilen einlädt. Zudem werdet ihr so Stück für Stück besser und schlagt euch Run für Run weiter durch.
Härtegrad, Blut und Frust – für wen ist Kiborg gemacht?
Kiborg ist nichts für schwache Nerven: Die Kämpfe sind fordernd, die Gegner gnadenlos, und der Bildschirm füllt sich schnell mit Blut und Körperteilen. Die Lernkurve ist steil, gerade zu Beginn kann das Spiel überfordern – aber wer sich durchbeißt, erlebt das befriedigende Gefühl, immer besser zu werden und mit jedem Run neue Fähigkeiten freizuschalten.
Die Bosskämpfe sind die Highlights: Jeder Endgegner verlangt neue Taktiken und Reaktionen, und die Mischung aus Parieren, Ausweichen und Kombo-Angriffen sorgt für einen echten Adrenalinkick. Die Cyber-Implantate und Mutationen bringen Abwechslung und motivieren zum Wiederspielen, auch wenn das Balancing bei manchen Waffen und Upgrades noch Feinschliff vertragen könnte.
Technik und Präsentation
Grafisch setzt Kiborg auf einen rauen, stilisierten Cyberpunk-Look, der die Dystopie perfekt einfängt. Die Animationen sind wuchtig, die Effekte blutig und der Soundtrack peitscht das Geschehen voran. Die Story bleibt angenehm präsent, ohne zu viel Raum einzunehmen – das Hauptaugenmerk liegt klar auf der Action.
Fazit: Ein Fest für Adrenalinjunkies
Kiborg ist ein kompromissloses, blutiges Action-Feuerwerk für Fans von Roguelites und Beat-’em-ups, die eine echte Herausforderung suchen. Wer sich auf die brutalen Arenen, die steile Lernkurve und das permanente Scheitern einlässt, wird mit einem intensiven, motivierenden Gameplay belohnt, das immer wieder zum nächsten Run einlädt. Für zartbesaitete Spieler oder Einsteiger ist das Spiel zu hart – aber für alle, die den Schmerz lieben, ist Kiborg ein blutiger Pflichtkauf.
Erhältlich für: PS, Xbox, PC
Webseite: store.steampowered.com/app/2405060/KIBORG