Ein Action-Adventure der besonderen Art: Entwickler Twin Hearts und Publisher PQube stellen mit Kitaria Fables ein familienfreundliches Spiel vor, das Farming-Simulationen mit Rollenspielen vermischt. Dazu gehört auch, dass unser Held eine Katze und dementsprechend alles auf niedlich getrimmt ist.
Gegenmaßnahmen einleiten
Monster wieder einmal! Ja, fiese Monster haben ein kleines Dorf namens Paw Village überfallen. Als Ritter des Reichs werdet ihr dorthin gesendet, um Abhilfe zu schaffen. Nach einer längeren Odyssee landet ihr endlich dort und lernt mehr über die Hintergründe der Attacken. So viel zur Geschichte, die euch Kitaria Fables vorsetzt.
Ihr übernehmt die Rolle eines Katzen-Ritters, der gut mit dem Schwert hantieren kann. Als ihr dann per Zufall einen hilflosen Dorfbewohner rettet, bekommt ihr als Dank gleich neue Aufgaben zugewiesen: Neben eurer Unterkunft befindet sich zusätzlich ein alter Acker, den ihr von nun ab bepflanzen dürft. Wie das zusammenpasst? Das klären wir später.
HQ in niedlicher Optik
Jedenfalls dient das Dorf von nun an als eure Ausgangsbasis für kommende Missionen. Ohne zu viel vorwegzunehmen: Ihr werdet auf euren Abenteuern schnell etwas entdecken, was das Reich nicht befürwortet – nämlich Magie. Insgesamt vier magische Relikte könnt ihr ergattern, die euch in den vier Magierichtungen Feuer, Eis, Wind und Erde unterrichten. Ab dann nimmt Kitaria Fables richtig Fahrt auf.
Im Grunde habt ihr es bei Kitaria Fables mit zwei Welten zu tun: Der ruhigen Farming-Welt innerhalb des Dorfes und der actionlastigen Welt außerhalb von Paw Village. Während eurer Missionen begebt ihr euch immer wieder in neue oder alte Gebiete, um Monster ins Jenseits zu befördern. Das spielt sich auch sehr eingänglich: Aus der isometrischen Draufsicht beharkt ihr Feinde mit Schwert und Magie, rollt Angriffen rechtzeitig aus dem Weg und sammelt neue Objekte ein.
Gut gerüstet
Genau um diese Objekte geht es dann auch, wenn ihr wieder in der Stadt angekommen seid: Mit diesen könnt ihr eure Fähigkeiten, Ausrüstung und Zauber aufbessern. Etwas nervig dabei ist der begrenzte Stauraum, den ihr nutzten dürft. Das macht Kitaria Fables unnötig kompliziert, wenn es um das Haushalten von Ressourcen geht.
Und wenn wir schon von nervigen Dingen sprechen: Warum es keine Schnellreise-Funktionen gibt, ist mir ein Rätsel. Wie oft stand ich bei einem Händler oder Schmied im Dorf, die bestimmten Objekte wollte, die ich in meiner Schatzkiste neben meiner Unterkunft gebunkert hatte. Also hieß es: Füße in die Hand nehmen und hinlaufen. Das könnte wesentlich bequemer gelöst werden.
Von diesen Schwächen mal abgesehen, geht Kitaria Fables ein gemütliches Tempo an: Ihr dürft immer wieder in die umliegenden Gebiete ziehen, um nötige Objekte für Verbesserungen zu farmen. Euer Feld daheim versorgt euch dabei mit Pflanzen, aus denen ihr Tränke macht, die im Kampf unterstützen – praktische Sache.
Für die ganze Familie
Grafisch befindet sich Kitaria Fables in der Sparte der Comicartigen Spielchen: Die putzige Optik lassen den Titel zum Familien-Abenteuer werden – auch wenn darin oft gekämpft wird. Insgesamt habt ihr es aber mit einem gemütlichen Action-Spiel zu tun, das auch etwas Geschick verlangt. Ein Glück, dass die Angriffe eurer Feinde immer mit einem roten Schadensbereich markiert sind. So könnt ihr rechtzeitig ausweichen, wenn ihr wollt.
Fazit
Kitaria Fables ist das, was es verspricht: Eine nette Mischung aus Landwirtschaft und Action-Spiel. Nur ein paar fragwürdige Design-Entscheidungen wie dem stark begrenzten Inventar und der fehlenden Reisefunktion machen Kitaria Fables unnötig zäh. Denn fernab davon wissen die Kämpfe zu unterhalten und das Crafting-System motiviert ungemein. Aber wer weiß: Ein Patch könnte hier tatsächlich Wunder wirken.
Erhältlich für: PC, PS, Xbox, Switch
Website: pqube.co.uk/kitaria-fables