Entwickelt und veröffentlicht von von 7Levels, versucht Kong: Survivor Instinct, uns in eine Welt voller Kaiju und Katastrophen zu entführen. Als Metroidvania-inspiriertes Action-Adventure hat das Spiel einige interessante Ideen, scheitert aber leider öfters an der Umsetzung. Dennoch macht der Trip mit Kong und Co. Durchaus etwas Laune.
Ab ins Monsterverse
Als David Martin, ein alleinerziehender Vater auf der Suche nach seiner Tochter, erkunden wir eine von Monstern verwüstete Westküste der USA. Das Spiel folgt einer klassischen Metroidvania-Struktur mit Plattforming, Kämpfen und Rätseln. Das ist schon mal recht spannend. Mit den großen Vorbildern kann das Spiel aber nicht mithalten: Leider fehlt es dem Gameplay oft an Tiefe und Abwechslung.
Die Kämpfe sind simpel gehalten, mit leichten und schweren Angriffen sowie der Möglichkeit auszuweichen und zu blocken. Spezialangriffe können freigeschaltet werden, fühlen sich aber oft überflüssig an. Die Erkundung leidet unter einem fehlenden Navigationssystem, was zu zielloser Irrfahrt führen kann.
Großes Kino
Visuell bietet Kong: Survivor Instinct eine Mischung aus detaillierten 2.5D-Umgebungen. Die zerstörten Stadtlandschaften sind atmosphärisch gestaltet und bieten einige interessante Plattforming-Abschnitte. Nur hier und da wird die Immersion durch technische Probleme wie Pop-ins und Framerate-Einbrüche gestört. Zum Glück geschieht dies aber eher selten. Der Rest ist schön inszeniert.
Die größten Highlights sind die Sequenzen, in denen Kong und andere Kaiju direkt ins Geschehen eingreifen. Diese Momente, in denen Gebäude zerstört werden und der Spieler durch die Trümmer navigieren muss, sorgen für echte Spannung und Aufregung. Auch toll, wenn mal eine Kirchenglocke knapp am Kopf vorbeirauscht.
Seichte Unterhaltung
Die Handlung bleibt leider oberflächlich. David als Protagonist ist wenig charismatisch, und die wenigen Überlebenden, denen er begegnet, bleiben blass. Die Erzählung leidet zusätzlich unter einer schwachen Audioqualität bei den Zwischensequenzen. Hier wäre mehr drin gewesen.
Viel gravierender sind da die technischen Aspekte. Kong: Survivor Instinct kämpft mit einer Reihe von kleinen Probleme. Neben den bereits erwähnten Framerate-Einbrüchen gibt es Clipping-Fehler und gelegentliche Abstürze. Diese Probleme beeinträchtigen das Spielerlebnis erheblich, da es frustrieren kann.
Fazit
Kong: Survivor Instinct hat einige gute Ideen, scheitert aber am Ende etwas an der Umsetzung. Dennoch ist die Kombination aus Metroidvania-Gameplay und Kaiju-Spektakel wirklich interessant, wird aber leider durch repetitives Gameplay, technische Probleme und eine schwache Story ausgebremst. Die besten Momente des Spiels sind die direkten Begegnungen mit Kong und anderen Monstern. Diese Sequenzen zeigen, was möglich gewesen wäre, wenn das restliche Spiel auf diesem Niveau wäre.
Für Fans von Kaiju-Filmen und Metroidvanias könnte Kong: Survivor Instinct einige unterhaltsame Stunden bieten, aber es fehlt ihm an der Qualität und Tiefe, um wirklich zu begeistern. Und trotzdem ist das Monsterverse auf einem guten Weg nach oben. Ich freue mich schon auf den nächsten Titel.
Erhältlich für: PS, Xbox, PC
Webseite: 7lvls.com/kong-survivor-instinct