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Krut: The Mythic Wings

Endlich vogelfrei: Wie eine fliegende Legende die Welt retten soll.

Alle mal bitte den Arm strecken, die den Film Krut kennen? Nein? Niemand?! Ich zähle mich übrigens auch dazu. Denn der animierte Streifen aus Thailand ist hierzulande wohl nicht sonderlich bekannt. 2018 erzählte der Film die Geschichte der Garuda, eines geflügelten Volkes, deren Heimat von bösen Monstern bedroht wurde. Genau da setzen die Blowfish Studios ebenfalls an und schicken euch in Krut: The Mythic Wings auf einen Befreiungsfeldzug. Anschnallen und los geht's!

Das Ende naht

Krut: The Mythic Wings ist im Herzen ein Hack’n Slash in klassischer Sidescroller-Manier. Ihr kämpft euch aus der Seitenansicht von Level zu Level. Dabei erlegt ihr einen Feind nach dem anderen. Aber bevor ich darauf genauer eingehe, schauen wir uns nochmals die Geschichte an. Jahrelang lebten die Garuda friedlich vor sich hin bis ein gigantischer Oger auftauchte.

Das Vogel-ähnliche Volk musste aus der Hauptstadt Ayodhya fliehen. Die meisten schafften dies jedoch nicht. Einer der Garuda namens Vera entkam nur knapp dem Untergang. Durch etwas Glück schaffte Vera es auf eine abgelegene Insel, auf der ein einsamer Einsiedler lebt. Dieser Einsiedler, ebenfalls ein Garuda, erzählt Vera von den magischen Flügeln, mit denen man dem Oger Einhalt gebieten kann. Also macht sich Vera auf die Suche nach den Dingern.

Somit startet ihr zu Beginn eures Abenteuers mit sehr rudimentären Kampfkenntnissen: Ein leichter Schlag folgt auf einen harten Schlag. Hinzu kommt die Fähigkeit zu fliegen und zu dashen – das war es im Grunde schon. Viel mehr wird in den kommenden zwei bis drei Stunden auch nicht hinzukommen. Das macht Krut: The Mythic Wings ziemlich abwechslungsreich, was ich persönlich von den Blowfish Studios nicht gewohnt bin.

In sechs Levels geht es immer um das Gleiche: Sich durchschnetzeln und am Ende einen dicken Boss zerlegen. Mittendrin wartet zudem immer noch ein Mini-Boss auf sein Ende. Die eigentliche Action zwischendrin ist Dank der schwammigen Steuerung und der behäbigen Angriffe unter dem Mittelmaß anzusiedeln. Zum Glück sieht das bei den Bossen anders aus: Diese werden euch fordern – je nachdem, für welchen Schwierigkeitsgrad ihr euch entschieden habt.

Kleine Skills für zwischendurch

Während seiner Reise sammelt Vera Erfahrungspunkte, mit denen ihr euch neue Fähigkeiten hinzukaufen könnt. Dadurch schlagt ihr kräftiger zu, bekommt einen zusätzlichen Speicherpunkt innerhalb eines Levels, vertragt mehr Schläge oder ladet eure ultimative Fähigkeit schneller auf. Mit dieser dürft ihr übrigens ein paar Sekunden lang richtig viel Schaden austeilen – gut für einen Boss-Kampf.

Grafisch macht Krut: The Mythic Wings auf den Screenshots einen guten Eindruck. In Bewegung wirken manche Szenen aber doch recht merkwürdig. Die Animationen sind abgehakt und unser Held erscheint hier und da recht hölzern – was wiederrum perfekt zum Kampfsystem passt, um es böse auszudrücken. Leider bleibt der Spaß dadruch recht schnell auf der Strecke.

Fazit

Machen wir es kurz: Krut: The Mythic Wings ist kein sonderlich gutes Spiel – auch wenn der erste Blick das vermuten lässt. Es wirkt an vielen Stellen lieblos zusammengeschustert und zu rudimentär. Dabei ist die Idee dahinter gar nicht schlecht. Die Bosse zeigen, wie viel Potenzial hier schlummert. Nur der Weg von Boss zu Boss wird schnell zu einer quälenden Odyssee, bei der Abwechslung Fehlanzeige ist. Das ist recht schade, wenn man bedenkt, dass die Blowfish Studios auch anders können. Ob Krut: The Mythic Wings der Filmvorlage damit gerecht wird, kann ich euch leider nicht sagen. Vielleicht schaue ich mir den Streifen ja irgendwann an.

Erhältlich für: Xbox, Playstation, PC, Switch
Website: blowfishstudios.com/game/krut