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Kunitsu-Gami: Path of the Goddess (Switch 2)

Ein überraschend stimmiger Genre-Mix mit japanischem Flair.

Mit Kunitsu-Gami: Path of the Goddess bringt Capcom eine der ungewöhnlichsten Genre-Mischungen der letzten Jahre auch auf die Switch 2 – und das Ergebnis überzeugt auf ganzer Linie. Bereits auf anderen Plattformen gefeiert, zeigt sich das Spiel auf Nintendos neuer Hybridkonsole technisch stark und atmosphärisch dicht. Doch was macht den Reiz dieses Titels aus, und wie schlägt sich die Switch 2-Version im Vergleich?

Japanische Ästhetik trifft starke Performance

Kunitsu-Gami ist ein Fest für Fans japanisch inspirierter Spiele. Die Optik erinnert nicht zufällig an Ōkami: Farbenfrohe, teils surreale Umgebungen, spirituelle Motive und eine stilisierte Darstellung der Charaktere sorgen für einen ganz eigenen Charme. Die RE Engine von Capcom sorgt auch auf der Switch 2 für eine stabile Framerate und scharfe Bilder – selbst in actionreichen Szenen gibt es keine nennenswerten Einbrüche.

Das Sounddesign ist atmosphärisch und bietet neben Originalmusik auch Neuinterpretationen bekannter Ōkami-Stücke, was das Erlebnis für Fans noch runder macht. Die Sprachausgabe ist wahlweise auf Englisch oder Japanisch verfügbar, die Texte sind vollständig auf Deutsch übersetzt.

Ein Pluspunkt: Die Switch 2-Features werden gut genutzt. Die neue Maus-Funktion der Joy-Con 2 wird unterstützt, funktioniert aber optional – die klassische Controller-Steuerung bleibt präzise und angenehm.

Ein Mix aus Hack & Slay, Strategie und Tower Defense

Das Herzstück von Kunitsu-Gami ist sein gelungener Genre-Mix. Ihr steuert die Protagonistin Yoshiro in Echtzeit durch abwechslungsreiche Level, in denen ihr nicht nur Gegner im Hack-&-Slay-Stil bekämpft, sondern auch strategisch agieren müsst. Tagsüber plant ihr eure Verteidigung, platziert Dorfbewohner und baut Fallen, nachts müsst ihr Yoshiro gegen immer stärkere Feindeswellen verteidigen. Die Mischung aus Action und Strategie geht überraschend gut auf und sorgt für einen stetigen Wechsel zwischen Planung und Adrenalin.

Die Lernkurve ist angenehm: Schon nach kurzer Zeit versteht ihr die wichtigsten Mechaniken, doch mit jeder neuen Mission kommen weitere taktische Möglichkeiten und Gegnertypen hinzu. Das Spiel bleibt dadurch bis zum Ende abwechslungsreich und fordert euch immer wieder, eure Taktik anzupassen. Nach Abschluss der Hauptkampagne warten mit „Neues Spiel +“ (stärkere Gegner, neue Aufgaben) und dem Horde-Modus „Jenseitiges Wagnis“ weitere Herausforderungen, die den Wiederspielwert deutlich erhöhen.

Atmosphäre & Wiederspielwert

Die spirituelle, mystische Stimmung und die liebevoll gestalteten Umgebungen machen Kunitsu-Gami zu einem echten Wohlfühlspiel für alle, die japanische Kultur und fantasievolle Settings mögen. Auch Fans von Ōkami kommen hier voll auf ihre Kosten. Für Strategen und Actionfans bietet das Spiel gleichermaßen unterhaltsame Stunden – die Balance zwischen den Genres ist überraschend ausgewogen.

Kritik & Zielgruppe

Wer auf eine tiefgründige Story und komplexe Charaktere hofft, könnte enttäuscht werden: Die Handlung bleibt eher im Hintergrund, der Fokus liegt klar auf Gameplay und Atmosphäre. Für Spieler, die Wert auf narrative Tiefe legen, ist das Spiel daher weniger geeignet. Wer aber Lust auf einen kreativen Mix aus Action, Strategie und japanischem Flair hat, bekommt mit Kunitsu-Gami eine der frischesten Genre-Perlen des Jahres.

Fazit: Überraschend vielseitig, technisch stark, atmosphärisch dicht

Kunitsu-Gami: Path of the Goddess überzeugt auf der Switch 2 mit starker Technik, kreativen Ideen und einer einzigartigen Atmosphäre. Der Genre-Mix funktioniert hervorragend, die Switch 2-Version läuft stabil und nutzt die neuen Features sinnvoll aus. Für Fans japanischer Spiele, von Hack-&-Slay-Action und Strategie ist das Spiel ein echter Geheimtipp – und ein weiteres Beispiel dafür, wie viel Potenzial in Nintendos neuer Konsole steckt.

Erhältlich für: Switch 2, PC, PS, Xbox 
Webseite: nintendo.com/de-de/Spiele/Nintendo-Switch-2-Spiele/Kunitsu-Gami-Path-of-the-Goddess-2807503.html