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Lego Brawls

Verklemmt und zugenäht: Diese Klötzchen haben einige schlagkräftige Argumente für euch.

Wenn es um Lego geht, bin ich eigentlich immer ganz Ohr. Auf der gamescom habe ich mir keine IP rund um die Klemmbausteine entgehen lassen. Bandai Namco hat nun mit Lego Brawls ein Prügelspiel am Start, das nach einer ganz einfachen Prämisse handelt: Spaß haben und mit Lego spielen.

Wie ein bunter Lego Kasten

Wie der Name schon andeutet, ist Lego Brawls ein waschechter Brawler, der sich an ein jüngeres Publikum richtet. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Lego Universen, die wir von den realen Bausteinen kennen. Unter anderem hätten wir da Jurassic World, Piraten, Ritter, Sci-Fi, aber natürlich auch die Ninjas aus Lego Ninjago. All diese und weitere Themen-Welten nimmt sich das Spiel zur Grundlage für die verschiedenen Arenen, in denen gekämpft wird.

Das Besondere an dem Spiel: Hier gibt es nicht unterschiedliche Klassen, sondern ihr erstellt eure Figur einfach selbst. Dazu greift ihr auf einen anfangs sehr überschaubaren Sammelkasten zurück. Wählt euren Kopf, Rumpf, Unterleib, Accessoires und Waffen aus – schon kann’s losgehen. Das ist so simpel gehalten, dass es jüngeren Spieler:innen definitiv Spaß machen wird, nach jedem Kampf seinen Avatar neuzugestalten.

Einfach, aber spaßig

Spielerisch ändert das Aussehen allerdings nichts. Die Steuerung ist einfach und recht rudimentär: Schlagen, hüpfen, Spezialattacken. Das war es im Großen und Ganzen. Und für dieses Spiel reicht das auch vollkommen aus. Erwartet keine Spezialmanöver, wie man sie aus Fighting Games kennt. Hier ist alles auf den schnellen, einfachen Spaß ausgelegt. Aber wie spielt sich Lego Brawls denn nun? Schauen wir uns mal die Spielmodi an.

Insgesamt habt ihr die Wahl aus vier unterschiedlichen Modi: Battle Royale, Free for All, Control the Point und Collection. Sämtliche Modi spielt ihr mit acht Personen. Dabei entscheidet ihr, ob ihr online oder offline zocken wollt – dazu später mehr. Lasst uns einen Blick auf die Modi werfen.

Alle Achte

Bei Battle Royale geht es ums Überleben: Wer als letzte Figur auf dem Spielfeld stehen bleibt, gewinnt – simpel. Hier spielen alle acht gegeneinander. Ebenfalls alle gegen alle ist Free for all: Die Regeln sind ähnlich wie bei Battle Royale, nur zählt hier ein Timer herunter. Ist der Timer auf Null, gewinnt die Figur mit den meisten Kills. Bei Collection ist der Name Programm: Der Affenkönig möchte leckere Pfirsiche haben – und ihr sollt sie sammeln.

Wer nach Ablauf der Zeit die meisten Pfirsiche hat, gewinnt. Natürlich wird sich zwischendurch ordentlich geprügelt. Mehr Teamwork erfordert Controll the Point: Hier treten vier gegen vier an. Ihr sollt eine Fläche belagern und so lange draufstehen, bis der Balken in euerer Farbe gefüllt ist. Da kommt eine schöne Dynamik auf.

Sämtliche Modi sind wirklich schnell zu begreifen und einfach zu erlernen. Man merkt schnell, dass das Spiel auf ein jüngeres Publikum abzielt. Aber das geht völlig in Ordnung. Nur eine Sache geht nicht in Ordnung: Der Online-Modus. Denn wenn ihr auf der Konsole online spielen wollt, ist eine Mitgliedschaft bei PS Plus oder Xbox Live Pflicht. Andere Spiele wie Fall Guys oder Multiversus verlangen das nicht. Doch das reicht nicht: Einige der Erfolge sind lediglich im Online-Modus zu erlangen – und das ist wirklich unverschämt. Diese Hürde erwartet man bei einem Spiel, das 40 Euro kosten, wirklich nicht.

(K)ein Online-Vergnügen

Kommen wir zu erfreulicheren Themen: Die Grafik ist zuckersüß und fängt den Charme der Lego Bausteine herrlich ein. Nach jedem Kampf schaltet ihr ein neues Objekt für euren Baukasten frei: Neue Köpfe, Capes, Waffen oder andere Teile eines Charakters. Das motiviert für eine Weile. Zusätzlich könnt ihr gezielt Figuren und Accessoires aus euren Lieblingswelten freischalten. Dann bekommt ihr für absolvierte Kämpfe Erfahrungspunkte und schaltet Stück für Stück weitere Objekte frei. So könnt ihr beispielsweise schnell für Jurassic Park passende Outfits erwerben – coole Idee, die junge Spieler:innen nochmals motivieren sollte.

Fazit

Lego Brawls erfindet das Rad nicht neu, weiß aber zu unterhalten. Die Kämpfe sind spaßig und äußerst kurzweilig. Lediglich die Tatsache, dass man für Online-Matches ein bestehendes Abo benötigt, hat einen faden Beigeschmack. Ansonsten ist dieser familienfreundliche Prügelspaß ein schöner Zeitvertreib für jüngere Spieler:innen.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: legobrawlsgame.com