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LEGO Brickheadz Gandalf der Graue & Balrog

Epischer Kampf in Würfelform

Von Herr der Ringe kann ich nie genug bekommen. Umso glücklicher war ich damals, als ich hörte, dass LEGO die beliebte Lizenz zurückbringt. Bruchtal und Barad-dûr sind zwei herrliche Sets, von denen es hoffentlich bald mehr gibt – schaut sie euch auf jeden Fall mal an. Mit den Brickheadz Sets erweiterte LEGO die Welt von Herr der Ringe in eckiger Form. Stellt es euch als LEGOs Antwort auf die Funko Pop Figuren vor. Mit Gandalf und dem Balrog bin ich nun in diese Reihe eingestiegen – immerhin eine der ikonischsten Szenen der Filmtrilogie. Hier zeige ich euch, was ich beim Aufbau erlebt habe.

Unboxing und erster Eindruck

Als ich die Schachtel öffnete, fiel mir sofort die schiere Menge an schwarzen Teilen für den Balrog auf. "Na, das kann ja heiter werden", dachte ich mir und hatte schon Sorge, dass ich die Teile kaum auseinanderhalten können würde. Zum Glück waren die 348 Teile säuberlich in Tütchen verpackt. Die beiden separaten Anleitungen für Gandalf und den Balrog waren eine nette Überraschung – so konnte ich meinen ältesten Sohn überreden, beim Bau mitzumachen. Wobei Überreden vielleicht der falsche Ausdruck ist: Ich musste ihn überreden, dass ich auch eine Figur aufbauen durfte.

Der Aufbau: von grau zu feurig

Wir begannen mit Gandalf und ich war erstaunt, wie detailliert die kleine Figur trotz ihrer kubischen Form wurde. Sein markanter Hut, der lange Bart und sogar sein Zauberstab samt Schwert in der anderen Hand – alles war da. Als wir seinen grauen Umhang fertigstellten, konnte ich nicht anders als "Du kannst nicht vorbei!" zu rufen. Mein Sohn hatte keine Ahnung, warum ich das jetzt gesagt hatte. Natürlich habe ich es ihm kurz erklärt mit dem Hinweis, dass er die Filme erst in ein paar Jahren sehen wird.

Dann ging es an den Balrog und hier wurde es wirklich interessant. Die Grundform war schnell gebaut, aber dann kamen all die Details: Die geschwungenen Hörner, die Flügel und – mein persönliches Highlight – der Schwanz. Ich war beeindruckt, wie LEGO es geschafft hat, mit eckigen Teilen so organische Formen zu erschaffen. Als wir die letzten transparenten orange-roten Teile für die Flammen anbrachten, sah der Balrog wirklich beeindruckend aus.

Das Endergebnis: klein, aber oho!

Als beide Figuren fertig waren und nebeneinander standen, musste ich schmunzeln. Da standen sie nun, Gandalf und der Balrog, in all ihrer würfeligen Pracht. Trotz ihrer vereinfachten Form strahlten sie eine unglaubliche Präsenz aus. Gandalf wirkte mit seinem ernsten Gesichtsausdruck und dem erhobenen Stab wirklich würdevoll. Der Balrog hingegen war eine gelungene Mischung aus bedrohlich – ich wage es zu sagen – irgendwie niedlich.

Was mich besonders freute, waren die kleinen Details. Gandalfs Schwert Glamdring war dabei, ebenso wie die Peitsche des Balrog (es lag sogar eine extra Peitsche in einer Tüte). Die verwendeten Farben passten perfekt: Gandalfs Grautöne kontrastierten wunderbar mit dem Schwarz und den Flammenfarben des Balrog.

Fazit

Nach etwa einer Stunde Bauzeit (inklusive Kaffeepause und weitläufigen Erklärungen zu der Herr der Ringe) stand das Duo vor mir. Ich muss zugeben, ich war positiv überrascht. Als Brickheadz-Skeptiker hatte ich meine Zweifel, ob die klobige Form den Charakteren gerecht werden würde. Aber LEGO hat es geschafft, den Geist der Figuren einzufangen.

Sicher, der Balrog ist weit entfernt von der furchterregenden Bestie aus den Filmen. Aber gerade seine übertriebenen Proportionen und die fast schon niedlichen Augen geben ihm einen ganz eigenen Charme. Gandalf hingegen ist erstaunlich detailgetreu und sofort erkennbar.

Für knapp 20 Euro bekommt ihr hier ein Set, das nicht nur Spaß beim Bauen macht, sondern auch toll in der Vitrine oder auf dem Schreibtisch aussieht. Es ist eine perfekte Mischung aus Sammlerstück und Spielzeug.