Kaum ein Charakter steht so sehr für das Herz der Star Wars-Saga wie R2-D2. Seit seinem Debüt 1977 in „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ ist der kleine Astromech-Droide aus Naboo in fast jedem Film der Skywalker-Saga dabei, rettet Helden aus brenzligen Situationen, repariert Raumschiffe und ist treuer Begleiter von C-3PO, Luke Skywalker und vielen anderen. R2-D2 ist nicht nur ein technisches Wunder, sondern auch ein emotionaler Anker der Reihe – und gemeinsam mit C-3PO der einzige Charakter, der in jeder Trilogie eine zentrale Rolle spielt.
Eine Legende aus Klemmbausteinen
Mit dem Set LEGO Star Wars 75379 bringt LEGO eine neue, kompaktere Version des berühmten Droiden auf den Markt. Das Set besteht aus 1.050 Teilen und richtet sich an Fans ab 10 Jahren. Besonders zum 25-jährigen Jubiläum von LEGO Star Wars ist das Set ein Highlight: Neben einer kleinen R2-D2-Minifigur liegt erstmals auch eine exklusive Darth Malak-Minifigur bei – ein echtes Sammlerstück für Fans des „Knights of the Old Republic“-Universums. Bei mir hat es jedenfalls für ein breites Grinsen gesorgt.
Zwei sehr entspannte Abende
Der Bauprozess ist insgesamt angenehm und dauert etwa drei bis vier Stunden. In meinem Fall waren es zwei gemütliche Abende, die mich der LEGO R2-D2 beschäftigt hat. Die Anleitung ist, wie von LEGO gewohnt, sehr klar und verständlich, allerdings fehlt diesmal jeglicher Hintergrund zur Figur oder zum Set. Das war etwas schade, weil ich da zuletzt mit C-3PO oder der Zeitmaschine aus Zurück in die Zukunft mehr gewohnt war. Zum Beispiel gab es interessante Infos zum Designer oder der Figur selbst. Das ist jetzt nicht sonderlich wichtig, aber immer ein nettes Detail.
Übrigens: Das einzige Foto von R2-D2 aus dem Film, das als Vergleich zwischen dem Original und dem LEGO-Modell dient, ist leider etwas unscharf gewählt – hier hätte LEGO definitiv mehr Liebe zum Detail zeigen können. Ein weiterer kleiner Wermutstropfen: Die Tüten sind noch aus Plastik und nicht aus Papier, was angesichts der jüngsten Nachhaltigkeitsbemühungen von LEGO etwas enttäuschend wirkt.
Clever designt
Beim Bau selbst merkt man, wie viel Wert auf die ikonische Form und die typischen Details gelegt wurde. Der R2-D2 ist rund 23 cm hoch und wirkt durch seine Proportionen sehr stimmig – und er passt perfekt zu C-3PO (75398) ins Regal. Als Team sind die beiden unschlagbar. Schauen wir aber noch mal auf den eigentlich Bau von R2-D2.
Die Beine werden symmetrisch gebaut, was naturgemäß etwas eintönig ist, aber durch die cleveren Bautechniken für die Rundungen und die robusten Gelenke wird das Modell am Ende sehr stabil. Besonders gelungen ist die Umsetzung der verschiedenen Werkzeuge: Ihr könnt R2-D2s berühmte Computer-Interface-Sonde, den Periskopaufsatz und weitere kleine Gimmicks anbringen oder abnehmen. Leider sind diese Tools nicht im Modell integriert, sondern müssen separat angebracht und aufbewahrt werden, was zwar die Optik nicht stört, aber beim Präsentieren etwas umständlich ist.
Auf drei oder zwei Beinen?
Die mittlere Stütze (das dritte Bein) lässt sich nicht wie bei der großen UCS-Version einfahren, sondern muss abgenommen werden. Das fühlt sich beim ersten Mal etwas ungeschickt an, funktioniert aber zuverlässig und ohne das Modell zu beschädigen. Persönlich bevorzuge ich den kleinen Roboter auf drei Beinen.
Insgesamt ist die Beweglichkeit sehr ordentlich, sofern ihr ihn öfters mal in den Hand nehmt: Der Kopf lässt sich komplett um 360 Grad drehen, die Beine können in verschiedene Positionen gebracht werden, und auch das „Scuba-Periskop“ aus Episode V ist dabei. Die Sticker für die Kabel und Details sind zwar etwas fummelig, aber sorgen für ein authentisches Gesamtbild. Mir gefällt es jedenfalls.
Sehr schicke Beilage
Ein echtes Highlight ist die beiliegende Darth Malak-Minifigur, die auf einem eigenen Präsentationsständer mit Jubiläumsplakette thront. Warum gerade Malak dabei ist, bleibt ein Rätsel, aber für Sammler ist das eine tolle Ergänzung. Mir gefällt die Figur jedenfalls sehr gut und weckt zudem wohlige Erinnerungen an Knights of the old Republic. Die kleine R2-D2-Minifigur und eine UCS-ähnliche Plakette runden das Set ab.
Fazit
Unterm Strich ist das Set nicht nur ein schönes Display-Modell, sondern auch ein gelungenes Spielobjekt – robust genug für jüngere Fans, aber detailliert genug für erwachsene Sammler - daher wohl auch die Jahresangabe ab 10. Die Bauweise ist solide, wenn auch nicht besonders abwechslungsreich, und die Anleitung lässt keine Fragen offen. Schade ist nur, dass die Präsentation in der Anleitung und die Verpackung etwas lieblos im Vergleich zu anderen Sets wirken und die Plastikverpackung nicht mehr zeitgemäß ist. Aber hier verspricht LEGO bereits, dass bald alle Sets umgestellt werden. Sehr löblich!
Machen wir es kurz: Der LEGO Star Wars R2-D2 ist ein rundum gelungenes Set, das mit seiner Größe, den liebevollen Details und den exklusiven Minifiguren überzeugt. Für Fans, besonders jene, die schon C-3PO im Regal stehen haben, ist dieses Modell die perfekte Ergänzung – und endlich hat R2-D2 wieder Gesellschaft. Auch wenn der Bau etwas monoton ist und ein paar Kleinigkeiten stören, ist der neue R2-D2 ein echtes Highlight zum Jubiläum und ein Muss für Star Wars- und LEGO-Liebhaber. Ich bin gespannt, was LEGO noch in diesem Jahr zu Star Wars abliefert.
Webseite: lego.com/de-de/product/r2-d2-75379