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Let's School

Das Leben als Rektor mit Anime-Ambitionen.

Wie sieht das Leben als Schulleiter eigentlich aus? Habt ihr euch das je gefragt? Egal, ob ihr diese Frage mit Ja oder Nein beantwortet, bei Let’s School könnt ihr genau das erleben. Das Spiel aus dem Hause Pathea wirft euch in die Rolle eines Rektors, der eine heruntergekommene Schule wieder in neuem Glanz erstrahlen lassen soll. Doch dafür gibt es einiges zu tun.

Aus Ruinen neu erbauen

Bei Let’s School habt ihr es mit einer unterhaltsamen Simulation bzw. einer Management-Sim zu tun. Als frisch gebackener Schulleiter landet ihr per Bus an einer sehr renovierungsbedürftigen Schule. Übrigens durftet ihr den Schulleiter zuvor im Menü selbst gestalten. Bei mir ist es ein netter Glatzenträger mit Pullunder geworden. Die Herausforderung wartet.

Kaum bin ich an dem ramponierten Schulgelände angekommen, begrüßt mich schon gleich eine junge Dame, die sich als Lehrpersonal entpuppt. Gemeinsam mit ihr soll ich den Laden auf Vordermann bringen. Dabei sind die ersten Handgriffe schnell gelernt: Ihr bewegt die Kamera hin und her und ruft das Menü auf. Dort findet ihr alles, was euch das Schulleben erleichtert.

Bob wäre stolz auf euch

Let’s School zeigt euch alsbald, auf welchen Stützen es steht. Schon in den ersten Minuten räumt ihr den Pausenhof auf, repariert kaputte Wände und zieht eigene Klassenräume ein. Hier erinnert Let’s School etwas an Simulationen wie Dungeon Keeper oder Evil Genius, ohne dabei böse zu sein. Sobald euer erster Klassenraum steht und die Wände und Decken wieder halten, kann es richtig losgehen.

Eure Aufgabe: Rekrutiert Schüler und Schülerinnen für eure neue Schule. Dazu geht es in die nahegelegene Stadt, in der ihr ein paar der Jugendlichen direkt ansprecht – auf Papier klingt das etwas merkwürdig und rechtswidrig, muss ich sagen. Habt ihr ein paar passende Teenies gefunden, geht es wieder zurück in die Schule.

Pflegebedürftig

Im Grunde kümmern sich alle selbst um sich, haben aber bestimmte Wünsche und Be-dürfnisse. Und hier zeigt sich die andere Stütze von Let’s School. Im Social-Teil kümmert ihr euch nämlich genau darum – um die Bedürfnisse eurer Schüler und Lehrer. In großen Menüs seht ihr, was die Personen in eurer Nähe wollen bzw was ihr ihnen geben könntet.

Nach einem etwas hakeligen Start – dazu komme ich gleich – erstellt ihr schon die ersten Lehrpläne für eure kleine Klasse. Das Ziel eines jeden Schuljahrs sollte es sein, dass sämtliche Schüler ihren Abschluss machen können bzw. bestens darauf vorbereitet sind. Dies erreicht ihr, indem ihr den Schülern verschiedene Fächer zuweist. Allerdings hat jedes Individuum seine eigenen Interessen und damit auch Stärken und Schwächen. Nur mit einem ausbalancierten Stundenplan könnt ihr das Ziel erreichen.

Was heißt eigentlich Bahnhof auf Japanisch?

Das klingt jetzt vielleicht komplizierter als es letztlich ist. Vieles müsst ihr einfach ausprobieren. Und da kommen wir zum ersten Kritikpunkt an Let’s School. Ich würde Dinge gern ausprobieren, wenn ich wüsste, wozu sie geschaffen wurden. Die Erklärungen sind manchmal etwas vage, nicht eindeutig oder schlichtweg gar nicht übersetzt. Dann schimmern euch japanische Schriftzeichen entgegen, mit denen ich leider nichts anfangen kann. Hier sollten die Entwickler:innen unbedingt nachbessern. Das sollte schnell behoben sein.

Davon ab fehlt mir nach einer Weile etwas die Abwechslung. Das Management-System ist sehr gut gemacht, bietet mir auf Dauer aber zu wenig Neuerungen. Das ist aber meckern auf hohem Niveau und wohl bei vielen Spielen dieser Art so. Daher komme ich noch schnell zur Grafik.

Let’s School konzentriert sich auf einen bunten Comic-Stil mit wenigen Polygonen. Da wir oft aus der Vogelperspektive auf unsere Schule schauen, ist das nie ein Problem. Let’s School wirkt aus diesem Blick sehr niedlich. Eigentlich merken wir davon nur etwas, wenn wir einen Charakter gestalten sollen. Oder wenn wir Schuluniformen bestimmen dürfen. Kurz gesagt: Für mich passt dieser Look zum Thema des Spiels. Und damit ziehen wir ein Fazit.

Fazit

Let’s School ist eine muntere Simulation des Schulalltags aus Sicht eines Rektors. Ich hätte selbst nicht gedacht, wie amüsant das sein kann, seinen eigenen Schäfchen etwas beizubringen. Die Mischung aus sozialer Interaktion und Bau-Management bietet genügend Material, um euch einige Stunden zu unterhalten. Nur auf Dauer könnte das etwas monoton werden. Hinzu kommen einige schlecht oder gar nicht übersetzte Tutorials, was sich sicher schnell beheben lassen kann. Wenn ihr also Lust auf die Leitung einer Schule habt, dann schaut hier doch mal rein.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: store.steampowered.com/app/1937500/Lets_School