Lethal Honor – Order of the Apocalypse schickt dich als Teil einer geheimen Organisation direkt in eine düstere Comic-Endzeit. Bewaffnet mit Mut, Klinge und einer Prise Hoffnung kämpfst du gegen groteske Eldritch-Wesen, paranormale Bedrohungen und den eigenen Schatten. Optisch gibt’s kernigen Comicstil à la 80er-Dystopie, spielerisch erwartet dich kompromissloser Roguelite-Spaß mit jeder Menge taktischer Tiefe.
Progression, taktischer Nahkampf und das Shadow-System
Das Spielprinzip folgt klassischen Hack’n’Slash-Roguelite-Gesetzen: Jeder Run startet im Awakening Room, dem Hauptquartier, in dem neue Artefakte, Upgrades und freigeschaltete Storyfetzen warten. Mit wechselnden Agent:innen – jeder mit individuellen Skills und Mini-Storys – wagst du dich in prozedural generierte Biome.
Mach dich bereit für verlassene Laboratorien, finstere Monsterhöhlen, geflutete Ruinen und von Dämonen verseuchte Städte. Nahkampf, Ausweichen und geschickter Waffeneinsatz (Hammer, Katana, Bomben…) sind hier Pflicht, denn Gegner können richtig einstecken und clever kontern.
Wie hoch ist dein Einsatz?
Das „Shadow-System“ sorgt für Extra-Spannung: Je mehr Geheimräume und riskante Türen du öffnest, desto höher der Schwierigkeitsgrad und die Belohnung. Jeder neue Fund birgt Chancen, aber auch tödliche Risiken – perfekter Stoff für echte Roguelite-Fans.
Spielmechanisch ist das ständige Neu-Anpassen des Builds Pflicht: Module, Artefakte und zeitlich begrenzte Buffs verändern deinen Stil und fordern Kreativität. Nach jedem Ableben werden Progression, Skills und Story vorangetrieben. So wächst deine Truppe und du tauchst tiefer in die düstere Lore des Lethal Honor-Instituts ein.
Comic-Look, Endzeit-Flair und Atmosphäre satt
Lethal Honor brilliert mit einem unverwechselbaren, handgezeichneten Comic-Look – düster, brutal, aber stets stilisiert. Jede Cutscene erscheint als comicartiges Panel, Soundtrack und Effekte sorgen für einen dichten Endzeit-Grusel, der an Hades oder Dead Cells erinnert, aber eindeutig auf Erwachsene zielt. Die Story entfaltet sich nach und nach und lässt dich das komplexe, apokalyptische Puzzle mit jeder Mission weiter zusammensetzen.
In den Biomen gibt es jede Menge Abwechslung: Insektenmonster, dämonische Bosse, gefährliche Fallen und zerstörbare Umgebungen sorgen fortlaufend für Frischzellenkur. Die Atmosphäre bleibt dabei stets angespannt und geheimnisvoll – befeuert durch skurrile NPCs, Comic-Dialoge und die immer drohende Endgültigkeit jedes Runs.
Schwächen und Wiederspielwert
Ein paar kleine Macken bleiben nicht aus: Die geringe Figurenvielfalt, vereinzeltes Einfrieren des Bildschirms und kleine Bugs wie Problemchen mit Seitenverhältnissen können den Spielspaß trüben. Doch das passierte beim Test zum Glück nur selten.
Die Lernkurve ist steil und Casual-Spieler:innen könnten an den ersten Runs verzweifeln, erfahrene Roguelite-Fans finden jedoch gerade in der gnadenlosen Progression Dauerfutter. Ja, das kann schon motivierend sein, wenn man sich mal reingefuchst hat.
Fazit: Stylischer Albtraum für Strateg:innen und Comic-Liebhaber
Lethal Honor – Order of the Apocalypse ist ein fordernder Roguelite, der mit stimmigem Comic-Look, abwechslungsreichen Biomen und großartiger Endzeit-Atmosphäre punkten kann. Das innovative Shadow-System und die dynamische Progression machen jeden Run anders, die Story entfaltet sich wie ein düsteres Comic-Buch. Kleine Schwächen bei Komfort und Abwechslung werden von der packenden Präsentation und dem fordernden Gameplay meist kompensiert. Wer Hades, Dead Cells oder Rogue Legacy mag, findet hier einen neuen Connor fürs virtuelle Apokalypse-Karussell.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Webseite: lethalhonor.com