40 Euro: So viel kostet die Ar18 Aero Speed Maus von Lexip. Für eine Gaming-Maus scheint das ein sehr günstiger Preis zu sein. Ob man damit wirklich seinen Spaß haben kann? Genau das schauen wir uns mal genauer an.
Puristischer Start
Bei dem Preis macht die Verpackung natürlich wenig daher bzw ist völliger Standard. Auch der Inhalt beschränkt sich auf ein Minimum: In der Packung befindet sich die Maus, ein Aufladekabel und ein USB-Adapter für den kabellosen Betrieb. Mehr Schnickschnack gibt es nicht bei der Aero Speed von Lexip. Dafür ist die Maus selbst aber ein Hingucker.
Mit ihrem kantigen Design schreit das gute Stück quasi nach einer Gamer-Hand. Als ich meine Finger dann probeweise um die Maus lege, merke ich direkt, dass die Ar18 eher für Menschen mit größeren Händen gemacht ist – oder wahlweise auch mit längeren Fingern. Bei meiner Handgröße geht das gerade noch so, aber meine Frau muss mit ihren Fingern passen.
Die Aero Speed ist nach dem ersten Anschließen an den PC direkt einsatzbereit – was anderes hätte ich heutzutage auch nicht erwartet. Mein erster Eindruck: Dank der schicken Keramikfüßchen ist die Maus ganz schön geschmeidig unterwegs. Das fühlt sich schon richtig gut an. Die sechs Tasten erreiche ich ebenfalls problemlos, wobei die beiden Daumentasten für mich ungewohnt hoch liegen.
Apropos Daumentasten: Die Ar18 Aero Speed ist übrigens nur für Rechtshänder:innen geeignet – nicht, dass ich das vergesse. Aber bevor wir uns hier weiter mit Kleinigkeiten aufhalten, schauen wir doch mal auf den Einsatz der Maus im Ernstfall. Also laden wir mal ein paar Spiele und sehen, wie sie die Maus hier schlägt.
Gut verkabelt – oder eben nicht
Übrigens lässt sich die Maus bequem per Ladekabel anschließen. Das ist mit etwas über 1,5 Meter Länge ist jetzt nicht sonderlich lang, reicht aber für die ersten Versuche. Danach schalte ich auf den Wireless Betrieb. Das Erstaunliche: Über den gesamten Testverlauf musste ich die Maus nicht erneut aufladen – was mir erst im Nachhinein so richtig deutlich wurde. Anders gesagt: Die Akkuleistung ist enorm. Gefällt mir. Kommen wir aber wieder zurück auf die Spiele.
Da ich gerade an Age of Empires 4 werkel, begleitet mich die Aero Speed ins Mittelalter zu einem strategischen Feldzug. Der Akku ist aufgeladen und für die kommenden Stunden kann ich mich voll auf die Kampagne konzentrieren. Das gelingt mir sogar fast schon zu gut: Denn nach 15 Minuten hätte ich fast vollkommen vergessen, dass ich die Maus und nicht das Spiel testen wollte.
Die Maus ging mir so ins Blut über, dass ich nicht bemerkt habe, dass ich hier eine neue Gefährtin an meiner Seite habe – das sehe ich als dicken Pluspunkt. Also wechseln wir das Spielchen. Auch beim Third-Person-Abenteuer God of War macht mir die Aero Speed keinerlei Sorgen. Also gehe ich mal auf die extremste Maus-Tour – ein First-Person-Shooter. Und da merke ich dann die 40 Euro etwas …
Nicht zu sehr auf Tuchfühlung
Lexip verwendet nämlich einen recht billigen Sensor, der die Bewegungen abtastet. Bei sehr schnellen Aktionen merke ich eine leichte Verzögerung – was bei First-Person-Shooter ständig vorkommt. Da ich kein Profi bin, macht mir das am Ende nicht so viel aus. Aber alle, die kompetitiv spielen, sollten definitiv eine andere Maus nutzen. So viel mal zum Praxistest. Die Aero Speed hat aber noch ein paar andere kleine Highlights zu bieten.
Während der gesamten Testphase sind mir die vorher erwähnten Keramikfüßchen positiv aufgefallen. Die Maus gleitet hervorragend über die Mausmatte. Von daher hat sie den Namen Aero Speed redlich verdient. Die auf der Rückseite befindliche LED-Leiste habe ich noch gar nicht erwähnt: Auf Wunsch könnt ihr per Software dem Streifen eine Farbe zuteilen. Auch wenn das Optionsmenü vier Varianten anbietet, handelt es sich immer um eine Farbe gleichzeitig – mal pulsierend, mal statisch oder an die Sensor-Auflösung angepasst. Dabei fällt auf, dass der Farbverlauf nicht gleichmäßig ist. An der Stelle, wo die Hand aufliegt, ist der Verlauf stärker und verblasst an der Seite.
Fazit
Ich könnte euch hier noch mit technischen Details beschallen, aber die findet ihr auf der Produktseite von Lexip selbst. Das Wichtige an dem Test ist meiner Ansicht nach der persönliche Eindruck und die Praxiserfahrung – und in Sachen Praxis hat die Ar18 Aero Speed einen guten Eindruck hinterlassen. Dafür ein Dankeschön an Lexip für das Testmuster. Die Maus eignet sich hervorragend für alle, die ihre Freiheit beim Spielen genießen wollen. Denn die Akkuleistung im kabellosen Betrieb ist genauso hervorragend wie das Gefühl, wenn die Keramikfüßchen über die Matte gleiten. Nur bei schnellen Spielen wie First-Person-Shootern wird die Maus ihrem Namen nicht gerecht. Aber auch abseits der Spielerei hatte ich keinerlei Probleme mit dem virtuellen Nager zu arbeiten. Für den niedrig angesetzten Preis absolut top.
Erhältlich für: PC, Mac
Website: lexip.co/de/products/ar18