Mit Lynked: Banner of the Spark bringen die Indie-Studios Fuzzy Bot und Dreamhaven einen frischen und ziemlich bunten Wind in die Welt der Action-Adventures. Das Spiel kombiniert Twin-Stick-Shooter-Elemente, Aufbausimulation, Puzzle-Abschnitte und eine Prise Rollenspiel zu einem kunterbunten, humorvollen Abenteuer, das sofort ins Auge fällt. Lust auf etwas Abwechslung? Dann kommt mit!
Comic-Charme und liebevolle Animationen
Schon beim ersten Start fällt die Grafik ins Auge: Lynked setzt auf einen farbenfrohen Comic-Stil mit klaren Linien, satten Farben und ausdrucksstarken Charakteren. Die Umgebungen sind abwechslungsreich gestaltet, von dichten Wäldern über futuristische Anlagen bis hin zu düsteren Höhlen, und stecken voller kleiner Details.
Besonders gelungen sind die Animationen, die dem Spiel eine fast schon cartoonhafte Lebendigkeit verleihen. Die Effekte bei Angriffen, Explosionen und Spezialfähigkeiten sind kunterbunt, ohne das Bild zu überladen. Allein dafür muss man Lynked schon mögen.
Twin-Stick-Action mit Twist
Das Herzstück des Spiels ist die präzise Twin-Stick-Action: Mit dem linken Stick steuerst du deinen Helden, mit dem rechten zielst und feuerst du deinen Waffenarm ab. Das fühlt sich sofort vertraut und angenehm flott an, egal ob du auf Konsole oder PC spielst. Die Kämpfe sind dynamisch, fordern schnelle Reaktionen und werden durch clevere Gegner-Designs und Bossfights immer wieder spannend gehalten.
Um ein wenig mit dem System vertraut zu werden, lassen euch die Entwickler:innen durch sechs Ebenen aus dem Gefängnis ausbrechen. Hier lernt ihr von Etage zu Etage, wie ihr euch bewegt, Fallen ausweicht und gegnerische Roboter verkloppt. Ein sehr angenehmer Einstieg.
Buddy-System: Mehr als nur ein Sidekick
Ein echtes Highlight ist dein Begleiter „Buddy“ – ein wandelbarer Waffenarm, der nicht nur für flotte Sprüche sorgt, sondern auch spielerisch eine zentrale Rolle einnimmt. Buddy kann sich in verschiedene Waffen und Tools verwandeln: Vom anfänglichen Greifhaken bis hin zu einem Schild oder gar einem Minenwerfer.
Je nach Situation musst du clever entscheiden, welche Form gerade am nützlichsten ist. Buddy kommentiert das Geschehen mit viel Humor und lockert auch brenzlige Situationen immer wieder auf. Die Chemie zwischen Hauptfigur und Buddy erinnert an die gleichnamige Buddy-Movies – das Zusammenspiel macht einfach Spaß.
Action und Bauen – ein toller Balance-Akt
Doch Lynked wäre nicht so besonders, wenn es nur bei der Action bliebe: Nach einem Einsatz geht es immer wieder in euren Stützpunkt zurück. Auf den Missionen rettet ihr meist ein paar Freunde von Buddy, die euch dann weiterhelfen. Denn in Lynked steckt noch eine kleine Aufbau-Simulation.
Die geretteten Freunde lassen sich meist bei euch im kleinen Örtchen nieder und schalten neue Optionen und Fähigkeiten frei. Ihr dürft dabei entscheiden, wo sie sich niederlassen und formt damit selbst euren Zufluchtsort. Dort sammelt ihr Materialien, bekommt Upgrades, schaltet neue Fähigkeiten frei und könnt euren Spielstil anpassen – mal mehr auf Feuerkraft, mal mehr auf Mobilität oder Spezialfähigkeiten. Diese Mischung sorgt für Abwechslung und hält die Motivation hoch.
Humor & Ton: Locker, charmant, nie albern
Lynked nimmt sich selbst nie zu ernst. Die Dialoge sind pointiert, voller Wortspiele und Anspielungen auf Popkultur, aber ohne ins Alberne abzudriften. Die Story rund um den mysteriösen Roboter, der die Welt bedroht, ist spannend genug, um bei der Stange zu halten, lässt aber immer Raum für witzige Nebenquests und schräge Charaktere. Besonders gelungen: Auch in den Bosskämpfen und bei Rückschlägen bleibt der Ton locker, was Frust vorbeugt und zum Weiterspielen motiviert.
Wie gesagt: Was Lynked wirklich auszeichnet, ist die gelungene Mischung aus verschiedenen Genres. Die Level sind nie zu lang, die Aufgaben wechseln regelmäßig, und immer wieder gibt es neue Mechaniken oder Gegner, die euch zum Umdenken zwingen. Sammelobjekte wie kleine Roboter, optionale Herausforderungen und freischaltbare Skins für Buddy sorgen für zusätzlichen Wiederspielwert.
Technik & Kritikpunkte
Technisch läuft das Spiel sauber: Die Ladezeiten sind kurz, die Steuerung bleibt auch in hektischen Situationen präzise, und Bugs sind selten. Lediglich bei sehr vielen Gegnern auf dem Bildschirm kann es hektisch werden. Oftmals lassen sich Angriffe von anderen nicht unterbrechen, so dass ihr zwar ordentlich austeilt, aber gleichzeitig auch einstecken müsst. Das führte bei mir öfters dazu, dass ich mit sehr wenig Lebensenergie durch die Level geschlichen bin. Könnte man während eines Angriffs noch ausweichen, wäre das wesentlich dynamischer. Aber insgesamt macht es schon Laune und man gewöhnt sich daran.
Fazit: Ein Indie-Hit mit Herz, Humor und Action
Lynked: Banner of the Spark ist ein rundum gelungenes Action-Abenteuer, das mit seinem Comic-Stil, der flotten Twin-Stick-Steuerung, dem witzigen Buddy-System und dem abwechslungsreichen Genre-Mix begeistert. Egal ob du schnelle Action, gemütliche Aufbau-Passagen oder einfach eine sympathische, humorvolle Spielwelt suchst – hier wirst du fündig. Wer Indie-Games mit Charme und frischen Ideen mag, sollte sich dieses Abenteuer nicht entgehen lassen!
Erhältlich für: PC, PS, Xbox
Webseite: playlynked.com