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Mad Experiments: Escape Room

Rätselspaß für die heimischen vier Wände.

Escape-Room-Feeling für zuhause: Mad Experiments: Escape Room von PlayTogether Studio bringt das immersive Erlebnis eines echten Escape Rooms in die digitale Welt. Mit drei einzigartigen Räumen, einer dunklen Geschichte und der Möglichkeit, allein oder mit bis zu fünf Spielern online zu rätseln, richtet sich das Spiel an Puzzle-Liebhaber und Fans von kooperativen Abenteuern.

Auf der Xbox (und auch auf anderen Konsolen) bietet das Spiel eine Mischung aus herausfordernden Rätseln und einer atmosphärischen Umgebung. Doch kann es den hohen Erwartungen gerecht werden? Wir haben uns in Professor Cheshires geheimnisvolle Welt gewagt.

Geheimnisse und Experimente

Die Handlung von Mad Experiments: Escape Room dreht sich um Professor Cheshire und seine Assistentin Hildegarde, die euch in ihr Herrenhaus einladen, um an mysteriösen Experimenten teilzunehmen. Doch schnell wird klar, dass ihr selbst Teil eines größeren Plans seid. Mit jedem gelösten Rätsel deckt ihr weitere Details über die düstere Vergangenheit des Professors und Hildegardes auf.

Die Geschichte wird durch Umgebungsdetails und kurze Dialoge erzählt, die euch tiefer in die Welt der Experimente eintauchen lassen. Besonders spannend ist die Entwicklung in den drei Kapiteln: vom Herrenhauslabor über eine Gedächtnisreise bis hin zu Hildegardes Kindheit. Die narrative Tiefe ist solide, auch wenn sie nicht ganz so packend ist wie bei anderen storygetriebenen Spielen.

Rätselspaß mit kleinen Schwächen

Das Gameplay von Mad Experiments orientiert sich stark an traditionellen Escape Rooms. Ihr durchsucht Räume nach Hinweisen, kombiniert Gegenstände und löst knifflige Rätsel, um voranzukommen. Die Steuerung in der Egoperspektive ist intuitiv: Mit einem Klick könnt ihr Objekte aufnehmen oder näher betrachten, während ihr durch die detaillierten Räume navigiert.

Die Rätsel bieten eine gute Mischung aus Logik, Mustererkennung und Kombinationsaufgaben. Der Schwierigkeitsgrad reicht von leicht bis moderat – erfahrene Escape-Room-Spieler könnten jedoch etwas mehr Herausforderung vermissen. Einige Puzzles wirken zudem repetitiv oder basieren auf bekannten Escape-Room-Tropen wie Zahlenkombinationen für Schlösser.

Ein Highlight ist zweifellos der Multiplayer-Modus, bei dem bis zu sechs Spieler gemeinsam rätseln können. Jeder Spieler wird durch eine schwebende Maske repräsentiert, was dem Spiel eine einzigartige Ästhetik verleiht. Leider werden kooperative Elemente nur selten wirklich genutzt – die meisten Rätsel lassen sich auch allein problemlos lösen.

Atmosphärisch und detailreich

Optisch überzeugt Mad Experiments mit seiner stimmungsvollen Gestaltung. Die Räume sind detailliert und voller kleiner Objekte, die zum Erkunden einladen. Von antiken Büchern bis hin zu geheimnisvollen Apparaturen – jedes Zimmer erzählt seine eigene Geschichte. Besonders schön sind die Beleuchtungseffekte, die den Räumen eine warme, fast greifbare Atmosphäre verleihen. In VR wäre das sicher noch cooler.

Auf der Xbox läuft Mad Experiments stabil mit flüssigen 60 FPS. Allerdings gibt es kleinere technische Schwächen: Manche Objekte lassen sich nicht sofort aufnehmen oder reagieren nicht wie erwartet, was gelegentlich frustrierend sein kann. Ein weiteres Problem ist die fehlende Interaktivität einiger Objekte – viele Gegenstände sehen interessant aus, haben aber keinen Einfluss auf das Gameplay. Dies kann zu unnötigem Herumprobieren führen.

Umfang und Wiederspielwert

Mit drei Kapiteln bietet Mad Experiments etwa 3–5 Stunden Spielzeit für einen Durchlauf – abhängig davon, wie schnell ihr die Rätsel löst. Der Wiederspielwert ist begrenzt, da die Lösungen der Puzzles immer gleich bleiben. Allerdings kann der Multiplayer-Modus für zusätzlichen Spaß sorgen, besonders wenn ihr mit Freunden spielt – jedenfalls bedingt, wenn ihr nicht alle Lösungen spoilert.

Der Relax-Modus ohne Zeitlimit ermöglicht es euch, die Räume in Ruhe zu erkunden und eignet sich gut für Spieler, die weniger Druck bevorzugen.

Fazit: Solider Rätselspaß mit Potenzial nach oben

Mad Experiments: Escape Room bringt das Konzept eines klassischen Escape Rooms erfolgreich auf die Konsole. Mit seiner atmosphärischen Gestaltung und den kooperativen Möglichkeiten bietet es ein unterhaltsames Erlebnis für Puzzle-Fans. Allerdings könnten erfahrene Spieler anspruchsvollere Rätsel vermissen, und einige technische Schwächen trüben den Gesamteindruck leicht. Für Fans von Escape Rooms oder kooperativen Spielen ist Mad Experiments dennoch eine Empfehlung wert – insbesondere zu seinem fairen Preis.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Webseite: store.steampowered.com/app/1201550/Mad_Experiments_Escape_Room