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Mages and Treasures

Magisches Abenteuer mit Rätseleinlagen: Wer etwas Geduld mitbringt, kann hier kurz Spaß haben.

Es war einmal ein Magier, der hatte einen Schatz. Dieser wurde – warum auch immer – von einem Fiesling gestohlen. Mehr braucht es nicht als Einleitung für das Abenteuer von Entwickler lightUp. Ab sofort schlüpft ihr in die Haut des Magiers und macht euch auf die Suche nach eurem wertvollen Besitz.

Knobeln und Kämpfen

Mages and Treasures verbindet zwei Genres miteinander: Twin-Stick-Shooter trifft auf Rätselspielchen. Zu Beginn müsst ihr aber erst einmal aus der Vogelperspektive durch eine saftig grüne Welt reisen. Dabei muss ich erwähnen, dass ihr hier nicht mit fotorealistischer Grafik rechnen solltet, sondern mit pixeliger 8-Bit-Retro-Optik.

Die Steuerung erweist sich dabei als erster Stolperstein. Wenn ihr den Magier durch die Gegend navigiert, funktioniert das grundsätzlich zwar ganz gut, aber es fühlt sich immer schwammig an. Merkwürdig zu erklären. Beim Spielen bin ich aber ziemlich oft an Kanten hängengeblieben – was nicht selten meinen virtuellen Tod bedeutet hat.

Luftige Angriffe

Denn nach einer Weile bekommt ihr die erste Attacke spendiert. Das Wind-Amulett lässt euch kleine Luftschläge verschießen. Damit könnt ihr dann die ersten Feinde ins Visier nehmen. Diese Schleime halten meist drei Treffer aus, bevor sie euch Geld hinterlassen. Das Zielen funktioniert halbwegs gut, reiht sich aber zu dem merkwürdigen Gefühl der Steuerung ein.

Neben diesem kämpferischen Aspekt, steht bei Mages and Treasures aber auch das Rätseln im Vordergrund. Immer wieder werdet ihr auf Holzfässer treffen. Diese müsst ihr dann auf Schalter verschieben. Anfangs ist das noch sehr einfach. Später könnt ihr euch aber ordentlich verzetteln, wenn ihr es nicht nach der richtigen Reihenfolge macht. Dann hilft nur das Verlassen des jeweiligen Abschnittes. Wenn ihr den Abschnitt dann wieder betretet, sind die Rätsel zurückgesetzt.

Sorgen eines Magiers

Manche Feinde wie die Spinnen können bereits fordernd sein, weil sie Spinnweben zurückschießen. Aber wenn ihr beim ersten Boss gelandet seid, müsst ihr mehr Geschick beweisen. Durch die Steuerung und die nicht allzu weite Reichweite eurer Schüsse, kann der erste dicke Brocken schon zur leichten Herausforderung werden. Habt ihr ihn besiegt, gibt es eine neue Kraft – im Fall des ersten Bosses sind es Steinbrocken, die ihr verschießen könnt.

Die Schüsse könnt ihr theoretisch zwar immer wieder hin und her wechseln, aber praktisch macht das keinen Unterschied. Ob ihr mit Wind, Eis, Steinen oder Feuer auf Gegner schießt, hat immer denselben Effekt. Hier hätte deutlich mehr Potenzial dringesteckt.

Fazit

Mages and Treasures ist nett – nicht mehr und nicht weniger. Die Steuerung nervt etwas, weil es an der nötigen Präzession fehlt. Dadurch scheidet ihr oft aus dem virtuellen Leben, ohne dass ihr großartig was dafürkonntet. Die Idee mit den Rätseln ist charmant, nervt aber ebenfalls nach einer Weile, weil weder der Schwierigkeitsgrad noch die dadurch entstandene Belohnung wirklich motivierend ist. Daher landet Mages and Treasures bei mir im bedeutungslosen Mittelfeld meiner Spielehits. Für Gamerscore-Punkte oder weitere Trophäen taugt der Titel allemal. Nur fehlt es an Alleinstellungsmerkmalen.

Erhältlich für: Xbox, Playstation, Switch
Website: ratalaikagames.com/games.php?id=magesandtreasures