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Mandragora: Whispers of the Witch Tree

Düsteres Märchen zwischen Soulslike und Metroidvania.

Mit Mandragora: Whispers of the Witch Tree liefert Primal Game Studio ein Action-RPG, das sich mutig zwischen die großen Vorbilder aus dem Soulslike- und Metroidvania-Genre stellt. Seit April 2025 ist das Spiel für PC und aktuelle Konsolen erhältlich und hat in der Fachpresse für viel Aufmerksamkeit gesorgt – und das aus gutem Grund. Kommt mit auf eine spannende Reise!

Eine Welt aus Albträumen und Legenden

Schon der erste Schritt in die Welt von Faelduum macht klar: Hier herrscht keine heile Fantasy, sondern eine von Wahnsinn, Kälte und uralten Flüchen zerfressene Märchenwelt. Die handgezeichnete 2.5D-Grafik verleiht dem Abenteuer einen unverwechselbaren Stil, irgendwo zwischen düsterem Märchenbuch und europäischer Folklore. Die Farben sind erdig und reduziert, das Licht wirkt kalt und unheimlich – perfekt, um die Atmosphäre zwischen Schönheit und Bedrohung einzufangen.

Die Kulissen sind voller Details: Verlassene Dörfer, verwitterte Statuen, geheimnisvolle Tempel und Wälder, die von Geistern und alten Geschichten durchdrungen sind. Vieles erzählt sich hier ohne Worte – durch verblasste Wandmalereien, rostige Türen oder die Geister der Vergangenheit, die in den Schatten lauern.

Soulslike trifft Metroidvania

Spielerisch bedient sich Mandragora großzügig bei den großen Vorbildern: Die Progression erinnert an Dark Souls – es wird nicht manuell gespeichert, sondern an Rastpunkten, an denen auch alle Gegner respawnen. Stirbst du, verlierst du deine gesammelten Punkte (hier keine Seelen, sondern Essenz), kannst sie aber einmalig am Ort deines Todes zurückholen. Das Leveldesign ist verwinkelt und voller Abkürzungen, die das Vorankommen nach und nach erleichtern. Auch das kennt man von den genannten Vorbildern.

Gleichzeitig steckt eine Menge Metroidvania im Spiel: Neue Fähigkeiten und Ausrüstung eröffnen dir immer wieder alternative Wege und Geheimnisse, die beim ersten Durchqueren noch verborgen bleiben. Die Welt ist organisch miteinander verwoben und belohnt Neugier mit versteckten Items, Quests und Abkürzungen. Genau das liebe ich an solchen Spielen.

Ein echtes Highlight ist das flexible Schwierigkeitsgrad-System: Anders als bei vielen Soulslikes kannst du in Mandragora den Anspruch individuell anpassen, etwa den Schaden der Gegner oder den Ausdauerverbrauch. So bleibt das Spiel auch für weniger Frust-resistente Spieler*innen zugänglich, ohne Kennern den Biss zu nehmen. Klasse gelöst!

Wichtige Lektionen zum Start

Mandragora ist kein Spaziergang. Die ersten Stunden führen dich sanft ein, doch spätestens ab dem ersten Boss zieht der Schwierigkeitsgrad merklich an. Bosskämpfe sind mehrphasig, fordern Timing, Ausweichgeschick und das richtige Build. Wer experimentiert, wird belohnt: Das flexible Klassensystem und die riesigen Talentbäume erlauben unterschiedlichste Spielstile und Anpassungen.

Grinden gehört jedoch dazu – sei es, um Fähigkeiten zu verbessern, Ausrüstung zu optimieren oder einfach die eigenen Reflexe zu schärfen. Wer sich darauf einlässt, erlebt eine Reise, die weit über 30 Stunden hinausgehen kann und immer wieder mit neuen Herausforderungen, Nebenquests und Geheimnissen überrascht.

Clevere Hilfe

Trotz des hohen Anspruchs nimmt *Mandragora* seine Spieler:innen an den richtigen Stellen an die Hand. Zielmarker auf der Karte verhindern unnötiges Herumirren, das Level-Up-System ist intuitiv und Komfortfunktionen wie Schnellreise oder automatisch aufpoppende Menüs erleichtern das Management. Die Skilltrees könnten etwas übersichtlicher sein, das ist aber Jammern auf hohem Niveau.

Technisch läuft das Spiel selbst auf Mittelklasse-Hardware flüssig. Die Unreal Engine sorgt für scharfe, flüssige Animationen und eine beeindruckende Tiefenwirkung, die das 2D-Gameplay modern und lebendig wirken lässt.

Fazit: Ein düsteres Kleinod für Entdecker und Herausforderer

Mandragora ist ein atmosphärisch dichtes, forderndes Action-RPG, das sich nicht hinter den großen Genre-Größen verstecken muss. Die Mischung aus Soulslike-Mechaniken, Metroidvania-Entdeckergeist und handgezeichneter Grafik macht das Spiel zu einem echten Geheimtipp für alle, die Lust auf eine düstere, märchenhafte Herausforderung haben. Das flexible Schwierigkeitsgrad-System und die komfortablen Quality-of-Life-Features sorgen dafür, dass sowohl Hardcore-Fans als auch Genre-Einsteiger auf ihre Kosten kommen. Wer sich von gelegentlichen Frustmomenten nicht abschrecken lässt, findet hier ein Spiel, das lange fesselt und immer wieder überrascht.

Erhältlich für: PS, Xbox, PC
Webseite: mandragoragame.com