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Mars 2120

Samus, bist du es?

Wenn ich von Metroidvanias höre, werde ich jedes Mal schwach. Inzwischen kann man aber leicht den Überblick verlieren, welche Spiele da draußen diesen Titel mit sich tragen. Aber dieser hier ist ein Besonderer, der mich stark an den Namensgeber des Genres erinnert. Kommt mit auf den Roten Planeten.

Eine Frau allein auf sich gestellt

Mars 2120, entwickelt von QUByte Interactive, ist ein Sci-Fi-Metroidvania, das euch auf eine spannende Reise auf den Mars mitnimmt. Ihr schlüpft in die Rolle von Sergeant Anna Charlotte, die sich in einer von Mutanten und Monstern überrannten Kolonie behaupten muss. Das Spiel kombiniert klassische Metroidvania-Elemente mit einem futuristischen Setting und verspricht ein intensives Spielerlebnis.

Die visuelle Darstellung von Mars 2120 ist beeindruckend und fängt die karge, aber faszinierende Landschaft des Mars gut ein. Die Entwickler haben großen Wert auf die Gestaltung der Umgebung gelegt, die sowohl die Isolation als auch die Gefahren des Marslebens widerspiegelt. Die Biome sind vielfältig und bieten mehr Abwechslung, als man auf den ersten Blick erwarten würde.

Besonders die Ice Cave mit ihren schimmernden Wänden sticht hervor und zeigt die Liebe zum Detail, die in das Leveldesign geflossen ist. Gemeinsam mit den Lichteffekten habt ihr hier immer wieder tolle Szenarien, die sich vor den Produktionen der großen Studios nicht verstecken müssen.

Nach und nach besser

Mars 2120 bietet eine klassische Metroidvania-Erfahrung, bei der ihr neue Fähigkeiten freischaltet, um zuvor unzugängliche Bereiche zu erkunden. Die Steuerung ist jedoch nicht immer präzise, was besonders bei den Plattform-Einlagen auffällt. Der Double-Jump fühlt sich oft zu "flott" an, was das Navigieren erschwert. Trotz dieser kleinen Mängel ist das Erkunden der Welt lohnend, da es viele Geheimnisse und Upgrades zu entdecken gibt.

Das Kampfsystem von Mars 2120 ist ein zweischneidiges Schwert. Während die Vielfalt der Waffen und Fähigkeiten beeindruckt, fehlt es den Kämpfen selbst an Tiefe. Gegner reagieren oft unvorhersehbar und bieten wenig Herausforderung, was das Erlebnis etwas trübt - aber nur etwas.

Abwechslung mit leichtem Dämpfer

Anna kann zwischen verschiedenen Elementarwaffen wie Blitz, Eis und Feuer wechseln, was zwar Abwechslung bietet, jedoch nicht immer sinnvoll integriert ist. Die Bosskämpfe sind leider ebenfalls enttäuschend, da sie meist auf einfache Angriffsmuster reduziert sind, die schnell durchschaubar werden. Hier steckt tatsächlich etwas mehr Potenzial drin. Doch Spaß macht das immer noch.

Die Geschichte von Mars 2120 ist von den klassischen Themen der Hybris der Menschheit und der Gefahren der Weltraumforschung inspiriert. Obwohl die narrative Tiefe nicht mit großen Titeln mithalten kann, bietet sie genug Motivation, um die Geheimnisse der Marskolonie zu lüften. Anna Charlotte, die Protagonistin, erinnert dabei stark an Samus Aran aus der Metroid-Serie, was Fans des Genres sicherlich erfreuen wird.

Fazit

Mars 2120 ist ein ambitioniertes Sci-Fi-Metroidvania, das mit einer interessanten Prämisse und einer atmosphärischen Darstellung des Mars aufwartet. Trotz einiger Schwächen in der Steuerung und im Kampfsystem bietet es genug Anreize für Fans des Genres, sich auf das Abenteuer einzulassen. Die Vielfalt der Biome und die Entdeckung von Geheimnissen machen das Erkunden der Welt zu einem lohnenden Erlebnis. Für Spieler, die nach einer neuen Metroidvania-Erfahrung suchen und sich von der faszinierenden Welt des Mars angezogen fühlen, ist Mars 2120 einen Blick wert. Es ist vielleicht nicht der neue Genre-König, aber es bietet eine unterhaltsame und herausfordernde Reise auf den Roten Planeten.

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC
Webseite: qubyteinteractive.com/site/?p=4243