Fans von Donkey Kong dürfen schon gespannt sein. Nein, es gibt kein neues Abenteuer von Nintendos Superaffen, aber Marsupilami: Hoobadventures ist dem doch recht ähnlich. Ob Microids 2D-Hüpfer auch ähnlich gut ist, zeigt unser Test.
Ein affiges Vergnügen
Wie im Vorspann angedeutet, werden Fans der Donkey-Kong-Reihe sicher eine gewisse Vorfreude spüren. Schließlich ist der letzte Teil der kultigen Affenreihe mit Tropical Freeze auch schon über acht Jahre alt. Natürlich handelt es sich bei Marsupilami: Hoobadventures weder um einen Nachfolger geschweige denn um einen Teil des Donkey Kong Franchises, zeigt allerdings gewisse Ähnlichkeiten.
Die Story beginnt mit den drei kleinen Marsupilamis Punch, Twister und Hope, die allesamt friedlich in ihrem Haus am Strand einer Insel leben. Eines Tages entdeckt eines von ihnen jedoch einen mysteriösen Sarkopharg, aus welchem ein geisterhaftes Skelett entsteigt und die Tiere der Insel in gefährliche Wesen verwandelt und die Insel übernimmt. Also ist es an den drei Marsupilamis, die Insel zurückzuerobern.
Das war es auch schon an Story, und ihr begebt euch direkt ins Geschehen. Dabei könnt ihr vor jedem Level aus einem der drei Marsupilamis wählen. Nun ist es nicht so wie bei den Super Mario-Spielen, dass ein Charakter vielleicht schneller rennt, während der andere Charakter höher springt oder weiter fliegt. Nein, die drei Hauptfiguren unterscheiden sich bloß farblich voneinander.
Was hingegen alle gemeinsam haben, sind der lange Schwanz, mit dem man sich elegant an Lianen hangeln kann und sich mit Leichtigkeit über Abgründe schwingt. In den Leveln findet ihr euch dann schnell in gewohntem Terrain wieder, denn ihr könnt springen, Attacken ausführen oder euch auch rollen. Alles so ein bisschen DK-like.
Drei Welten in kunterbunter Grafik
Vom Umfang ist es dann auch recht übersichtlich – insgesamt gibt es mit der Küstenstadt, dem Dschungel und dem verlassenen Tempel drei Welten zu erkunden. Die Level jeder Welt passen zu ihrer jeweiligen Thematik. Besonders gut fand ich hier, dass die Level nicht wirklich verzweigt oder das die Geheimnisse, die man entdecken kann, besonders schwer versteckt sind.
Das passt zum kindgerechten Faktor, denn die meisten Geheimgänge hat meine Mitspielerin entdeckt und sich jedes Mal über die Extra-Früchte, Federn oder Geheimgänge gefreut, mit denen man belohnt wurde. Insgesamt ein recht frustfreies Spielerlebnis, in dem eifrige Spieler aber auch mit allerlei Geheimnissen belohnt werden.
Das Ganze könnt ihr in drei Schwierigkeitsstufen durchspielen, wobei sich der leichteste Schwierigkeitsgrad besonders dadurch „auszeichnet“, dass man unendlich viele Treffer kassieren kann. Das erweist sich besonders für Anfänger und auch für die jüngeren Spieler als sehr angenehm. Wer es etwas herausfordernder mag, kann natürlich jederzeit auf einen höheren Schwierigkeitsgrad wechseln, was aber mit etwas Zockererfahrung durchaus auch als einfach empfunden wird.
Fazit
Ein affiges und letztendlich auch kurzweiliges Jump’n’Run Vergnügen mit klaren Anleihen an Nintendos Kult-Primaten. Vom Umfang und von der Innovation spielen die Kong-Spiele zwar in einer anderen Liga, jedoch bedient Marsupilami auch aufgrund der doch recht einfachen Schwierigkeitsstufe eine weitaus jüngere Zielgruppe. Und diese wird hervorragend bedient und wir letztendlich mit einigen unterhaltsamen Spielstunden belohnt.
Erhältlich für: Xbox, PlayStation, Switch, PC
Website: microids.com/news