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Mask of Mists

Kleines Denkerparadies: Magisches Puzzle-Vergnügen gepaart mit leichter Action.

Das Wichtigste zuerst: Ich mag „Mask of Mists“ sehr. Denn es zeigt mir wieder einmal, dass es nicht ein großes AAA-Spielchen braucht, um mich zu unterhalten. In diesem Fall war ich von dem eigentlich recht simplen Ansatz geradezu fasziniert. Eine Mischung aus Adventure, Rollenspiel und Ego-Shooter light erwartet euch hier. Also eigentlich ist es eher ein Ego-Puzzle-Adventure mit minimalen Kampf-Elementen. Fangen wir einfach mal von vorne an …

Zauberer in Not

Als Nachwuchsmagier habt ihr die Aufgabe, euren Erzmagier aus den Fängen von … nun ja … einem großen Pilz zu befreien. Dieser hat sich den Obermagier geschnappt und gekidnappt. Ihr müsst nun herausfinden, wie er ihn retten könnt. Dazu braucht ihr etwas Geschick und Hirnschmalz – und manchmal eine Prise Frusttoleranz. Dazu später mehr.

Aus der Ego-Perspektive beginnt euer Abenteuer. Angefangen wird in einer alten Ruine, in der ihr schnell die simple Steuerung gezeigt bekommt. Ein paar Masken einsammeln, über Baumstämme und Säulen hüpfen und einen Schalter umlegen – fertig ist die Einführung.

Danach geht es in linearer Rätselmanier weiter. Eins gleich zu Beginn: Wirklich fordernd sind die Rätsel selten. Meist habt ihr nach einer Minute überlegeben bereits die Lösung. Allerdings gibt es da ein kleines Problem.

Planlos durch die Fantasy-Welt

An drei Stellen im Spiel hatte ich die Lösung theoretisch schnell gefunden. Doch leider fehlte mir ein passendes Teil, wie ein mechanisches Rad, das zur Türöffnung gehörte. Um dies zu finden, bin ich wie wild durch die Welt geirrt, bis mir die Lösung zum Fundort meist zufällig vor die Füße fiel. Das meinte ich mit den nervigen Momenten, in denen ihr Frusttoleranz braucht.

Aber auch die zum Glück nicht allzu vielen Hüpfpassagen fordern Geduld, weil es aus der Ego-Ansicht echt schwer ist, die jeweiligen Steine zu treffen. Das hätte man sich sparen können. Und persönlich hätte ich bis auf den finalen Bosskampf auch auf die anderen Gegner verzichten können. Irgendwie fühlen sich diese immer wie ein nerviges Beiwerk an.

Leckere Gehirn-Snacks

Im Zentrum stehen eindeutig die Rätsel und die sechs Tempel, die ihr im Laufe der Geschichte besucht. Darin warten einige Rätsel und Geschicklichkeitspassagen auf euch. Von einfachen Sammelaufgaben über Schalterrätsel bis hin zu unsichtbaren Geheimpfaden lauern dort. Alles kein Hexenwerk, aber sehr unterhaltsam gestaltet. Mich haben die Rätsel jedenfalls die gesamte Spielzeit bei Laune gehalten.

Apropos Spielzeit: Je nachdem, wie schnell ihr die Puzzles löst, braucht ihr zwischen zwei und vier Stunden, um den Abspann zu sehen. Klein, aber fein. Einen Minuspunkt muss ich allerdings noch verteilen: Die Ladezeiten sind ein Graus! Geht ihr in ein Haus hinein, landet ihr ein paar Sekunden später im Inneren des Hauses.

Wollt ihr wieder raus in die „offene“ Welt, dann dauert es deutlich länger, bis diese geladen ist. Das nervt besonders dann, wenn euch ein Rätsel zwei- bis dreimal rein und raus beordert. Also hier hätten die Entwickler von 9 Eyes Game Studio nachbessern können. Ansonsten geht ihre Arbeit völlig in Ordnung.

Fazit

„Mask of Mists“ ist ein kleiner Rätsel-Leckerbissen für Zwischendurch. Wagt ruhig einen Blick auf das unterhaltsame Werk, wenn ihr Lust auf lockere Puzzle-Einlagen habt. Für einen schmalen Preis bietet euch das Abenteuer rund drei, vier Stunden Unterhaltung. Genau das Richtige, um abends mal schnell vom stressigen Alltag abzuschalten.

Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC
Website: maskofmists.com