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MechWarrior 5: Mercenaries

Gigantische Stahl-Kolosse erheben die Fäuste: Nach zwei Erweiterungen ist dieser Sci-Fi-Trip ein wahrer Geheimtipp.

Nun stampfen die gigantischen Kampfroboter aus dem Hause Piranha Games also nicht nur auf dem PC und der Xbox, sondern auch auf den Playstation-Konsolen alles platt. Das Actionspiel mit den haushohen Blechbüchsen erhält zusätzlich aber auch die zweite Erweiterung, die ein paar spannende Neuerungen bereithält. Wir verraten euch, auf was sich Kampfpiloten freuen dürfen.

Kindheitstrauma

Mein Verhältnis zu den Kampfrobotern aus MechWarrior ist ein gespaltenes. Das liegt aber eher an meinem Jungendfreund als am Spiel selbst. Denn mein Kumpel hat mir damals das erste MechWarrior auf seinem PC präsentiert. Ich war gleich Feuer und Flamme von den riesigen Mechs, die da umherstampften und alles in Schutt und Asche legten.

Doch leider durfte ich nur Zuschauer bei diesen Spektakeln bleiben, weil mein Kumpel mir den Umgang mit diesen hochmodernen Kampfmaschinen als zu kompliziert beschrieb. Langsam entwickelte ich eine Art Hass-Liebe zum Spiel und den darauf folgenden Teilen. Die Faszination blieb jedoch stets bestehen. Nun also wagte ich meinen ganz einen Versuch, mich mit diesem Universum anzufreunden – MechWarrior 5: Mercenaries konnte kommen.

Die ersten Schritte in MechWarrior 5 sind in der Tat etwas gewöhnungsbedürftig. Ihr müsst bedenken, dass ihr hier keine Figur direkt steuert, sondern der Pilot seid, der einen Mech steuert. Stellt euch das Ganze also nicht unbedingt als eine Art Ego-Shooter-Steuerung vor, sondern mehr als eine Art Panzer-Steuerung. Ich hoffe, ihr wisst, was ich meine.

Jedenfalls nimmt mich das Tutorial sehr gut an die Hand und erklärt mir die ersten Schritte mit meinem stählernen Riesen sehr gut. Schon bald kann ich zwischen den Waffen wechseln, Ziele ausschalten und während des Laufens schießen – keine leichte Sache, sage ich euch.

Lernen durch Schmerz

Die kommenden Einsätze sind jedoch geprägt von Trial and Error. Denn sobald ich gegen andere Mechs antrete, merke ich schnell, dass die anderen auch was draufhaben – was aber völlig in Ordnung geht. Mein Kampfwille wurde geweckt. MechWarrior 5: Mercenaries lässt euch natürlich nicht nur mit einem Mech auf die Jagd nach Feinden losziehen.

Im Laufe der interessanten Kampagne lernt ihr verschiedene Typen kennen, von denen jeder seine Vor- und Nachteile hat. Zudem müsst ihr vor jedem der zufällig generierten Aufträge eure Mannschaft und Waffen zusammenstellen. Das geht aber schnell ins Blut. Etwas schade ist nur, dass die Missionen streng genommen alle ziemlich ähnlich ablaufen und die Story auch nicht in Fahrt kommt – doch wozu gibt es DLCs.

Mit der ersten Erweiterung, Heroes of the Inner Sphere, gingen die Piranha Games bereits in die richtige Richtung: Mehr Waffen, mehr Mechs, mehr Story – mehr von allem. Aber so richtig viel Veränderung gab es da aus meiner Sicht noch nicht. Mit Legend of the Kestrel Lancers, der zweiten Erweiterung verändert sich das aber schlagartig.

Frischer Wind

Denn nun bekommt ihr eine lineare Story-Mission vorgesetzt, die aus 14 unterschiedlichen Missionen besteht und eine Geschichte verfolgt. Für mich als passionierte Solo-Spieler kommt das natürlich genau zum richtigen Zeitpunkt. Außerdem darf ich mit den dicken Mechs nun auch auf Tuchfühlung gehen. Was ich damit meine? Nun ja: Diesmal dürft ihr eure gigantischen Fäuste einsetzen, um alles zu zertrümmern, was wirklich Spaß machen kann.

Grafisch spielt MechWarrior 5: Mercenaries übrigens nicht gerade in der ersten Liga – aber das macht auch nichts. Die Kampfroboter sehen dennoch gut aus und werden von einem wuchtigen Sound untermalt, wenn sie alles zerstampfen.

Fazit

MechWarrior 5: Mercenaries hat sich seit seinem Release auf dem PC vor zwei Jahren wirklich gemausert. Die etwas eintönigen Missionen in der Kampagne wurden durch eine waschechte Story-Kampagne ersetzt und mächtig viele Inhalte nachgeliefert. Zudem bekommt das Spiel durch den eingeführten Nahkampf einen weiteren Touch, der den riesigen Mechs gut zu Gesicht steht. Wer also immer schon mal auf dem Pilotensitz eines haushohen Kampfroboters Platz nehmen wollte, kann das jetzt bedenkenlos tun. Ich freue mich, dass ich diese Erfahrung nun endlich nachholen konnte.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC
Website: mw5mercs.com