Die erste Verwirrung kam bei der Installation: „Mega Party: A Tootuff Adventure“ findet man nicht so einfach. Gibt man jedoch den Begriff „Tieuf“ ein, ploppt das Spiel auf. Das liegt daran, dass das Schweizer Comic unter dem Namen „Tieuf“ bekannt ist, im Englischen aber „Tootuff“ heißt – ich sagte ja: verwirrend!
Im Herzen gut
Egal, wie das Spiel nun heißen mag, lustig ist es – jedenfalls für eine Weile. Eigentlich habt ihr es hier mit einem Party-Spiel zu tun, das insgesamt 42 Mini-Spielchen vereint. Aber ihr könnt es auch in einer Art Story-Modus alleine gegen den Computer spielen. Natürlich leben solche Titel aber auf der einen Seite von den kreativen Spielchen, auf der anderen Seite davon, dass man sie am besten mit Freunden an einer Konsole zockt.
„Mega Party: A Tootuff Adventure“ hat definitiv seine Stärken und Schwächen. Fangen wir doch mal mit den neutralen Aspekten an: Im Story-Modus geht es in drei Kapiteln mit Tieuf und seinen Mitschülern auf Reisen. Einmal seid ihr in der Schule, dann im Ski-Urlaub und letztlich in einem Freizeitpark. Für Tieuf ist es stets das Wichtigste, dass er überall Mist baut, wo er nur kann – das drückt sich dann auch in den Mini-Spielchen aus, zu denen ich gleich komme.
Jedenfalls ist der Grafikstil ganz niedlich, wenn auch das technische Grundgerüst arg angestaubt erscheint. Erwartet hier also nicht zu viel. Daher kommen wir doch schnell zum Zentrum von „Mega Party: A Tootuff Adventure“ – den Mini-Spielchen. Und da sind ein paar echt unterhaltsame, teils sogar leicht anrüchige Herausforderungen dabei.
Den französischen Einschlag merkt man dem Spiel nämlich an jeder Ecke an: Das gesamte Setting könnte in Paris angesiedelt sein. Ihr streift an Cafés vorbei, lebt nach dem Laissez-faire-Motto und findet immer mal wieder Plakate von leicht bekleideten Frauen. Garniert wird das Ganze mit jeder Menge Fäkalhumor, der wohl eher eine jüngere Zielgruppe anspricht.
Anrüchig und unterhaltsam
Also wie gesagt: Die Mini-Spielchen vereinen all das eben gesagte. Es handelt sich dabei um die typischen Verdächtigen, wie schnell auf einen Knopf hämmern, Schnelligkeit oder Geschick beweisen oder einfach Glück haben. Doch manche Herausforderungen sind so blödsinnig, dass ich schon wieder lustig fand. Lasst mich das an ein paar Beispielen illustrieren.
Da wäre der Pups-Wettbewerb. Hier kommt es auf Schnelligkeit an. Euer Kumpel Jakob steht in der Mitte und hält immer wieder Schilder mit Essen hoch. Sind darauf Dinge, die euch pupsen lassen, drückt schnell den Knopf und punktet damit. Liegt ihr falsch gibt es Abzüge. Dumm, aber unterhaltsam. Oder das Entkleiden eines Mannequins in der korrekten Reihenfolge – ganz schön knifflig unter Zeitdruck.
Natürlich darf auch eine Eishockey-Herausforderung nicht fehlen – als Pucks dienen gefrorene Kackhaufen. Wie gesagt: Etwas kindisch alles, aber manche der Spielchen sind wirklich gelungen. Natürlich sind bei 42 Mini-Games auch ein paar Nieten dabei oder weniger lustige Sachen, die einfach nerven. Doch zum Großteil habt ihr es mit amüsanten Herausforderungen zu tun.
Fazit
Mein Tipp an dieser Stelle: Wollt ihr eure Gamerscore erhöhen, dann spielt das hier alleine und schaut, wie eure Punkte zunehmen. Wollt ihr noch mehr Spaß bei der Sache, dann schnappt euch mindestens einen Freund, mit dem ihr gemeinsam zocken könnt.
Bis zu vier Spieler können sich hier ihre Pupse gegenseitig um die Ohren hauen. Für meinen nächsten Zockerabend ist „Mega Party: A Tootuff Adventure“ bereits gesetzt. Danke an dieser Stelle an Publisher Microïds und Entwickler Balio Studio und VetaSoft.
Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC, Switch
Website: baliostudio.com