Eigentlich weiß man bei „Monster Jam“, auf was man sich einlässt, wenn man bereits einen Ableger davon gespielt hat – dachte ich zumindest. Dann kam „Steel Titans“ und überraschte mich – ein wenig zumindest.
Männersache!
Bei „Monster Jam“ geht es um PS-geschwängerte Boliden, die mit viel Tamtam durch eine Arena rasen und dabei vielleicht noch normale Karren unter sich zerquetschen. So war es bisher eigentlich immer bei den Spielen – und auch „Steel Titans“ krempelt diese Formel nicht komplett um.
Vielmehr lässt euch das Spiel nun mehr Freiheiten, wie ihr die PS auf den Boden bringen wollt. Ihr startet in eurem ersten Monstertruck durch ein simples Tutorial und werden dann direkt in die halbwegs offene Welt entlassen. Richtig gelesen: „Steel Titans“ hat kein schnödes Hauptmenü, aus dem ihre die unterschiedlichen Modi auswählt, sondern taucht mit der offenen Welt in die modernen Rennspiele ein.
Ihr könnt also entweder einfach blind durch die Gegend fahren, die Steuerung kennenlernen oder schnell zum nächsten Event rasen. Alternativ gibt es allerdings immer noch das schnöde Menü – manche Dinge ändern sich eben doch nie.
Etwas schwach unter der Grafikhaube
Grafisch wirkt „Monster Jam: Steel Titans“ auf den ersten Blick ganz nett – achtet aber nicht allzu sehr auf die Umgebung. Die Fahrzeuge sind mal wieder mit aller Liebe zum Detail gestaltet, der Rest hat eine leichte Staubschicht angesetzt. Aber insgesamt geht das in Ordnung. Etwas schwieriger ist es mit der Steuerung.
Diese ist natürlich voll und ganz auf das Arcade-Gefühl ausgerichtet, doch bei meinen ersten Ausflügen hat sich meine Karre so zickig verhalten, dass ich oft an meine erste Freundin denken musste. So richtig daran gewöhnt habe ich mich auch nach mehreren Stunden nicht dran.
Dafür überzeugt der Inhalt, den euch „Monster Jam: Steel Titans“ entgegenbringt. Vom einfachen Kopf-an-Kopf-Rennen über Stunt-Events bis hin zu Zerstörungsorgien könnt ihr euch schön austoben. Konzentriert euch einfach auf das, was euch am meisten Spaß macht.
Dadurch steigert ihr auch euren Level, streicht Kohle ein und schaltet neue Strecken und Trucks frei. Ein kleiner Bonus sind die verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten eures Monstertrucks: Wählt ein Design aus, das euch am besten gefällt und fahrt in der Arena wilde Stunts.
Kleiner Suchtfaktor
Mir persönlich hat die Jagd auf die neuen Monstertrucks am meisten gefallen, gepaart mit den Destruction-Rennen. Insgesamt warten 25 Boliden auf euch, von denen ihr einige bestimmt schon aus den Vorgängern kennen werdet.
Um jedoch wirklich alles freizuschalten, müsst ihr auch alle Veranstaltungen meistern – und das ist anfangs gar nicht so leicht. Erst mit den besseren Wagen bekommt ihr immer mehr Kontrolle über die Kraftpakete und zeigt euren Gegnern, wo ein Truck seinen Tank hat – sagt man das überhaupt so?!
Fazit
„Monster Jam: Steel Titans“ hat das Herz am rechten Platz, vergeigt aber die Kür: Die Grafik wirkt angestaubt und die Steuerung beziehungsweise die Physik ist ein Biest für sich. Dennoch hatte ich meinen Spaß mit den riesigen Reifen etliche Kisten und Widersacher dem Erdboden gleichzumachen.
„Steel Titans“ ist die konsequente Weiterentwicklung eines Nischengenres, das mit mehr Feinschliff deutlich besser aus der Masse herausstechen könnte.
Erhältlich für: PS4, Xbox One, PC
Website: monsterjamgame.com/de