Wir schreiben das Jahr 1989: Damals brachte Hudson Soft mit Moto Roader ein spaßiges Arcade-Renn-Spielchen auf den Markt. Was das farbenfrohe 16Bit-Spektakel von anderen Racern dieser Zeit unterschied: Anstatt vier konnten hier bis zu fünf Spieler gleichzeitig an den Rennen teilnehmen.
Drei Jahre später, also 1992, erschien mit Moto Roader MC bereits der dritte Teil der Reihe, der einige Feinheiten tunte. Nun, dreißig Jahre später, erlebt die Reihe eine Neuauflage für die aktuelle Konsolengeneration. Aber Neuauflage heißt in diesem Fall keine großartig veränderte Version. Schauen wir uns das mal an.
Schön Retro
Bei Moto Roader MC wurde das Spiel fast eins-zu-eins in die Neuzeit gehievt. Grafisch erwartet euch hier eine pixelige 16-Bit-Renn-Simulation. Nun ja, Simulation ist übertrieben. Es ist ein spaßiges und ziemlich chaotisches Rennspiel, das sich auf einem Bildschirm abspielt. Ganz im Stile der damaligen Arcade-Racer eben.
Gespielt wird aus der Vogelperspektive. Dabei steuert ihr euren Boliden durch enge Parcours und versucht möglichst schnell über die Ziellinie zu flitzen. Doch das ist natürlich nicht ganz so leicht. Zum einen ist die Streckenführung teils sehr anspruchsvoll, zum anderen gibt es ja noch Konkurrenten. Und mit denen kollidiert ihr im Sekundentakt. Als wäre das nicht schon genug, darf jeder Fahrer wild um sich ballern. Zu viele Treffer kassiert? Eine Explosion regelt das.
Steuerprobleme?
Allein das klingt schon recht chaotisch, wird aber durch die Oldschool-Steuerung weiter verfeinert. Denn die Steuerung bezieht sich immer auf die Ausrichtung des Autos. Ihr müsst also aus der Sicht des Wagens steuern, was früher fast überall gang und gäbe war. Heutzutage braucht es schon eine gewisse Eingewöhnung, um damit klarzukommen. Habt ihr den Dreh raus, wird es wesentlich spannender für euch.
Denn die gegnerische KI kennt keine Gnade. In den ersten Rennen sah ich kein Land. Doch schnell änderte sich das als ich mehr und mehr ins Gameplay einstieg. Ohne Frage: Das kann motivieren. Natürlich ist Moto Roader MC kein Mario Kart, Gran Turismo und Co. Soll heißen: Ihr findet hier nur den schnellen, seichten Spaß, ohne sonderlich Tiefgang. Das sollte euch stets bewusst sein.
Fazit
Insgesamt ist Moto Roader MC eine eigenwillige Reise in die Vergangenheit. Während mein guter Freund Jim fluchend das Gamepad aufs Sofa schmiss, triumphierte ich glücklich die Rennen. Hier liegen jedoch Frust und Glück sehr eng und manchmal sehr weit auseinander. Für einen kurzen Spaß zwischendurch kann ich Moto Roader MC durchaus empfehlen. So chaotisch haben wir damals gespielt – und hielten es für normal. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.
Erhältlich für: Xbox, Playstation, Switch, PC
Website: ratalaikagames.com/games.php?id=motoroadermc