Ein Glück, dass es Publisher Team17 gibt. Sonst wäre ich wohl nie in den Genuss von „Overcooked 1 + 2“ gekommen. Das verrückte Kochspiel ist immer gesetzt, wenn Freunde zum Zockerabend vorbeischauen. Nun bringt der Publisher das neueste Werk der Entwickler SMG Studio und DEVM Games an den Start – und siehe da: Ich fühle mich gleich heimisch, weil mich hier vieles an „Overcooked“ erinnert.
Räumen, bis der Arzt kommt
Bei „Moving Out“ wird allerdings nicht gekocht, sondern aufgeräumt – mehr oder weniger. Als stolzer Mitarbeiter einer Umzugsfirma fahrt ihr von Einsatz zu Einsatz, um beim Umzug zu helfen. Allerdings erwartet euch hier kein gewöhnlicher Umzug, sondern ein vorprogrammiertes Chaos. Denn ernst ist wirklich nichts!
Das fängt schon mit der Steuerung an, die recht simpel gehalten wurde: Ihr könnt hüpfen, Dinge greifen und werfen. Das war’s auch schon. Mit diesen Fähigkeiten müsst ihr auf eng abgesteckten Arealen Dinge aufräumen und in euren Laster packen.
Beispielsweise sollt ihr aus einem Haushalt 14 Gegenstände, die markiert sind, in euren LKW schaffen. Wie ihr das tut und ob dabei andere Dinge zu Bruch gehen, ist Nebensache. Sobald alles im Frachtraum liegt, stoppt die Zeit und ihr bekommt eine Bewertung. Das war es im Groben. Doch damit wisst ihr noch lange nicht, was euch erwartet …
Hat hier jemand Abrissbirne gesagt?
Das unterhaltsame an der Sache ist, dass ihr wirklich ohne Rücksicht auf Verluste agieren dürft – sofern keine anderen Vorgaben gemacht wurden. Denn manchmal müsst ihr bestimmte Aufgaben erfüllen, um Bonus-Münzen zu sammeln. Dann solltet ihr beispielsweise auf die Fenster aufpassen, euch nicht überfahren lassen oder zusätzliche Gegenstände in den Laster packen.
Grundsätzlich unterscheiden sich die jeweiligen Gegenstände durch ihre Größe: Es gibt kleine, handliche Sachen, die ein Spieler locker alleine tragen kann. Es gibt aber schwere Dinge, wie Betten oder eine Couch, bei der ihr entweder alleine geschickt manövrieren müsst oder einen Freund um Hilfe bittet. Je weiter ihr in den Missionen voranschreitet, desto verrückter wird es.
Habt ihr anfangs relativ normale Wohnungen vor euch, dürft ihr euch später über ausladende Areale freuen, die mit allerlei Hindernissen aufwarten. Drehtüren, Schweineställe oder Pools versperren euch immer wieder den Weg. Ein Glück, dass man Gegenstände auch werfen kann. Ja, ihr müsst sogar eine viel befahrene Straße überqueren. Wie gesagt: Chaos pur – und Unterhaltung garantiert!
Als Solo-Spielchen taugt „Moving Out“ zwar ganz gut, aber das volle Potenzial entfaltet der Titel, wenn ihr Freunde mit an Bord habt. Bis zu vier fleißige Helferlein dürfen hier gleichzeitig anpacken. Ohne genaue Absprache regiert hier aber das völlige Chaos. Nur, wenn ihr eure Räumungsaktionen etwas koordiniert, habt ihr Erfolg.
Aber das bunte Gewusel auf dem Bildschirm ist immer wieder zum Schreien komisch. Schuld daran hat auch die charmante Comic-Optik mit den übertriebenen Animationen. Bereits bei der Charakterauswahl werdet ihr merken, dass hier nichts normal ist – mehr wird nicht verraten.
Fazit
Machen wir es kurz: „Moving Out“ mag vielleicht nicht das neuste Spielkonzept beinhalten, weiß aber zu unterhalten. Wenn ihr immer schon mal mit möglichst viel Karacho ausziehen wolltet, dann ist hier eure Chance. Ihr solltet dabei aber unbedingt ein paar Freunde mitnehmen, um das Potenzial bei diesem Titel voll auszuschöpfen. Was kann da noch schiefgehen?! Paket, ähm … Daumen hoch!
Erhältlich für: Xbox One, PS4, PC, Switch
Website: team17.com/games/moving-out