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Mustache In Hell

Ein Schnurrbart aus der Hölle – mit viel Baller-Potenzial.

Es gibt Tage, an denen läuft es einfach nicht. So auch bei John Mustache. Er wacht auf, hat eine Knarre in der Hand und erfährt, dass er eigentlich tot ist. Dumm gelaufen. Doch der Tod lässt mit sich reden. Wenn Mr. Mustache in der Unterwelt etwas aufräumt, könnte er vielleicht weiterleben. Das Baller-Abenteuer beginnt.

Ballern – von oben

Mustache In Hell versteht sich als Twin-Stick-Shooter. Aus der isometrischen Perspektive sollt ihr euch durch Horden von Monstern und Dämonen ballern. Dabei sammelt ihr neue Waffen auf und lasst keinen Pixel auf dem anderen. Das Spielprinzip erfindet das Rad nicht neu.

Allerdings muss ich schon gleich etwas meckern. Bereits beim ersten Raum fiel mir auf, dass die Kamera oft viel zu nah am Geschehen ist. Außerdem ist John nicht gerade der dynamischste Charakter, den ihr hier durch die Gegend steuert. Dadurch fühlt sich alles hier etwas behäbiger an als bei anderen Spielen des Genres. Und dieser Eindruck zieht sich durch den gesamten Rest.

Habt ihr gute Nerven?

Insgesamt sechs Level sollt ihr überstehen. Diese werfen euch vor die immer gleichen Herausforderungen. Abwechslung sucht ihr leider vergebens. Dabei sind die Gegner ganz nett gestaltet. Die Dämonen im Comic-Look sehen recht niedlich aus. Die normalen Räume, in denen ihr überleben müsst, sind auch ganz gut zu ertragen. Bei den Bossen ist ein starkes Nervenkostüm gefragt.

Beispielsweise trefft ihr als ersten Boss auf den dreiköpfigen Höllenhund Cerberus. Mit seinen Laserstrahlen nimmt er fast den gesamten Bildschirm an. Mustache In Hell lässt euch aber leider nicht ausweichen, so dass ihr viel zu oft getroffen werdet. Zusätzlich hält das Vieh auch viel zu viele Kugeln aus. Ja, ich war bereits nach dem ersten Boss-Fight bedient und hätte wohl aufgehört zu spielen, wenn ich nicht testen sollte. Hätte ich es doch nur getan …

Fazit

Mustache In Hell ist ein eher unterdurchschnittlicher Twin-Stick-Shooter, der an seiner Steuerung und Design krankt. Das machen andere Genre-Vertreter hier deutlich besser. Für ein paar Minuten Spaß nebenher ist der Titel okay. Aber die Spielmechanik ist zu sehr darauf ausgelegt, dass ihr scheitert. Das ist vielleicht das höllische daran. Auch der Fortschritt fehlt mir hier. Für leidensfähige Naturen ist das okay, doch der Rest sollte sich lieber nach einem anderen Spielchen umschauen.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: store.steampowered.com/app/498830/Mustache_in_Hell