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MY HERO ACADEMIA: All's Justice

Fanservice im Helden-Lehrbuchformat.

MY HERO ACADEMIA: All's Justice ist ein explosiver Arena-Brawler, der die Anime-Welt von UA Academy und Co. in ein spielbares Spektakel verwandelt – perfekt für Fans, die ihre Lieblingshelden wie Deku, Bakugo oder Todoroki mit vollem Quirk-Arsenal loslassen wollen. Bei Neulingen in diesem Universum wird es etwas schwer.

Die Story hängt sich an die großen Arcs der Serie, verdichtet sie zu knackigen Missionen und lässt euch ikonische Battles nachstellen, ohne den Manga-Epos komplett zu kopieren. Da ich die Mangas allerdings nicht kenne, konnte ich damit weniger anfangen. Aber schauen wir uns das Spektakel mal an.

Ein lebendiges Comicbuch

Visuell knallt All's Justice mit einem dynamischen Anime-Comic-Stil: grelle Explosionen, fliegende Panels in Cutscenes und Charaktere, die exakt wie aus dem Studio Bones entsprungen sind. Das sah schon auf der gamescom beeindruckend aus – auch wenn ich keine Ahnung hatte, was oder wen ich hier eigentlich spiele. Definitiv nichts für Epileptiker!

Arenen wie die UA-Sporthalle oder die ruinierten Straßen von Kamino Ward zerbröseln unter Quirks, und Effekte wie One For Alls grüner Blitz oder Bakugos rote Detonationen füllen den Bildschirm. Der Soundtrack pumpt mit remixten OPs, epischen Battle-Tracks und stimmungsvollen Voice-Overs – „Plus Ultra!“ hallt nur so durch die Boxen.

Quirk-Kombos im Brawler-Modus

Mechanisch rockt das Spiel als Third-Person-Arena-Prügler: Jeder Held hat einzigartige Quirk-Moves – Dekus Smash-Ketten, Shigaraki's Decay-Grabs, Shoto's Eis-Feuer-Wechsel. Baut Meter für Ultimates auf, ruft Assists wie All Might oder Stain und nutzt Team-Synergien für Combo-Explosionen. Das funktioniert auch ohne Hintergrundwissen recht gut.

Die Action ist zugänglich, mit Dodge-Rolls, Air-Dashes und schwachen Punkten bei Bossen, bleibt aber bewusst chaotisch statt ultra-präzise. Balancing ist quirk-lastig: Mobility-Typen wie Mirko dominieren, Tank-Helden brauchen Support. Aber das merkt ihr recht schnell beim Spiel.

Story & Missionen: Arc-Highlights mit Twist

Die Kampagne mixt kanonische Events mit alternativen „What-if“-Szenarien, z.B. ein Team-up gegen Overhaul oder Nomus in Tartarus. Jede Mission endet mit dramatischen Finishern, und ihr sammelt „Justice Points“ für Upgrades.

Nette Abwechslung: Stealth-Phasen als Schurke oder Rettungs-Minis, die den Helden-Alltag einfangen. Es fühlt sich wie eine interaktive Episode an – kurzweilig, aber mit genug Fan-Service-Momenten, um den Stundenzähler ansteigen zu lassen. Sogar bei mir hat das teilweise geklappt.

Komfort & Multiplayer: Fan-freundlich online

QoL glänzt mit schnellem Fast-Travel, Replay-Highlights, Quirk-Customization und Schwierigkeitseinstellungen. Online lädt zu 4v4-Matches, Ranglisten und Custom-Rooms ein – Server sind stabil, Lags selten. Couch-Coop für bis zu vier Spieler rundet ab, ideal für kurzweilige Abende.

Eine Schwäche muss ich dennoch erwähnen: Die KI im Solo-Modus kann sehr dumm agieren, und der Endgame-Content wiederholt sich ohne Events. Daher bin ich auch irgendwann ausgestiegen. Aber entscheidet am besten selbst.

Fazit: Helden-Action für True Believer

MY HERO ACADEMIA: All's Justice ist kein kompetitives Fighter-Meisterwerk, sondern ein quirliger Fanservice-Trip, der die Anime-Energie mit explosiven Kämpfen und ikonischen Momenten einfängt. Perfekt für MHA-Junkies, die Dekus Smash oder Bakugos Blast genießen wollen – solide Mechanik, toller Stil, aber mit Lizenzspiel-typischen Lücken bei Tiefe und Balance. Ein Muss für Fans, okay für Casual-Neulinge, wenn ihr auf das Genre steht.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC 
Webseite: de.bandainamcoent.eu/my-hero-academia/my-hero-academia-alls-justice