Diesmal laden uns das Drakhar Studio und Publisher Outright Games erneut in die magische Welt von My Little Pony ein. Das Geheimnis von Zephyr Heights gilt es zu lüften – ein kurzweiliges Abenteuer für ein bis zwei Spieler:innen wartet. Wollt ihr wissen, ob sich der Ausritt lohnt? Dann kommt mal mit.
Überraschend gute Ausgangslage
Zunächst eine Frage: habt ihr vor knapp drei Jahren My Little Pony: Maritime Bay Adventure gespielt? Dies war – zumindest für mich – der Auftakt der Spielreihe, der mich positiv überrascht hat. Denn eigentlich habe ich nicht erwartet, dass auch ich als Erwachsener so viel Spaß mit dem Spiel haben könnte. Denn die Ponys haben sich als unterhaltsamer 3D-Plattformer mit einigen Mini-Spielen herausgestellt. Und an diesem Konzept hält auch das Geheimnis von Zephyr Heights fest – zum Glück.
Wieder einmal sehen sich Izzy, Hitch, Sunny, Pipp und wie sie alle heißen einer merkwürdigen Situation gegenüber: in ihrer wunderbaren Welt spielt die Magie verrückt. Farben vermischen oder Gegenstände verwandeln sich plötzlich. Was dahintersteckt, werdet ihr bald erfahren. Jedenfalls nach grob fünf Stunden werdet ihr wissen, was es damit auf sich hat.
Gemeinsam auf Entdeckungstour
Spielerisch wirft euch Drakhar Studio in eine bunte Welt, die perfekt für ein familienfreundliches Abenteuer geeignet ist. Jüngere Spieler:innen können allein oder zu zwei auf die Reise gehen. Praktisch: Im Koop-Modus konnte ich als Elternteil sehr gut helfen, falls es mal zu schwierig wurde. Aber hier zeigt sich My Little Pony als extrem vergebend. Die Macher:innen kennen ihre Zielgruppe genau – und haben sie stets im Blick.
Mit euren Pferden rennt ihr durch eine sehr linear gestaltete Welt, die hier und da ein paar kleine Geheimnisse versteckt hat. Sammelt ihr genug Kristalle ein, könnt ihr euren Pony neue Accessoires kaufen. Diese haben rein optische Auswirkungen. Für die Kleinen scheinbar ein sehr nettes Feature, wie ich feststellen durfte.
Hoch über wen Wolken
Was man sicher sagen kann: die schwebende Stadt Zephyr Heights ist mit viel Liebe gestaltet und ein echter Hingucker. Auch die Ponys und anderen Charaktere wurden sehr hübsch designt und sehen niedlich aus. Qualitativ ist das schon ziemlich gut – jedenfalls, was die Grafik angeht. Spielerisch befindet sich My Little Pony ebenfalls auf einem soliden Niveau. Aus Sicht der jungen Zielgruppe geht die Wertung sicher noch weiter nach oben.
Denn neben den 3D-Hüpf-Passagen unterhält My Little Pony mit jeder Menge Mini-Spielchen. So müsst ihr Smoothies rechtzeitig ausliefern, Hasen einfangen, Hindernisse überwinden, ein Foto-Shooting meistern oder mal wieder im richtigen Rhythmus tanzen. Der Schwierigkeitsgrad ist zwar niedrig, aber dennoch fordernd genug für die Zielgruppe. Bei den Tänzen war ich sogar gefordert, was ich unverblümt zugebe.
Das Geheimnis von Zephyr Heights eignet sich sowohl für kurze als auch für längere Ausflüge, da immer wieder Abwechslung geboten wird. Mit euren magischen Fähigkeiten erweitert ihr euer Einsatzgebiet, indem ihr zum Beispiel Brücken repariert. Stück für Stück bringt ihr die Magie wieder ins Lot. Je nachdem, wie und mit wem ihr spielt, wird euch das Abenteuer fünf bis sieben Stunden bei Laune halten. Und damit kommen wir zum Fazit.
Fazit
My Little Pony: Das Geheimnis von Zephyr Heights ist ein würdiger Nachfolger. Sogar ohne Vorkenntnisse werdet ihr hier ein unterhaltsames Hüpfspiel in einer magischen Welt erleben. Der Koop-Modus ermöglicht zudem, dass Kinder gemeinsam mit Freund:innen oder Eltern gemeinsam ihren Spaß haben können. Viele Mini-Spielchen sorgen dabei immer wieder für Abwechslung. Wer also auf ein familienfreundliches Abenteuer Lust hat und das Setting mag, kann bei diesem Titel nicht viel falsch machen.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: outrightgames.com/games/my-little-pony-a-zephyr-heights-mystery