Erst kürzlich erschien Nioh 2 für den PC als Complete Edition. Dass sich einige darüber sehr freuten – ich eingeschlossen – will ich euch nicht verheimlichen. Dass Nioh 2 inhaltlich das bessere Nioh ist, habe ich bereits in meinem ausführlichen Test dazu anklingen lassen. Nun werfen wir aber mal einen genauen Blick auch die Nioh Collection, die es für die PS5 zu haben gibt. Allerdings werde ich an dieser Stelle nur auf die Technik eingehen. Den Rest entnehmt ihr dem anderen Test, da dieser auch für die PS-Version gültig ist.
Mächtig viel Inhalt
Zunächst einmal: Mit der Nioh Collection solltet ihr euch mal für die kommenden Wochen nichts weiter vornehmen, wenn ihr Nioh 1 und 2 durchspielen wollt. Hinzu kommen sämtliche DLCs für beide Spiele, was euch locker über 100 Stunden auf Trab halten wird – bei mir war es eher länger. Also allein vom Paket her bekommt ihr jede Menge Inhalt geboten. Wenn ihr also keins der beiden Spiele gezockt habt, dann ist das die Gelegenheit dazu – es lohnt sich nämlich.
Was unterscheidet die Spiele nun von den Originalen? Dazu werfen wir einen Blick auf die Grafik: Bei beiden Spielen habt ihr die Wahl zwischen drei Grafikmodi. Im Detail wären dies ein 120-FPS-Modus, den ich einfach mal Performance-Modus nenne. Hinzu kommt ein Grafik-Modus und als dritter im Bunde noch ein Standard-Modus. Alle drei Modi haben unterschiedliche Auswirkungen auf das Geschehen, wie ihr schnell feststellen werdet.
Standard-Modus
Gestartet bin ich mit dem Standard-Modus, um zu sehen, was die PS5 mit Nioh 1 und 2 daraus macht. Und ich muss sagen, dass mein Auge entzückt war: Die Auflösung erreicht in diesem Modus zwar nicht ganz eine native 4K-Darstellung, weiß aber mit schicken Details und dynamischen Schatten zu überzeugen. Auch was die Bildrate angeht, liegen beide Titel hier durchschnittlich bei starken 60 Hz. Das wird den meisten Spielern ohne High-End-TV sowieso genügen.
Performance-Modus
Schrauben wir uns hoch auf die 120 Hz im Performance-Modus: Hier sind beide Spiele separat zu betrachten. Denn Nioh 2 hat in diesem Modus einige Probleme bei der Darstellung und bricht mit seinen Frames manchmal rapide ein. Auch die Schatten oder Texturen wirken hier nicht so schön, wie im Standard-Modus. Zudem ist die Blickweite auch weiter eingeschränkt als im Standard-Modus. Wenn ihr also einen 4K-Fernseher besitzt, würde ich euch von dieser Option abraten – besonders bei Nioh 2. Nioh 1 hingegen scheint die 120 Hz fast konstant auf die Straße zu bringen. Grafisch gibt es hier zwar auch leichte Abstriche, aber generell habe ich hier nichts zu meckern.
Grafik-Modus
Kommen wir also zum Grafik-Modus. Dieser Modus war mir am Ende die liebste Option, da er ein gutes Gleichgewicht aus Optik und Framerate bietet. Hier ist die Grafik schon sehr schick und die Framerate liegt bei stabilen 60 Hz, was ehrlich gesagt auch völlig ausreichend ist. Also kurz gesagt: Dieser Modus ist meine Empfehlung an alle, die Nioh 1 und 2 ohne Kompromisse und in hübscher Optik zocken wollen.
Fazit
Die Nioh Collection ist schon ein dickes Brett, wenn es um Inhalte geht: Solltet ihr noch nie Kontakt damit gehabt haben und euch das Souls-Like-Genre interessieren, dann los! Kauft es euch und werdet glücklich. Ob Besitzer des Originals hier zugreifen sollten, nur um die bessere Grafik zu erleben, überlasse ich jedem selbst. Davon abgesehen, empfehle ich euch wärmstens den Grafik-Modus anzuwerfen, um meiner Meinung nach das beste Erlebnis aus Nioh herauszukitzeln.
Erhältlich für: Playstation-Familie
Website: teamninja-studio.com/nioh