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Oaken

Taktik auf engstem Raum: Dieser Mikrokosmos wird euch angenehm fordern.

Die polnischen Laki Studios schicken euch in den Wald bzw auf einen Baum. Ihr Fantasy-Spielchen, das einige Genres mischt, erzählt die Geschichte einer mystischen Eiche und wie ihr euch an deren Spitze kämpft. Wer Lust auf Karten-, Brett- und Rollenspiel hat, sollte auf Oaken einen Blick werfen.

Spannender Mix

Klären wir zunächst einmal, was Oaken überhaupt für ein Spiel ist. Anscheinend haben die Laki Studios ein Faible für Karten- oder Brettspiele. Oaken präsentiert sich nämlich wie eine Mischung aus beidem. Auf kleinen Spielbrettern, die in Felder eingeteilt sind, bestreitet ihr eure Missionen. Im Herzen ist Oaken dabei ein rundenbasierter Taktik-Leckerhappen und erinnert immer wieder an eine Mini-Partie Schach.

Zu Beginn eines Matches stellt ihr die verfügbaren Figuren aufs Spielfeld. Damit sollt ihr später euren Gegner besiegen. Wir sprechen hier aber anfangs lediglich von drei bis fünf Figuren. Wie ihr zu den Figuren kommt, erkläre ich später. Jedenfalls hat jeder Charakter seine eigenen Bewegungs- und Aktionsmuster. Manche Figuren greifen im Nah- andere im Fernkampf an. Andere wiederum unterstützen euch oder lähmen Gegner. Immer wichtig bei jedem Zug: Die Blickrichtung der Figur. Und hier wird es taktisch.

Strategen gesucht

In Oaken versucht ihr stets euren Gegner von der Seite oder bestenfalls von hinten anzugreifen. Daher ist es wichtig, dass ihr eure Züge entsprechend plant. Letztlich ist es wichtig, wie ihr eure Fähigkeiten anwendet und wo ihr auf dem Spielfeld stehen bleibt. All das macht den Reiz von Oaken aus. Hinzu kommt, dass ihr es mit einem Rogue-Like zu tun habt. Also wird jeder Ausflug hier zufallsgeneriert, was immer für unvorhergesehene Herausforderungen sorgt. Aber ihr könnt gut vorplanen.

Oaken bietet nämlich ein interessantes Deck-Building-System: Jeder eurer Heldenfiguren wird durch eine Karte symbolisiert. Ihr beschwört sie dann später aufs Spielfeld. Zu Beginn habt ihr natürlich eine sehr eng begrenzte Auswahl an Karten. Später habt ihr allerdings die Qual der Wahl. Sobald ihr bestimmte Karten beziehungsweise Figuren mögt, könnt ihr diese auch gezielt aufleveln. Dadurch entsteht euer individuelles Deck, mit dem ihr auf die Jagd geht.

Dabei dürfen auch permanente Boni nicht fehlen, die ihr durch Erfahrungspunkte freispielen könnt. Außerdem dürft ihr das Spiel auch schwerer machen, wenn ihr eine echte Herausforderung sucht. Dazu schaltet ihr sogenannte Strafen frei, die mehr Abwechslung bieten. Das kennt man von anderen Spielen wie Halo oder Rogue Book bereits.

Bunter Hingucker

Grafisch präsentiert sich Oaken übrigens in einem sehr hübschen Comic-Look. Sowohl die Spielumgebung als auch die Figuren selbst strotzen vor kleinen Details und sind liebevoll animiert. Schon beim ersten Blick auf einen Screenshot habe ich mich in den Titel verliebt. Die Optik spricht mich einfach an.

Fazit

Bei Oaken kann ich mich ruhigen Gewissens kurz halten. Steht ihr auf rundenbasierte Taktikspiele, die euch auf zufallsgenerierte Karten werfen? Dann macht ihr bei Oaken nichts falsch. Das Prinzip wird durch zahlreiche Rollenspiel-Elemente aufgelockert, die euch einen individuellen Spielstil erlauben. Damit erfindet die Laki Studios das Genre nicht neu, liefern aber solide Unterhaltung ab. Zudem spricht mich persönlich der Grafikstil an, weshalb ich immer wieder gerne eine taktische Runde wage.

Erhältlich für: PS, Xbox, Switch, PC
Website: goblinzstudio.com/game/oaken