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One More Dungeon 2

Einer geht noch, oder? Wenn sonst nichts los ist …

Sprechen wir direkt den Elefanten im Raum an: Gibt es einen ersten Teil von One More Dungeon und muss ich ihn gespielt haben, um hier Spaß zu haben. Meine ehrliche Antwort: Keine Ahnung. Meine professionelle Antwort: Ja, gibt es. Nein, muss man nicht gespielt haben. Also dann, kommt mit mir in One More Dungeon 2 und erfahrt, was euch erwartet.

Ab die Schneckenpost

Man kennt das ja: Ihr wacht morgens auf und merkt, dass ihr in einer Gefängniszelle hockt. Sieht alles altertümlich aus. Plötzlich öffnet eine gigantische grüne Schnecke die Tür und befiehlt euch zu ihrem Chef. Quasi ein ganz normaler Tag – jedenfalls bei One More Dungeon 2. So beginnt der Dungeon Crawler aus der Ego-Perspektive. Dabei schert sich der Titel wenig um eine Story. Mir soll's recht sein.

Nachdem euch die Oberschnecke zur Schnecke gemacht hat - ergibt das überhaupt Sinn? – bekommt ihr noch eine Chance. Wenn ihr die Dungeons erfolgreich meistert, kommt ihr raus aus diesem Verlies. Alles klar, einen Versuch ist's wert. Etwas desorientiert stolper ich durch die Gänge und suche den Eingang in den ersten Dungeon. Meine erste Herausforderung habe ich dann nach zwei Minuten gemeistert. Los geht's.

Harter Einstieg

In pixeliger Retro-Optik durchstreife ich zufallsgenerierte Dungeons auf der Suche nach dem Ausgang. Zwischen mir und dem Ausgang liegen viele Räume mit Fallen und Gegnern. Bereits hinter der ersten Tür erwarten mich zwei Riesen-Ratten, die mich fast geplättet hätten. Nur mit etwas Glück überstehe ich den Angriff. Ein Zuckerschlecken wird One More Dungeon 2 also nicht werden.

Je nach Charakter – zu Beginn seid ihr auf einen einzigen beschränkt – habt ihr andere Startausrüstungen dabei. Mit Stock und Magie-Stab beginne ich meine Reise. Der Magie-Stab verschleudert mächtige Feuerbälle, die Gegner recht schnell grillen. Das einzige Problem: Angriffe kosten Kristalle. Und von denen habe ich nicht sonderlich viele. Also muss ich behutsam mit den Schüssen umgehen.

Mehr Erfahrung, bitte! Manche Gegner sind schnell aus dem Weg geräumt, andere brauchen etwas. Die Angriffe von euch und den Feinden sind dabei etwas starr oder holzig geraten. Mit dem Sieg über einen Feind bekomme ich wieder Kristalle – allerdings in verschiedenen Farben. Seht es als Munition für verschiedene Waffen an. Zusätzlich zu den Kristallen kommen noch Mana-Punkte. Damit kann ich ein paar Zaubersprüche entfesseln – allerdings erst später im Spiel.

Die ersten Durchgänge sind geprägt von Trial&Error. Viele Male werdet ihr einfach dadurch sterben, dass ihr die Gegner nicht kennt oder Fallen zu spät erblickt. Das passt schon für ein Spiel aus diesem Genre. Nur bei One More Dungeon 2 fehlt mir persönlich ein wenig der Fortschritt. Erst mit genügend Punkten nach einem Versuch dürft ihr neue Charaktere freischalten. Wie gesagt: Diese besitzen lediglich andere Ausrüstung, spielen sich aber nicht so unterschiedlich. Hier wäre mehr drin gewesen.

Damals ein Augenschmaus

Grafisch tapst One More Dungeon 2 im Ende des letzten Jahrhunderts: Pixelige Optik mit groben Polygonen. Wer auf retro steht, ist hier gut aufgehoben. Mir persönlich gefiel es ganz gut. Nur leider habe ich durch die vielen gleich aussehenden Räume öfters den Überblick verloren. Aber das kann auch nur an mir liegen. Kommen wir zum Abschluss.

Fazit

One More Dungeon 2 hat seinen Charme. Für mich jedoch ist das Pasting auf der einen Seite zu langsam, auf der anderen Seite zu schnell. Es fehlt etwas die Balance zwischen Fortschritt und Schwierigkeitsgrad. Ansonsten lässt sich One More Dungeon 2 wunderbar zwischendurch zocken, wenn ihr mal wieder Lust auf eine schnelle Runde Action habt. Gutes Mittelmaß.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: statelysnail.com/onemoredungeon2