Die Pikmin sind zurück! Nintendo schickt die quirligen kleinen Kerlchen auf ein exklusives Abenteuer mit der Nintendo Switch.
Einmal niedlich, bitte!
Sicher habt ihr schon irgendwann mal von den Pikmin gehört. Das sind diese kleine Wesen mit einem Pflänzchen auf dem Kopf. Als außerirdische Rasse eignen sie sich hervorragend, um unterschiedliche Arbeiten zu erledigen. In der Rolle eines kleinen Astronauten bzw. jetzt auch Astronautin pflückt ihr die kleinen Kerlchen und werft sie durch die Gegend. Aber fangen wir von vorne an.
Der aus den Vorgängern bekannte Raumkapitän Olimar ist verschwunden. Ihr sollt euch auf die Suche nach ihm machen. Dazu erstellt ihr euren eigenen Raumfahrer oder Raumfahrerin. Das ist übrigens neu in der Reihe. Anschließend landet ihr auf einem fremden Planeten, der größtenteils an die Erde erinnert. Nur seid ihr hier winzig klein, dass selbst ein Sandkasten für euch wie eine Wüste wirkt. Und hier leben auch die Pikmin.
Suche nach einer Legende
Die Pikmin braucht ihr, um eure Aufgabe zu erfüllen. Diese lautet: Schätze bergen und die verschollene Crew samt Kapitän Olimar zu retten. Um das zu bewerkstelligen, müsst ihr euch durch die Gegend kämpfen und Hindernisse überwinden. Und genau da kommen die Pikmin ins Spiel. Ihr sammelt während eurer Reise ziemlich viele davon an. Es gibt sie inzwischen in neun unterschiedlich Varianten - allesamt mit eigenen Fähigkeiten und Resistenzen.
Rote Pikmin sind zum Beispiel feurige Kerlchen, die entsprechend keinen Schaden bei Flammen nehmen. Andere sind immun gegen Gift und so weiter. Neu sind die Eis-Pikmin, die alles einfrieren, was sie berühren. Das nutzt ihr, um über große Pfützen zu laufen oder Gegner schockzufrieren. Aber seid vorsichtig: Eure Pikmin halten nicht sonderlich viel aus oder sind besonders helle im Kopf - wie auch, wenn aus dem Kopf eine Blume wächst. Daher haltet immer eure Trillerpfeife im Anschlag, um die Truppe zu euch zurückzurufen.
Treuer Vierbeiner
Im Kampf gegen die teils gigantischen Knubelkäfer, die teils an Marienkäfer erinnern, müsst ihr etwas Geschick beweisen. Zum Glück habt ihr mit Otschin aber einen starken Begleiter an eurer Seite. Der knuffig gelbe Alien-Hund ist eine große Unterstützung und bringt frischen Wind in den Spielablauf. Er beißt nicht nur stark zu, sondern hilft beim Bergen und Schleppen von Schätzen. Außerdem könnt ihr auf ihm reiten, wenn ihr mal schneller vorankommen wollt. Praktische Sache. Zudem wertet ihr seine Skills Stück für Stück im Hauptquartier auf, was ebenfalls neu ist.
Apropos Hauptquartier: Dort landet ihr immer nach euren Missionen und könnt gesammelte Schätze und Punkte in neue Gadgets oder Boni umwandeln. Außerdem bietet die Absturzstelle ein angenehmes Bindeglied zwischen den einzelnen Missionen. In dieses müsst ihr übrigens tagsüber 15 Minuten raus in die Wildnis und sammeln und entdecken. Ganz neu sind jetzt auch Nachtmissionen, die später erst freigeschaltet werden. Hier kommen die neuen Leuchtpikmin zum Einsatz. Vom Spielablauf ändert sich zwar wenig, aber optisch dann doch einiges. Zudem sind diese nächtlichen Einsätze etwas knackiger als der Rest.
Abtauchen für Abenteuer
Wenn wir schon gerade bei Abwechslung sind: Im Spiel findet ihr immer wieder Gullis, die euch in geheime Höhlen führen. Dort erwartet euch nun manchmal auch ein Duell mit einem Außerirdischen. In diesen Dandori-Duellen müsst ihr innerhalb von fünf Minuten mehr Schätze sammeln als euer Gegenüber. Eine lustige Herausforderung, die Nintendo auch als separates Mini-Spielchen für zwei Personen eingebaut hat.
Falls ihr Pikmin 4 übrigens zu zweit spielen wollt, muss ich euch etwas enttäuschen. Es gibt zwar einen Koop-Modus, aber der ist wirklich nicht der Rede wert. Dabei unterstützt ihr lediglich die Hauptfigur, indem ihr Otschin Knochen hinwerft oder Steine zerklopft. Es wäre durchaus netter gewesen, wenn man mit zwei Astronaut:innen unterwegs sein könnte. Aber das könnte ja noch nachgereicht werden.
Grafisch ist Pikmin 4 mal wieder Zucker für die Augen. Immer wieder denke ich, wie niedlich hier alles ist. Das trägt auch sehr zum wohligen Gefühl bei, das man während einer Spiel-Session hat. Damit sind wir schon beim Fazit gelandet.
Fazit
Pikmin 4 ist von Grund auf niedlich und sympatisch. Mit den Neuerungen begeistert der neuste Teil nicht nur Kenner der Reihe, sondern auch Neulinge, die die Vorgänger nicht kennen. Allerdings könnte bei Kennern schnell die Luft raus sein, da das Grundprinzip nicht wirklich verändert wird und nach einer Weile in Routine endet. Für kurze Sessions zwischendurch zum Stressabbau eignet sich Pikmin 4 hervorragend. Für lange Spiel-Abende eher bedingt. Helfen würde aber ein echter Koop-Modus, den ich etwas vermisse. Aber als Gesamtpaket ist Pikmin 4 eine runde Sache für Fans von gemütlichen Strategiespielen.
Erhältlich für: Nintendo Switch
Website: nintendo.de/Spiele/Nintendo-Switch-Spiele/Pikmin-4-2267217.html