Pipistrello and the Cursed Yoyo ist eines dieser Indie-Spiele, die sofort ins Auge fallen – nicht nur wegen des ausgefallenen Art-Styles, sondern auch wegen der ungewöhnlichen Mischung aus klassischen Top-Down-Abenteuern, Metroidvania-Elementen und jeder Menge Humor.
Ob der Hauptcharakter nun eine Fledermaus, ein Monster oder einfach ein schräger Held ist, bleibt sympathisch offen - aber ich verrate euch ein wenig: Pippit, ein junger Bat (Fledermaus), träumt davon, Jo-Jo-Meister zu werden, und stolpert dabei in eine aberwitzige Geschichte rund um seine Tante und ein magisches Jo-Jo.
Ein Liebesbrief an die Game Boy Advance-Ära
Grafisch setzt das Spiel auf einen farbenfrohen, pixeligen Look, der stark an die besten Game Boy Advance-Titel erinnert. Die Welt wirkt wie ein modernes Märchen, irgendwo zwischen Cartoon und Retro-Comic. Die Animationen sind liebevoll, die Figuren herrlich schräg und die Umgebungen – von urbanen Straßen bis zu Fußballstadien und Conventions – strotzen vor Details und Witz[3][5]. Das Design ist so eigenständig, dass man sich sofort fragt, was für ein Wesen Pippit eigentlich ist – aber gerade das macht den Charme aus.
Zelda-Vibes, Yoyo-Tricks und Metroidvania-Feeling
Spielerisch orientiert sich Pipistrello and the Cursed Yoyo ganz klar an Klassikern wie The Legend of Zelda: A Link to the Past, kombiniert das aber mit modernen Metroidvania-Elementen und einer gehörigen Portion Eigenständigkeit. Die offene Stadt ist in vier große Bezirke unterteilt, die jeweils eigene Dungeons, Geheimnisse und Bossgegner bieten. Mit neuen Yoyo-Tricks und Fähigkeiten werden immer wieder neue Wege und Abkürzungen freigeschaltet – Backtracking und cleveres Erkunden sind ein zentraler Bestandteil des Spiels. Und das macht echt Laune.
Das eigentliche Herzstück ist das Yoyo: Es dient nicht nur als Waffe, sondern auch als Werkzeug für Rätsel, Plattform-Passagen und sogar als Transportmittel. Mit Tricks wie „Walk the Dog“ oder „Around the World“ überwindet man Abgründe, aktiviert Schalter oder setzt Gegner außer Gefecht. Die Steuerung ist flott, die Lernkurve angenehm steil – und spätestens wenn man die ersten Spezialmanöver beherrscht, fühlt man sich wie ein echter Jo-Jo-Profi.
Upgrade-System: Erst Nachteil, dann Belohnung
Ein besonders spannendes Element ist das Upgrade-System: Neue Fähigkeiten und passive Boni erhält man über einen neurotischen Kredithai aus eurem Team – allerdings muss man für jedes Upgrade zunächst einen Nachteil in Kauf nehmen, bis die „Schulden“ abbezahlt sind. Das sorgt für interessante strategische Entscheidungen: Gehe ich das Risiko ein, um später stärker zu sein, oder bleibe ich lieber bei Bewährtem? Dieses System bringt frischen Wind in das Genre und sorgt immer wieder für spannende Momente.
Herausforderung: Anspruchsvoll, aber motivierend
Pipistrello and the Cursed Yoyo ist kein Spaziergang. Die Kämpfe sind fordernd, die Bosse kreativ und die Rätsel manchmal ganz schön knifflig. Besonders die Vielzahl an Yoyo-Manövern kann anfangs überfordern, und nicht immer ist sofort klar, welche Fähigkeit gerade gefragt ist.
Die Entwickler geben aber die Möglichkeit, den Schwierigkeitsgrad individuell anzupassen – etwa indem man de Schaden minimiert. Trotz gelegentlicher Frustmomente bleibt die Motivation hoch, weil das Spiel immer wieder mit neuen Ideen, cleveren Bossen und versteckten Geheimnissen überrascht.
Fazit: Indie-Überraschung ganz viel Retro-Charme
Pipistrello and the Cursed Yoyo ist ein kreatives, charmantes Abenteuer, das sich vor den großen Vorbildern nicht verstecken muss. Der eigenwillige Art-Style, das abwechslungsreiche Gameplay und das clevere Upgrade-System machen das Spiel zu einem der Indie-Highlights des Jahres. Wer Zelda und Metroidvanias mag, aber Lust auf etwas wirklich Eigenständiges hat, sollte hier unbedingt zugreifen – auch wenn die Herausforderung manchmal stramm ist und der Held vielleicht nie ganz erklärt, was er eigentlich ist. Yoyo need to play this!.
Erhältlich für: Xbox, PS, Switch, PC
Hier geht's zur Game-Webseite
Unterhaltung Games