Seit 2009 zählt Plants vs. Zombies zu den absoluten Machwerken im Tower-Defense-Genre. Ich weiß genau, wie oft mich das Spiel zur Prograstination gebracht hat. Daher war ich hoch erfreut, dass ich nun wieder in dieses bunte Universum eintauchen durfte.
Der Charme alter Tage
Das Remake „Replanted“ frischt den Klassiker nicht nur auf, sondern versucht auch, ihn zeitgemäß zu präsentieren. Schon in den ersten Minuten zeigt sich: Das Spiel bleibt seinem Kern treu und schafft es, den bewährten Charme auf moderner Leinwand zu präsentieren.
Die Grafik wurde für das Remake deutlich aufgehübscht: Die bekannten Figuren sind jetzt in HD-Qualität wieder auf dem Bildschirm, und das Garten-Design punktet mit einem frischeren, detailreicheren Look.
Das insgesamt stimmige Art-Design nutzt die HD-Optik vor allem, um die alte Erfahrung klarer, bunter und ansprechender zu machen, doch manchmal wirkt es so, als hätte man mehr Wert auf das Äußerliche als auf tiefere Details gelegt.
Gameplay: Kein Bruch, nur Verstärkung
Das Gameplay bleibt der Kern des Originals: Pflanzen gegen Zombies, strategische Platzierung, Ressourcenmanagement und Glück. Neu ist die Möglichkeit, das Spiel im Turbo-Modus zu absolvieren, was Level deutlich beschleunigt – perfekt für alle, die nur mal kurz in die Blumensammlung reinschauen wollen. Keine Sorge: ihr könnt jederzeit eingreifen und sagen, wie schnell das Spiel ablaufen soll.
Bei mir war es meist so, dass ich zunächst im normalen Tempo meine Verteidigung aufgebaut habe und dem Level dann einen Turbo-Antrieb verpasst habe. Das macht die Erfahrung deutlich dynamischer und schneller. Sonst ziehen sich manche Levels wie Kaugummi.
Trotz der kleinen Unterschiede zum Original zeigt sich, dass PopCap kaum gewillt war, am bekannten Gameplay-Herzen zu rühren; vielmehr wurde die Erfahrung modernisiert, ohne sie zu entpolitisieren. Das finde ich gut.
Ein bisschen mehr Liebe hätte nicht geschadet
Obwohl das Remake vieles richtig macht, gibt es kleine Schwächen. Es ist immer noch das alte Spielprinzip. Aber insgeheim hätte ich mir noch ein paar neue Elemente gewünscht. Aber das hat mich nicht gehindert, Spaß zu haben.
Ich sehe es daher mehr als ein Warm-up für ein hoffentlich neues Abenteuer, das ich freudig begrüßen würde. Denn die Marke ist echt zu stark, um sie nicht weiterzuführen.
Gemeinsam auf Zombie-Jagd
Aber zum Abschluss gibt es dann doch noch was Cooles: Der lokale Koop-Modus macht Pflanzen gegen Zombies Replanted dann noch eine Spur besser. Gemeinsam dürft ihr die Zombies von Deppie Daves Grundstück abwehren. Das ist recht chaotisch, aber auch eine lustige Idee. Meinen Kids hat es sehr viel Spaß gemacht, mich zu unterstützen.
Fazit: Mehr Schein als Sein?
„Replanted“ ist eine solide und hübsch gemachte Version des Klassikers, die vor allem Fans glücklich machen wird. Es ist kein komplett neues Meisterwerk, sondern eher eine aufpolierte Version mit Blick auf den Nostalgie-Faktor. Und der Koop-Modus macht das Spiel auch heutzutage zum Spaß-Garanten. Für ein frisches, modernes Spielgefühl hätte man mehr investieren können – statt auf schnelle, oberflächliche Lösungen zu setzen. Trotzdem bleibt das Spiel ein liebevoll aufgemachte, zugängliche Erfahrung: bunt, chaotisch und trotzdem mit der bewährten Suchtfaktor-Formel. Für Einsteiger und alte Hasen gleichermaßen eine Einladung, den Garten gegen die untoten Angreifer zu verteidigen – solange man die kleinen Schwächen im Auge behält.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Webseite: ea.com/de/games/plants-vs-zombies/plants-vs-zombies-replanted