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Pokémon – Legenden Arceus

Dass die Reise in die Vergangenheit etwas völlig Neues versprechen könnte, erscheint auf den ersten Blick als Paradoxon – im neuen Pokémon gelingt es, mit Bravour!

Durch einen Riss in Raum und Zeit – die erste Anspielung auf die mythischen Wesen der Sinnoh-Region: Dialga und Palkia – betritt man die historische Version der durch Diamant und Perl bekannten Pokémon-Region, die zu diesem Zeitpunkt noch als Hisui-Region bekannt ist.

Weniger bekannt in diesem Zeitalter sind jedoch die Pokémon selbst, deren erstmalige Erkundung den Rahmen des Spiels bildet. Angekommen in der Vergangenheit erfährt man vom kuriosen Professor Laven, der im Gegensatz zur normalen Bevölkerung schnell mit euch warm wird, von der neusten technischen Erfindung: Pokébälle! Professor Laven ist es schließlich auch, der euch in die Galaktik-Expidition, ein Forschungstrupp zur Erkundung der Pokémon und der wilden Landschaft, einführt und euch mit eurem Counterpart (Lumia oder Lumius) bekannt macht.

Nachdem man sich vor Expeditionsleiter Denboku und Kommandantin Zelestis bewiesen hat, steigt man nach und nach im Rang der Forschungstruppe auf: Ausschlaggebend für euren Rang ist euer Erfolg beim Notieren von Pokemoneigenschaften im Pokédex. Und wenn ich notieren sage, dann meine ich das auch so, denn was Professor Laven unter Pokédex versteht, ist in Wahrheit nicht mehr als ein Notizblock.

Bälle, Bälle, Bälle!

Hilfreich bei dieser Mission sind, wie auch bei den üblichen Pokémon Editionen, Bälle und sonstige Items. Neu allerdings ist die Tatsache, dass alle Items aus Rohstoffen selbst herzustellen sind. Mithilfe eurer Werkbank könnt ihr beispielsweise aus Aprikokos und verschiedensten Glanzsteinen unterschiedliche Bälle herstellen – vorausgesetzt ihr habt die Anleitung dafür bereits erhalten… Dasselbe gilt für Tränke und andere nützliche Hilfsmittel. Normalerweise findet ihr ausreichend viel von den Rohstoffen beim Umherstreifen in der Wildnis. Wenn es aber schnell gehen muss und es gerade an Rohstoffen mangelt, dann leisten aber auch Händler Abhilfe und versorgen euch gegen Geld mit allem Möglichen.

Im Gegensatz zu den bisher bekannten Editionen muss hier auch ein Augenmerk auf das Gameplay gelegt werden. Das Spielprinzip entpuppt sich als Mischung aus verschiedenen Nintendo Spielen. Natürlich sind Story, Charaktere und die Pokémon selbst angelehnt an bisher Bekanntes. Pokémon Fangen erinnert aber an das Mobile-Game: Pokémon Go, da vor allem Zielsicherheit gefragt ist! Die offene Welt, die variable Bewegungsfreiheit und das Prinzip des Sammelns und Weiterverarbeiten von Rohstoffen sind klare Elemente aus der Zelda Reihe. Auch das mittelalterlich angehauchte Ambiente erinnert mehr an Zelda als an bisher bekannte Pokémon Spiele.

Blick nach vorne! Oder zurück?

Erfrischend ist neben dem Sammeln von Pokémon und deren Eigenschaften der Einblick in die Vergangenheit der aus den Editionen (Strahlender) Diamant und (Leuchtende) Perl(e) bereits bekannten Sinnoh-Region. Die spannende Story führt uns zum Diamant- und dem Perl-Clan, die die Region besiedeln und eigene Interessen verfolgen.

Immer wieder kreuzen legendäre Pokémon unseren weg, die es auf die ein oder andere Weise zu beruhigen gilt, um deren unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung zu bannen. Doch wem die Hauptstory nicht ausreicht, für den stehen zahlreiche Nebenmissionen zur Verfügung: Bei der ein oder anderen trifft man auch auf seltene Exemplare oder erhält nützliche Items.

Kleine Herausforderungen

Aufpassen sollte man jedoch in der Nähe von wilden Elite Pokémon und Gewässern, wobei letztere keine wirkliche Gefahr bergen. Zwar hat die Spielfigur das Schwimmen noch nicht gelernt, fällt man aber ins Wasser passiert außer eines Respawns nichts weiter. Geht man durch den Kampf mit einem wilden Pokémon K.O., sei es durch Verlieren des Kampfes oder tatsächliche Verletzungen(!), verliert man zahlreiche Items! Elite Pokémon machen dabei mehr Schaden als normale, angriffslustige Exemplare.

Aber keine Sorge: Es besteht Hoffnung, eure Items wieder zu ergattern, zumindest wenn ihr mit dem Internet verbunden seid und euch auf die Community verlasst. Verlorene Item-Bündel erscheinen bei anderen Spielern auf der Karte und lassen sich zurückschicken. Natürlich springt dabei auch immer ein Finderlohn für euch bei raus! Bleibt also aufmerksam: Ein Blick auf die Karte lohnt sich.

Fazit

Pokémon Legenden Arceus ist zwar nicht genuin revolutionär, da es auf bereits bekannten Spielprinzipien basiert, dennoch ist es für die Pokémon Reihe ein spieltechnischer Neuling, der sich definitiv lohnt! Die Verknüpfung verschiedener alter und neuer Spielmodi, eingebettet in eine neue Storyline, ist eine Reise wert!

Erhältlich für: Nintendo Switch
Website: legends.pokemon.com/de-de