Unterhaltung Games

PowerA OPS V1

Kommt hier eine ernstzunehmende Konkurrenz für PS5- oder Switch-Controller?

So langsam gibt Hersteller PowerA richtig Gas. Das neueste Produkt des amerikanischen Unternehmens hört auf den Namen OPS V1. Wir haben uns angeschaut, was sich dahinter verbirgt und wie das Teil den Alltag meistert.

Schlicht alles an Bord

Der OPS V1 ist ein Wireless Controller für PC und Cloud Gaming – so viel mal zu den Basics. Er kommt mit einem 1,6m langem USB-C Kabel so wie einem Wireless Adapter und zwei Caps für die Sticks bei euch an. Sehr puristisch, aber was braucht es schon mehr?! Auf der Rückseite der Verpackung befindet sich eine Kurzanleitung zur Nutzung der Funktionen des Controllers. Eine Bedienungsanleitung ist nicht enthalten – aber das hätte ich heutzutage auch kaum erwartet. Vom Inhalt her passt es schon mal.

Kommen wir zunächst einmal zur Leistung: Der OPS V1 hat eine 550 mAh Batterie, die laut Hersteller für bis zu 20 Stunden Betrieb reichen soll. Da weder ein Mikrofon oder sonst ein energiehungriges Extra im Controller verbaut ist, stimmten diese Angaben auch ziemlich genau. Jedenfalls hatte ich im Test keinerlei Probleme damit, dass dem OPS V1 die Power ausging.

Nach Microsofts Vorbild

Das Layout der Buttons entspricht einem Xbox-Controller, womit sich viele gleich heimisch fühlen werden. Zudem besitzt der OPS V1 einen Turbo-Knopf, sowie vier programmierbare Tasten auf der Rückseite. Die vier programmierbaren Tasten werden durch einen Kopf an der Hinterseite des Controllers zugewiesen. Da eine Bedienungsanleitung fehlt, ist nicht auf den ersten Blick klar, wie die Tasten zu programmieren sind. Jedenfalls war es für mich das erste Mal, dass ich diese zusätzlichen Tasten vor mir hatte. Ein Blick auf YouTube und ein paar Videos später, war ich voll im Bilde – und leicht begeistert.

Der Hub der Schultertasten lässt sich mechanisch auf der Hinterseite des Controllers über einen Schieberegler einstellen. Der Controller selbst kann auf drei verschiedene Arten mit dem PC verbunden werden: Per Bluetooth, USB oder Wireless Adapter. Die Verbindungsart lässt sich über einen weiteren Schalter auf der Rückseite einstellen. Per Bluetooth kann der OPS V1 auch mit dem Handy oder anderen Bluetooth-fähigen Geräten gekoppelt werden. Also ein kleiner Allrounder, wenn ihr auch für andere Geräte was sucht. Echt charmant.

So stark wie die Konkurrenz?

Im Vergleich zu einem PS5 oder Switch Pro Controller schneidet der OPS V1 im Test eher mittelmäßig ab. Warum? Das hat mehrere Gründe. Seine Form fühlt sich nicht ganz so geschmeidig an, wie im Fall eines PS5 oder Switch Pro Controllers. Hier fehlt es etwas an Grip. Aber ich bin auch wirklich vom PS5 Controller verwöhnt, muss ich zugeben. Zudem ist der OPS V1 deutlich leichter als seine Konkurrenten, wodurch er sich nicht so hochwertig anfühlt. Ja, das ist schon merkwürdig, spielt bei mir aber durchaus eine entscheidende Rolle. Diesen Eindruck verstärkt auch das verwendete Material und das Druckgefühl der Tasten X, Y ,A, B, RB und LB, die sich im Gegensatz zu den Analog-Sticks, dem Steuerkreuz und der Start- und Select-Taste nicht so angenehm bedienen lassen.

Ebenfalls aufgefallen ist der fehlende Grip der Analog-Sticks, da diese nicht mit Gummi überzogen sind. Die beigelegten Caps helfen dabei auch nicht weiter, da sie die Sticks zu sehr erhöhen. Dennoch ist die Genauigkeit der Analog-Sticks sehr gut, was für viele Spiele von großer Relevanz ist. Ein wenig gewöhnungsbedürftig: Die Schultertasten liegen so nahe beieinander, dass sich Zeige- und Mittelfinger bei der Bedienung berühren. Der Druckpunkt von LT und RT war jedoch sehr angenehm. Am besten ließ sich der OPS V1 bedienen, wenn nur jeweils ein Finger für beide Schultertasten verwendet wurde.

All das ist Meckern auf hohem Niveau, das ist mir bewusst. Denn im Grunde ist der PowerA OPS V1 ein sehr solider Controller. Nur im Vergleich mit den ganz großen Produkten fällt er doch hinterher. Für einen Allrounder oder als Zweit- oder Dritt-Controller ist er aber dennoch empfehlenswert.

Persönliche Herausforderungen

Am Anfang fühlten sich die vier Tasten auf der Rückseite sehr ungewohnt an, so dass man sie leicht unbeabsichtigt betätigt. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und lernt die vier Tasten sehr zu schätzen. Denn nach einer Weile habe ich sie so programmiert, dass ich in manchen Spielen sogar einen echten Vorteil hatte bzw. bequemer die Knöpfe drücken konnte. Coole Sache.

Fazit

Insgesamt macht der OPS V1 Controller von PowerA einen sehr soliden Eindruck, kann aber nicht mit einem PS5 oder Switch Pro Controller mithalten. Dennoch sollte man den schicken Controller im schlichten Schwarz nicht unterschätzen. Denn besonders seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten und die Tasten auf der Rückseite wusste ich nach einer Weile sehr zu schätzen. Daher wird der OPS V1 bei mir immer mal wieder zum Einsatz kommen. Ich bin jetzt bereits gespannt, was PowerA sonst noch zu bieten hat, da mit dieser Controller Lust auf mehr gemacht hat.

Webseite: powera.com/p/pc/controllers/wireless/ops-v1-wireless-controller-for-pc-and-cloud-gaming-pcgp0381-01