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Primal Survivors

Casual Gameplay trifft auf Technik aus der Steinzeit.

Es gibt inzwischen einige dieser Casual Spiele, bei denen man eine bestimmte Zeit um sein Überleben kämpfen muss. Primal Survivors folgt damit den Fußstapfen von Vampire Survivors und Co. Allerdings kommt das Team von Afil Games dabei ab und an vom Weg ab. Kommt mit mir in die Steinzeit.

Simpel und spaßig

Das Gameplay ist schnell erklärt: In Primal Survivors steuert ihr einen Steinzeitmenschen aus der Top-Down-Perspektive. Mit Steinen und Knochen müsst ihr euch immer stärkeren Gegnern zur Wehr setzen. Dafür lauft ihr über die Karte und bekämpft alles, was sich zu euch bewegt. Durch erfolgreiche Kills gewinnt Ihr Erfahrungspunkte und werdet kontinuierlich stärker. So mal zum groben Rahmen.

Mehr braucht es kaum, um nach einem stressigen Tag ein wenig abzuschalten. Für etwas Abwechslung sorgt eine zufällige Auswahl an neuen Fähigkeiten, die ihr nach einem Levelaufstieg erhaltet. Damit könnt ihr plötzlich Eis- oder Feuer-Schaden verursachen, vergiftet die Gegner, werdet von einem Schlammschild beschützt oder haut stärker zu. Und all diese Fähigkeiten lassen sich noch verbessern. Somit ist kein Durchlauf wie der andere. Der Faktor Glück spielt hier also mit.

Kleine Herausforderungen

Je nach Level will euch Primal Survivors eine bestimmte Zeit lang überleben sehen. Anfangs sind es zehn Minuten. Nach jeweils fünf Minuten stoppt die Zeit und ein dickerer Boss-Gegner taucht auf. Bei diesen Viechern ist Geduld, Geschick und etwas Glück angebracht. Erst wenn ihr sie besiegt habt, tickt die Uhr weiter.

Zudem spendieren euch Gegner und Bosse einige Knochen. Diese Währung nutzt ihr, um im Hauptmenü permanente Boni oder neue Herausforderungen freizuschalten. Bis dahin macht Primal Survivors einen runden Eindruck und kopiert das Konzept von Vampire Survivors eins-zu-eins, was schon okay ist. Kommen wir aber zu den Sachen, die nicht okay sind.

Zurück in die Steinzeit

Klar, grafisch muss man von Primal Survivors nicht viel erwarten. Da sahen Spiele auf dem SNES schon besser aus. Es ist lediglich zweckmäßig. Passt aber. Technisch solltet ihr leider auch nicht so viel erwarten. Anscheinend haben sich hier einige Steinzeit-Käfer eingenistet. So ist es mit beim ersten Endgegner passiert, dass dieser nach der zweiten Attacke eingefroren ist. Nein, ich hatte keinen Eiszauber! Das dicke Mammut ist während der Bewegung in einer Dauerschleife gefangen worden bei etwa 85 Prozent seiner Lebenspunkte. Ich musste nur noch mit Dauerfeuer auf das Viech einschlagen, bis ich gewonnen hatte. Glück für mich, aber wohl nicht Sinn der Sache. Kommen wir zum nächsten Punkt.

Die Übersetzung auf Deutsch ist derart falsch, dass ich manchmal den Sinn nicht verstanden habe. Das beginnt schon im Hauptmenü, dass zum Beispiel die Punkte „Verlorene Geister“ oder „aktualisieren“ beinhaltet – neben einem Punkt, der noch nicht einmal Deutsch ist. Bei der Auswahl meiner Waffen oder Fähigkeiten ist es ebenfalls mehr Ratespiel als Wissen, was die verschiedenen Dinge nun machen. Keine Ahnung, ob das Budget hier nicht gereicht hat. Aber selbst Deepl hätte diesen Job viel besser erledigt – zumal es echt wenig Text gibt.

Fazit

Primal Survivors ist absolutes Mittelmaß und stolpert über seine eigenen technischen Schwächen. Grundsätzlich ist es ein unterhaltsamer Zeitvertreib für Zwischendurch, wirkt aber lieblos zusammengeschustert. Mit nur wenigen Patches wäre dies wieder auszubügeln. Aber ich glaube nicht, dass das geschehen wird. Von daher solltet ihr euch bei dem Spiel bewusst sein, dass es hier technische Schwächen gibt. Wenn euch das nichts ausmacht, habt ihr hier sicher ein paar Momente Spaß.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: afilgames.com/primal-survivors