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Revell Ghostbusters Ecto-1

Von allen guten Geistern verlassen? Mein Abenteuer mit hochwertiger Pappe.

Revell bringt neue 3D-Puzzle auf den Markt, unter anderem den Ecto-1 aus Ghostbusters, und ich bekam ein Testmuster. In meinem Bericht nehme ich euch mit auf die Reise durch die Welt der kleinen Bausätze. Macht euch bereit auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Bock zum Gärtner?

Kurz zu meiner persönlichen Vorgeschichte mit 3D-Puzzlen oder Bausätzen: Als Kind habe ich mich nie an Bausätze herangewagt, weil sie mir zu kompliziert und meine Hände zu tollpatschig dafür erschienen. Doch der Reiz war stets da. Mit dem 3D-Puzzle von Revell taste ich mich zumindest in die Nähe echter Miniatur-Bausätze. Dass ich dazu wirklich nicht die besten Voraussetzungen habe, zeigt sich schnell. Aber klären wir zunächst eine grundsätzliche Frage.

Was ist ein 3D-Puzzle? In meiner Welt wäre das ein klassisches Puzzle, das sich nicht nur auf Höhe und Breite verteilt, sondern noch eine Tiefe besitzt. Also ein dreidimensionaler Gegenstand, der am Ende daraus entsteht. Um an das Endergebnis zu kommen, muss ich meine grauen Zellen aktivieren. Evtl kann ich das Puzzle auch mehrfach angehen – so mal meine Meinung dazu. Doch Revell sieht das anders.

Kinderkram, oder?

Als Testmuster durfte ich mich an den Ecto-1 aus Ghostbusters heranwagen. Der schicke Nachbau hat rund 150 Teile und eine Länge von über 30 Zentimetern. Das kann ja nicht sonderlich lange dauern, dachte ich – und wie falsch ich lag. Kommen wir aber mal zur Definition von Revell eines 3D-Puzzles zurück. Anstatt mich hier selbst nachdenken zu lassen, werde ich Schritt für Schritt durch eine Bauanleitung geführt. Und da der Ecto-1 auch selbstklebende Teile besitzt, werde ich ihn bestimmt kein zweites Mal aufbauen. Daher ist das Wort 3D-Puzzle vielleicht etwas irreführend. Vielmehr trifft der Begriff "Mein erster Bausatz aus Pappe" zu – wobei es sich nicht wirklich um Pappe handelt.

Das Material besteht aus einer Art biegsamem Styropor und einigen Plastikteilen. Ihr benötigt keinerlei Zusatzmaterial oder müsst Klebstoff einsetzen. Sämtliche Teile lassen sich falten und ineinanderstecken. Das klappt schon zum größten Teil sehr gut. Ihr solltet aber hochkonzentriert bei der Sache sein. Denn kleine Fehler verzeiht der Ecto-1 nur ungern.

Teuflische Teile

Als meine Kinder um mich wuselten, um mir zu “helfen”, passierte mir so ein Fehler. Auf der Anleitung sah ich nicht, dass ich das Auto um 180 Grad drehen musste (ein Zeichen dafür gibt es nicht). Und so baute ich einige Teile falsch an den Wagen, was lustigerweise eine Zeit lang funktionierte – bis ich auf eine Sackgasse stieß. Meinen Fehler konnte ich zum Glück schnell ausmerzen, aber es war eine Geduldsprobe.

Der Ecto-1 kommt in vier Bögen, in denen sich die Einzelteile befinden und leicht ausgestanzt werden können. Hinzu liefert euch Revell noch zwei Bögen mit unterschiedlich geformten doppelseitigen Klebestreifen und einen Bogen mit durchsichtigen PVC-Elementen. Außerdem bekommt ihr noch zwei Plastik-Achsen und vier Räder. Aber das wichtigste Teil im Kasten ist der Ausstanzer. Ohne dieses Teilchen, das in die Lücken in den Baustücken passt, seid ihr verloren.

Ich kleb dir eine!

Jedenfalls entging mir am Anfang, dass sich auf den PVC-Elementen noch eine Klarsichtfolie befindet. Beim ersten Einsatz eines PVC-Teils klebte ich den doppelseitigen Klebestreifen also auf die Folie, ohne es zu wissen. Erst fünf Schritte später entblätterte sich das zusammengeklebte Teil vor mir und sorgte damit kurzzeitig für Chaos. In der Zwischenzeit hatte ich bereits ein anderes PVC-Teil auf die gleiche Weise zusammengeklebt. Nun wusste ich, dass sich das ebenfalls irgendwann rächen würde. Aber der Klebstift meines Sohns verhinderte noch mehr Frust.

Das Problem lag eindeutig in meiner Handhabung. Aber eine Teilschuld geht an die Anleitung, die mich lediglich auf das doppelseitige Klebeband hinwies – das kann man so oder so sehen. Jedenfalls war ich relativ am Anfang schon leicht frustriert. Immer wenn die PVC- oder Klebestreifen zum Einsatz kamen, spannte sich mein Körper an. Die anderen Stellen, bei denen es nur ums Falten und Ineinanderstecken ging, waren dafür sehr unterhaltsam und motivierend.

Zarte Druckstellen

Je weiter ihr fortschreitet, desto kniffliger wird es aber auch. Denn teilweise musste ich die winzigen Noppen in Schlitze schieben, die zwar leicht zu erreichen waren, aber an Stellen lagen, auf die ich kaum Druck ausüben konnte, ohne das gleich der ganze Wagen zusammenklappt. Ja, ich war vollends in der Welt der Bausätze angekommen.

An drei Abenden habe ich den Ecto-1 zusammengebaut und sicher vier Stunden benötigt. Dass das 3D-Puzzle offiziell ab 10 Jahren freigegeben ist, spornte mich an und ließ mich nicht aufgeben. Am Ende war ich doch etwas stolz auf mich, dass ich es gemeistert habe. Vielleicht haben Bausätze und ich doch noch eine gemeinsame Zukunft … Das wird sich zeigen. Kommen wir hier aber mal zum Abschluss.

Fazit

Revell bietet euch mit dem 3D-Puzzle des Ecto-1 einen sehr detailverliebten Bausatz des Kult-Autos aus dem Ghostbusters-Universum. Seht es dabei weniger als Puzzle, sondern vielmehr als euren ersten Bausatz an. Nach einem leicht frustigen Einstieg, übermannte mich dann irgendwann die Begeisterung mit jedem weiteren Teilchen, das ich dazusteckte. Es war ein neues Gefühl für mich, eine Achterbahn der Gefühle, um genau zu sein. Und ich muss sagen: Am Ende hat es trotz einiger Flucheinlagen doch Spaß gemacht. Für rund 30,- Euro bekommt ihr hier einige Stunden Unterhaltung samt einer schicken Nachbildung des Ecto-1, die nun mein Büro ziert. Ohne das Testmuster hätte ich mich wohl nie in diese Welt hineingewagt. Dafür bin ich dankbar.

Website: revell.de/produkte/3d-puzzle/ghostbusters/ghostbusters-ecto-1.html