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Reverie Knights Tactics

Comichafte Herausforderung in rundenbasierter Form – eure Entscheidung zählt.

Rundenbasierte Taktikspiele gibt es wirklich zu Hauf. Persönlich genehmige ich mir immer gerne mal wieder einen solchen Titel. Ein Glück, dass Anfang des Jahres Entwickler 40 Giants Entertainment sein wunderschönes Reverie Knights Tactics auf den Markt gebracht hat. Hier treffen rundenbasierte Kämpfe auf eine nicht ganz lineare Geschichte, die von euren Entscheidungen geprägt ist. Ab und an warten zudem kleine Rätsel auf euch. Klingt interessant? Ist es auch – aber nicht alles ist Gold, was hier glänzt.

Eben alles typisch

Angesiedelt ist Reverie Knights Tactics in einem typischen Fantasy Setting. Typisch deswegen, weil hier die bösen Orks die Elfen überfallen haben und wir wieder für Ordnung sorgen sollen. Immerhin müssen die Bösewichter aufgehalten werden. Spannend an der Geschichte war zunächst aber, dass die Elfen eigentlich die Bösewichter waren. Doch darauf geht Reverie Knights Tactics später nicht mehr ein. Hier navigiert sich der Titel solide in den Bahnen anderer Werke vor ihm. Schade.

Was die einzelnen Entscheidungen angeht, ist Reverie Knights Tactics auch nicht ganz so epochal, wie man vermuten könnte. Denn anstatt den Lauf der Dinge mit euren Entscheidungen zu ändern, legt ihr lediglich fest, ob ihr das Chaos oder die Ordnung bevorzugt. Je nach Wahl sind manche Gefährten und NPC euch wohlgesonnen oder eben nicht. Das war’s auch schon. Also haken wir die Story an dieser Stelle mal geistig ab.

Magische Kämpfe

Im Mittelpunkt der Geschichte steht übrigens die junge Magierin Aurora, die ihren Vater sucht. Dazu macht sie sich mit ihrer Freundin auf ins Land der Orks. Von Anfang an legt Reverie Knights Tactics hohen Wert auf taktische Kämpfe und Strategie. Auf dem mittleren von drei Schwierigkeitsgraden werdet ihr bereits gefordert sein. Dabei macht Reverie Knights Tactics aber nichts anders als andere Vertreter des Genres: Es fehlt dem Spiel ein Alleinstellungsmerkmal.

Die Kämpfe selbst sind wie gesagt vom taktischen Vorgehen geprägt. Jeder Charakter hat seine Fähigkeiten, die es gezielt einzusetzen gilt. Kleine Fehler werden schnell bestraft. Achtet bei den Schlachten aber tunlichst genau auf die Umgebung: Steht da ein Stachelzaun? Schubst euren Gegner hinein, bevor er es mit euch tut. Auch Kisten, Wände oder andere Objekte solltet ihr immer taktisch mit in den Kampf einbeziehen. Oftmals macht der den Unterschied aus Sieg und Niederlage aus.

Blickfang

Neben den taktischen Kämpfen streut Reverie Knights Tactics immer mal wieder kleine Rätsel ein. Dazu müsst ihr entweder mit euren Kameraden quatschen oder ein gutes Auge haben. Denn auf manchen Wimmelbildern verstecken sich wertvolle Gegenstände, die ihr einheimsen könnt, wenn ihr sie findet.

Kommen wir noch zur Grafik: Auf Standbildern sieht Reverie Knights Tactics wunderschön verspielt aus. In Bewegung wirken die meisten Animationen etwas unbeholfen und leicht hölzern. Das fällt zwar nicht so schwer ins Gewicht, trübt aber dennoch die Stimmung leicht.

Fazit

Reverie Knights Tactics ist ein solides Taktikspiel in rundenbasierter Form – nicht mehr und nicht weniger. Nur leider fehlt es dem Spiel an einem Alleinstellungsmerkmal. Weder die Story noch das Gameplay sticht in irgendeiner Art hervor, was schade ist. Denn hier schlummert viel Potenzial hinter den Entscheidungen. So dümpelt Reverie Knights Tactics im Mittelfeld des Genres. Für Fans von solchen Spielen kann ich aber dennoch sagen, dass sich ein Blick lohnen mag, wenn euch das genügt.

Erhältlich für: PC, PS, Xbox, Switch
Website: 1cpublishing.eu/game/764-reverie-knights-tactics