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Rider's Spirits

Rennen, als wären die 90er-Jahre nie vorbei.

Kennt ihr Mario Kart? Nein, ich meine nicht Mario Kart 8, das mit seiner aufpolierten Grafik seit Jahren Switch-Fans bei Laune hält. Ich meine Mario Kart 1, wenn man so will. Das Spiel, das auf dem Super Nintendo erschien. Falls ja, dann wird euch Rider’s Spirit ebenfalls schnell bekannt vorkommen. Das Spiel ist ein netter Mario Kart Clone, der jedoch nie ans Original herankommt. Lust auf eine Runde?

Retro oder Original? Oder beides?

Warum bringt Ratalaika heutzutage ein Spiel auf den Markt, das in dieser Form gut in die 1990er-Jahre passen würde. Ganz einfach: weil Rider‘s Spirit tatsächlich so in dieser Zeit erschienen ist - im Jahr 1994, um genau zu sein. Nur kennt ihr es wahrscheinlich nicht, weil es Japan nie verlassen hat. Damals erschien der Titel exklusiv auf dem Super Famicon, wie das SNES außerhalb Europas genannt wurde.

Genau 30 Jahre später kommt ihr also in den Genuss dieses pixeligen Werks. Damals war der Schatten von Nintendos Mario Kart wohl sehr gewaltig bzw wollte Rider‘s Spirit was vom Kuchen abhaben. Acht Fahrer begeben sich hier auf die Strecke - allerdings auf Zweirädern und nicht in Karts.

Nostalgie pur

Aus technischer Sicht ist Rider‘s Spirit ein typischer Vertreter seiner Zeit. In schicker 16-Bit-Optik düst ihr im Kreis um verschiedene Strecken. Dabei ändert sich hier und da mal der Untergrund: Ihr habt es mit Matsch, Sand und etwas Eis zu tun. Hier bietet Rider‘s Spirit aber deutlich weniger Abwechslung als sein großes Vorbild.

An die Steuerung muss man sich heutzutage sehr gewöhnen. Wer zu hart lenkt, wird bestraft. Übrigens zeigt mir das Spiel auch mal wieder, dass Tutorials früher kein Thema waren. Wie die Steuerung funktioniert? Findet es selbst heraus! Oder schaut ins Menü, das Ratalaika dafür extra erschaffen hat.

Zu wenig Chaos im Gepäck

Die Rennen selbst sind ganz nett, wenn man mal weiß, auf was es ankommt. Fünf Runden dreht ihr auf dem Parcours, wobei die KI echt stramm ist – sogar schon auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad. Und etwas schade finde ich auch, dass es Items für den Einsatz gegen eure Kontrahenten nur an der Start- und Ziellinie gibt. Hier wäre mehr Chaos möglich gewesen – im positiven Sinn, natürlich.

Kann man mit Rider‘s Spirit seinen Spaß haben? Ja, zumindest für ein paar Runden. Dazu müsst ihr solch alten Spielen aber wirklich offenstehen. Was aber immer noch gut ist: ein lokaler Splitscreen lässt euch zu viert an einem Fernseher zocken. Das vermisse ich heutzutage bei vielen Games, bei denen es nur noch Online-Funktionen gibt. Und damit geht’s zum Fazit.

Fazit

Rider‘s Spirit zeigt, wie sich Spiele damals in den 1990er-Jahren entwickelt haben. Damals war der Titel sicher ein kleiner Geheimtipp, der auch mir bestimmt einige Stunden vor dem TV abgeschwatzt hätte. Heutzutage ist das Spiel eine nette Zeitreise in eine lang zurückliegende Ära - wofür ich immer wieder offen bin. Solltet auch ihr wissen wollen, wie Mario Kart andere Spiele beeinflusste, lohnt sich ein Blick auf Rider‘s Spirit.

Erhältlich für: Xbox, PS, Switch
Website: ratalaikagames.com/games.php?id=ridersspirits