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Rogue Legacy 2

Kämpfen, sterben, vererben – eine Suchtspirale, die euch für Stunden vor den Bildschirm fesseln wird.

Als Rogue Legacy im Jahr 2013 erschien, war es für mich der erste Titel überhaupt, der mich mit dem Genre des Rogue-like konfrontierte – und ich liebte es. Inzwischen hat Cellar Door Games mit Full Metal Fury bereits erneut bewiesen, dass sie richtig gute Unterhaltung abliefern können. Nun also setzen sie ihren Erfolg von damals fort: Rogue Legacy 2 ist genau das Spiel, auf das ich jahrelang gewartet habe – ohne zu wissen, dass ich darauf gewartet habe.

Gutes Gefühl

Eine erste Frage sei erlaubt: Habt ihr Rogue Legacy jemals gespielt? Falls ja, dann solltet ihr euch hier direkt wie zuhause fühlen. Und falls ihr Teil 1 geliebt habt, dann führt kein Weg um Teil 2 vorbei. Ihr könnt dann sogar hier aufhören zu lesen und kauft euch Rogue Legacy 2 einfach.

Jedenfalls nimmt Rogue Legacy 2 die gleiche Prämisse zugrunde wie schon im ersten Teil: Ihr seid ein tapferer Ritter, der in einer zufällig zusammengewürfelten Burg für Recht und Ordnung sorgen soll. Die ersten Anläufe wird euer tapferer Recke sicherlich schnell ins Gras beißen. Denn Rogue Legacy 2 ist ein knallhartes 2D-Jump&Run. Doch mit jedem Versuch werdet ihr stärker – denn hier beginnt die Suchtspirale.

Das Erbe wartet

Nach jedem Ableben habt ihr die Qual der Wahl: Drei weitere potenzielle Nachfolger stehen bereits in den Startlöchern. Jeder der Held:innen hat ihre ganz eigenen Fähigkeiten, die ebenfalls zufällig zusammengewürfelt wurden. Je nach Klasse – und davon gibt es bis zu zwölf Stück – fällt der Spielstil etwas anders aus. Ritter kämpfen klassisch mit Schwert und Schild. Duellant:innen nehmen ihre Revolver mit und Zauber:innen heben ihren Stab. Später kommen noch spannendere Klassen wie Lanzenreiter:innen, Walküren oder Köch:innen hinzu. Doch welche Fähigkeiten sie mitbringen, ist immer dem Zufall überlassen.

Dazu gehören auch vererbte Krankheiten. Manchmal erbeuten eure Held:innen mehr Gold, haben dafür aber einige Nachteile: Zum Beispiel können sie nur schwarz-weiß sehen, stehen auf dem Kopf, verlieren ihre Waffe, wenn sie getroffen werden oder sterben bei der ersten Berührung. Rogue Legacy 2 ist in dieser Hinsicht äußerst kreativ.

Immer wieder eine neue Challenge

Das Schloss ist in verschiedene Bereiche aufgeteilt, die immer eine bestimmte Schwierigkeit haben – auch wenn die einzelnen Räume immer wieder neu aufgeteilt sind. Die Gegner werden in jedem Gebiet jedoch die gleichen bleiben, an die ihr euch langsam gewöhnen könnt. Das hilft ungemein. Denn so werdet ihr immer besser und könnt die Aktionen der Gegner bald besser voraussagen und darauf reagieren.

Nach jedem Run habt ihr Geld verdient, das ihr in eure Stadt investieren könnt: Dadurch schaltet ihr neue Klassen und Fähigkeiten frei. Diese stehen euch dann permanent zur Verfügung, was euch auf Dauer immer stärker werden lasst. So schlagt ihr bald härter zu, haltet mehr aus, erbeutet mehr Gold oder saugt den Feinden sogar Leben ab. Zusätzlich könnt ihr bei jedem Run auch Blaupausen erbeuten, die ihr dem Schmied gebt. Dieser baut euch dann – ebenfalls permanent – eine Ausrüstung, die eure Werte verbessert. Allerdings wird jede neue Fähigkeit immer teurer im Verlauf des Spiels. Also schaut genau, in was ihr investiert.

Der Grafikstil von Rogue Legacy 2 ist übrigens auch zauberhaft – ich liebe diesen bunten Comic-Look. Alles passt hier perfekt zusammen. Auch der Humor, den ihr immer wieder geliefert bekommt, rundet das Gesamtpaket ab. Das Einzige, was hier manchmal für Frust sorgen könnte, ist der Schwierigkeitsgrad. Es dauert schon eine ganze Weile bis ihr den ersten Boss gelegt habt – und danach wird es nicht unbedingt einfacher. Dennoch motiviert euch Rogue Legacy 2 an jeder Ecke, wo es nur kann.

Fazit

Genug geschwärmt: Rogue Legacy 2 ist die perfekte Fortsetzung eines Spiels, das mich damals schon begeistert hat. Hier könnt ihr locker 20 Stunden reinstecken, ohne dass euch langweilig wird. Und wer einmal durch ist, bekommt noch mehr Herausforderungen geliefert. Cellar Door Games hat hier ein süchtig machendes Jump&Run geschaffen, das euch bestens unterhalten wird, wenn ihr euch darauf einlasst. Für mich jedenfalls hat Rogue Legacy 2 jetzt bereits ein Platz auf meinem persönlichen Treppchen zu den Spielen des Jahres gesichert. Wenn ihr auf das Genre steht, könnt ihr hier nicht viel falsch machen.

Erhältlich für: Xbox, PC
Website: roguelegacy2.com