Ich muss schon sagen, dass das Team von eastasiasoft öfters mal eine Spiel-Perle auf den Markt bringt. Auch wenn das Spielprinzip von Saga of the Moon Priestess ein altbekanntes Konzept kopiert, hatte ich doch lange Zeit Spaß damit. Falls ihr zufällig auch mit den alten Zelda-Spielen aufgewachsen seid, müsst ihr jetzt einfach weiterlesen.
Immer wieder dieses Böse
In Saga of the Moon Priestess übernehmt ihr die Rolle von Sarissa, einer jungen Heldin, die ohne ihren Speer nicht das Haus verlässt. Sie lebt im Land Lunaria – und hier macht sich Ärger breit. Denn der Prinz des Landes wurde von einem unbekannten Wesen entführt. Nun droht alles in Finsternis zu versinken. Das soll unsere Heldin nun also aufhalten. Packen wir's an.
Sobald ihr mit Saga of the Moon Priestess startet, könnte man glauben, eine Zeitreise hinter sich zu haben. Denn das Spiel baut auf eine schicke 8-Bit- und teilweise auch 16-Bit-Grafik auf. Soll heißen: Die Bilder, die ihr seht, könnten glatt vom guten alten NES Anfang der 1990er-Jahre stammen. Macht euch auf ein pixeliges Abenteuer gefasst. Doch lasst euch nicht von der Optik täuschen.
Ganz wie früher
Aus der Draufsicht steuert ihr Sarissa durch das Grasland, in dem sie erwacht ist. Die ersten Schritte erinnern stark an die ersten Pokémon-Abenteuer oder vielmehr an das erste Zelda - nur dass ihr das Schwert gegen einen Speer getauscht habt. Spielerisch macht das allerdings keinen Unterschied. Und nach ein paar Minuten im Spiel steht fest: Ja, hier schwingen so was von viele Zelda-Vibes mit, dass man meinen könnte, Sarissa sei Links Schwester.
Von Bildschirm zu Bildschirm tastet ihr euch durch das Reich von Lunaria. Dabei räumt ihr Monster wie Schleime, Käfer oder Pilze aus dem Weg. Unter Vasen und Grasbüscheln findet ihr unterwegs Beeren, die als Währung gelten. Damit könnt ihr euch in der Stadt neue Ausrüstung kaufen. Doch Vorsichtig: Solltet ihr mal den virtuellen Tod finden, sind sämtliche Beeren futsch. Das hat mich beim ersten Mal ziemlich hart getroffen.
Dungeons für frische Entdecker:innen
Davon ab geht es in Saga of the Moon Priestess auf Entdeckertour. Wie beim großen Vorbild besucht ihr unterschiedliche Dungeons – fünf Stück an der Zahl. Dort drin findet ihr nicht nur einen dicken Endboss, sondern auch immer ein Artefakt, das euch neue Fähigkeiten spendiert. So könnt ihr nach einer Weile Steine aufheben oder euch zu anderen Kristallen hinziehen. Ach, dabei steigen so schöne nostalgische Gefühle in mir auf.
Auch wenn das Konzept kopiert ist, gibt sich Saga of the Moon Priestess Mühe, um hervorzustechen. So ist das Design der Endbosse beispielsweise sehr gelungen. An vielen Stellen verlangt das Spiel schon etwas Können am Controller. Seid ihr mal unvorsichtig, geht es schnell zu Ende. Sonderlich viel Lebensenergie habt ihr nicht. Dennoch geht es immer fair zu.
Pack die Abenteuer-Tasche
Je mehr Ausrüstung ihr bekommt, desto vielfältiger wird das Abenteuer. Mit Pfeil und Bogen erwischt ihr Gegner aus der Distanz oder legt unerreichbare Schalter um. Bröckelige Wände zerlegt ihr kurzerhand mit der guten alten Bombe. Ja, das kennen einige sicherlich seit frühen Zockertagen. Ich fand es im Vergleich zu all den großen Triple-A-Produktionen sogar mal wieder erfrischend. Denn Saga of the Moon Priestess macht keinen Hehl daraus, sich auf ein altes Konzept zu stützen. Es will einfach nur unterhalten – und das macht es sehr gut.
Fazit
Saga of the Moon Priestess spricht abenteuerlustige Naturen an, die gerne mal ein Indie-Spielchen zocken. Solltet ihr Fans von Zelda sein, dann schaut euch diese kleine Perle auf jeden Fall an. Grafisch begebt ihr euch auf eine kleine Zeitreise, die euch mindestens 30 Jahre in die Vergangenheit führt. Spielerisch erinnert es stark an die Anfänge von Link. Allein deswegen bin ich froh, dass ich Sarissa getroffen habe. Gerne begleite ich sie auch in ein weiteres Abenteuer.
Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: eastasiasoft.com/games/Saga-of-the-Moon-Priestess