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Schim

Schattenspiele auf die Jump&Run-Art.

Die beiden Entwickler Edwoud van der Werf und Nils Slijkerman sind bei Schim wohl über ihren eigenen Schatten gesprungen. In dem abstrakten Jump&Run geht es nämlich genau darum. Wer also Lust auf ein etwas anderes Hüpfspiel hat, sollte unbedingt weiterlesen.

Ein schwarzer Frosch?

Schim ist … nun ja. Die Entwickler sagen, dass Schim die Seele eines jeden Dings, Objekts oder Lebewesens ist. Jeder in der Welt hat eins. In unserem Fall gehört das Schim anfangs zu einem kleinen Jungen, der langsam heranwächst. Das Schim bildet seinen Schatten und begleitet ihn somit überall hin. Ja, das wirkt etwas abstrakt. Aber keine Sorge: Das Spiel durftet nicht ab in tiefe Glaubensphären. Es will einfach nur unterhalten.

Schon gleich zu Beginn lernt ihr, dass euer Schatten selbst hüpfen kann. Wie ein kleiner schwarzer Frosch dürft ihr so herumspringen. Allerdings nur von einem Schatten zum nächsten. Dabei zeigt euch anfangs immer eine Linie an, wo euer Mensch ist, zu dem ihr gehört. Doch das wird sich bald ändern.

Simples Storytelling

Schim erzählt seine Geschichte linear in verschiedenen Szenen. Gesprochen wird nichts. Wir begleiten einen kleinen Junge auf dem Weg zum Erwachsen werden. Doch durch ein kleines Unglück wird der Junge von seinem Schim getrennt. Nun ist das Schim auf sich gestellt und will wieder schleunigst zurück zu seinem Menschen.

Das ist auch die Prämisse in diesem Indie-Spielchen. Ab sofort versucht ihr durch die Welt zu kommen. Das gelingt euch, indem ihr von Schatten zu Schatten hüpft. Hatten wir das als Kinder nicht auch immer getan? Jedenfalls dürft ihr im normalen Schwierigkeitsgrad zweimal hüpfen, bevor ihr einen Schatten berührt. Bleibt ihr in der prallen Sonne stehen, war's das.

Viel zu entdecken

Hört sich nun stressiger an als es eigentlich ist. Die Welt von Schim bietet viel Schatten und Entspannung. Die Level sind wie ein Wuselbild, auf dem immer was passiert. Aus der Draufsicht bewegt ihr euch hier behutsam von Schatten zu Schatten. Dabei könnt ihr die Ansicht auch drehen. Allerdings wäre es etwas schnell langweilig, wenn es sonst nichts zu tun gäbe. Daher hat Schim eine weitere Mechanik eingebaut.

Mit einer weiteren Taste auf dem Controller agiert ihr mit den Dingen, in deren Schatten ihr gerade seid. So könnt ihr Skateboards anschieben, schaukeln oder euch sogar von Objekten weg katapultieren, wenn sie das zulassen. Auf diese Art finden sich immer wieder kreative Wege, um zum nächsten Schatten zu gelangen. Und hier liegt auch der Reiz von Schim.

Offen für Experimente

Es gibt in jedem Level eine Menge zu entdecken – auch einige kleine Geheimnisse. Als kleines Extra lassen euch die Entwickler auch nach anderen Schims Ausschau halten, die den Bezug zu ihrem Objekt verloren haben. Ein klein wenig spirituell ist das dann irgendwie schon.

Grafisch ist Schim übrigens sehr einfach gehalten – und sieht dennoch schön aus. Die Welt besteht aus sehr einfach gezeichneten Objekten oder Lebewesen. Dabei ist alles in einen beigen und leicht orangen Farbton getaucht. Nur die Schatten sind schwarz. Das gibt Schim einen unverkennbaren Look. Und damit kommen wir zum Abschluss.

Fazit

Schim verpackt eine interessante Idee in ein minimalistisches Spielchen. Die fast schon philosophische Reise eines Schattens durch die Welt weiß zu unterhalten. Doch vielmehr ist es eine kleine Entspannung für zwischendurch. Es macht Spaß über seinen eigenen Schatten zu springen und dabei immer wieder Neues zu entdecken. Auch wenn die Steuerung sehr simpel ist, so schaffen es die beiden Entwickler, dass es abwechslungsreich bleibt. Macht euch ruhig auch auf diese besondere Reise durch die Welt.

Erhältlich für: Xbox, PS, PC, Switch
Website: schimgame.com