Um ehrlich zu sein, ist „Sims 4“ bei mir auf der Festplatte leicht angestaubt gewesen. Sei es nun wegen des geringen Urlaubs in diesem Jahr oder zwei Tagen Regenwetters am Stück – jedenfalls habe ich es mir mit dem Add-On „Inselleben“ vor dem PC gemütlich gemacht und war von Anfang an begeistert. Endlich weht ein frischer Wind durch die Nachbarschaft – schöner könnte der Abend nach einem stressigen Bürotag nicht ausklingen.
Heiße Strände
Willkommen auf Sulani: Das fiktive Eiland bzw. die Inselkette, eingeteilt in drei Abschnitte, ist die neuste Nachbarschaft für die quirligen Sims. Hier lässt es sich entspannen, am Strand bräunen und die wunderbare Natur genießen. Ich muss schon sagen: So schön habe ich kein anderes Add-On der Sims in Erinnerung.
Aber wo Sonne ist, da ist bekanntlich auch Schatten. Nein, ich spiele nicht auf irgendwelche Bugs an – obwohl ich einen lustigen entdeckt habe. Dazu später mehr. Nein, ich meinte die Verschmutzung eben jener wunderschönen Natur, die ich gerade noch genossen habe.
Auch bei den Sims hält die Kritik an der Umweltverschmutzung Einzug ins Spiel. Ihr könnt nämlich nun eine Karriere als Umweltschützer starten. Das Ganze sieht dann so aus, dass ihr den Strand und die Umgebung vor fiesem Plastikmüll befreit. Nette Idee.
Wasser marsch!
Natürlich spielt das nasse Element eine entscheidende Rolle in dem umfangreichen „Inselleben“. So habt ihr nun auch die Möglichkeit mit frischen Nebenjob rund um das Wasser ein paar Extramünzen zu verdienen. Als Rettungsschwimmer macht ihr Baywatch Konkurrenz, als Angler sorgt ihr für leckeres Essen und als Tauchlehrer geht es zu den Korallenriffen.
Doch all das fügt sich herrlich in das Inselleben ein – ich war direkt entspannt als ich mit meinen Sims in eine stylische Strohhütte mit Meerblick einzog. Apropos Entspannung: Wer möchte, kann auch völlig ohne moderne Hilfsmittel auskommen.
Das müsst ihr nämlich, wenn ihr auf eine Insel ohne Strom zieht. Herausfordernd und ein völlig neues Spielgefühl – zumindest für mich. Da muss ich EA ein Lob für ihre Kreativität aussprechen. Doch der eigentliche Hauptcharakter des Add-Ons befindet sich ebenfalls im Meer.
Sexy Flossen
Im „Inselleben“ dürft ihr nämlich in die Flossen einer Meerjungfrau (oder -mannes) schlüpfen. Das hat den Vorteil, dass ihr andere Sims mit einem simplen Kuss glücklich machen könnt. Als Sirene hingegen verbreitet ihr Angst und Schrecken. Ich liebe diese mythologischen Anspielungen.
Zu guter Letzt muss ich euch aber noch von meinem lustigen Bug erzählen. Als meine Sims-Frau schwanger wurde, stand sie kurz vor der Geburt. Die Wehen setzten ein, ein Babybett erschien plötzlich neben ihr im Wohnzimmer, sie stöhnte und … nichts. Kurzerhand ging sie weiter in den nächsten Raum, um das gleiche Spiel zu wiederholen.
Am Ende des Tages standen sechs Kinderbetten in meinem Haus und das Baby war immer noch nicht da. Die Bettchen brachten jedenfalls eine Menge Geld ein. Ich bin mir sicher, dass das so nicht beabsichtigt war – unterhaltsam war es dennoch. Doch das war lediglich ein kleiner Schwenk aus dem Alltag eines Inselbewohners.
Fazit
Insgesamt hat mich das „Inselleben“ wirklich beeindruckt. Damit haben die „Sims 4“ ihr vielleicht bestes Add-On der letzten Jahre erhalten. Entspannend, bezaubernd und spaßig ist es auf jeden Fall. Ich werde Sulani immer wieder gerne einen Besuch abstatten. So eine Sandburg zu kreieren, während man Cocktails schlürft und den Meerjungfrauen beim Baden zuschaut, hat schon was. Daumen hoch!
Erhältlich für: Xbox One, PS4, PC
Website: ea.com/de-de/games/the-sims/the-sims-4/pc/store/mac-pc-download-addon-the-sims-4-island-living